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SCHLAGWORTE: Corona-Virus

Apple: Gewinnwarnung durch „iVirus“?

Diese Gewinnwarnung kam fast schon mit Ansage. Denn Bereits Ende Januar dominiert der Coronavirus die Nachrichten. Diverse Experten diskutieren daher seit Wochen, welche Folgen das Virus auf die Weltwirtschaft hat, schließlich legt es derzeit die „Fabrik der Welt“ weitestgehend lahm. Dass sich Apple* dieser Entwicklung völlig entziehen konnte, war also nicht zu erwarten. Apple steht fast schon mustergültig für die Arbeitsteilung der globalisierten Wirtschaft. In den Zulieferbetrieben des Unternehmens im Reich der Mitte dürften Millionen Menschen arbeiten, daneben erzielt das Unternehmen aus dem kalifornischen Cupertino auch noch rund 40 Mrd. USD Umsatz in China. In den letzten Wochen ist die Produktion in einigen Fabriken zum Erliegen gekommen, die glamourösen Apple-Stores sind größtenteils geschlossen oder haben nur stundenweise geöffnet. Bereits Ende Januar hatte das Unternehmen bei der Bekanntgabe der letzten Quartalszahlen aufgrund der Situation in China daher eine ungewöhnlich breite Spanne die geplanten Umsätze im laufenden Quartal abgegeben (63 bis 67 Mrd. USD). Seit zwei Tagen ist nun klar, dass diese Prognose nicht zu halten ist. Zwar laufe die Produktion in China langsam wieder an, allerdings deutlich langsamer als zuvor angenommen. Erstaunlich ist jedoch vor allem, wie gelassen die Börse diese Nachricht aufgenommen hat.

Weltbörsen klettern in der Steilwand der Angst

Wenn man das Internet durchsucht oder ganz traditionell eine Zeitung aufschlägt, könnte man auf die Idee kommen, dass die Welt kurz vor dem Untergang steht: In China wütet noch immer das Coronavirus, Teile der chinesischen Wirtschaft befinden sich in verlängerten Betriebsferien und die Gefahr einer globalen Rezession wird in düsteren Farben an die Wand gemalt. Die USA werden von einem scheinbar unberechenbaren und ungeliebten Präsidenten geführt, der seiner Wiederwahl ein gutes Stück näher gekommen ist und in Deutschland wütet „Sabine“, während der Stuhl der „ewigen Angela“ sichtbar wackelt. Dennoch, der unbedarfte Beobachter reibt sich die Augen, erreichen die Aktienmärkte nun sogar auch diesseits des Atlantiks neue Allzeithochs, wie unser DAX-Chart in der ersten Abbildung zeigt.

SIW 6/2020: Die Aktie, die uns dumm aussehen lässt …

Gibt es eine Aktie, die in den letzten Jahren nicht nur uns, sondern auch eine Reihe sehr viel intelligenterer Investoren, relativ dumm aussehen hat lassen wie Tesla? Vermutlich kaum. Alleine seit Jahresanfang dürften die Leerverkäufer der Aktie des Elektroauto-Pioniers mehr als 8 Mrd. USD verloren haben – verglichen mit rund 6 Mrd. USD an kumulierten operativen Verluste, die das Unternehmen selbst seit seiner Gründung angehäuft hat. Kaum eine Aktie hat in den letzten Jahren so polarisiert. Einen Mittelweg zwischen den euphorischen Tesla-Optimisten und der sogenannten TSLAQ-Community (Q ist das nachgestellte Kürzel für insolvente Unternehmen an den amerikanischen Börse), die von einer Pleite des Unternehmens ausgeht, scheint es nicht zu geben.

SIW 5/2020: Brexit-Boris und China-Corona

„Bung a bob for a Big Ben bong“ Beginnen wir mit dem Brexit, der über Jahre zum medialen Börsen-, Wirtschafts- und Politbuhmann aufgebaut wurde. Was hat man den Briten nicht alles für den Fall prophezeit, dass sie es tatsächlich wagen, die Leinen zur allfürsorglichen Brüsseler Mutter zu kappen. Es bedurfte der Entschlossenheit und auch des Draufgängertums eines Boris Johnson, um sich durch all die Schwarzmalerei nicht ins Bockshorn jagen zu lassen, und den entscheidenden Schritt – trotz weiter bestehenden Unsicherheiten – einfach zu gehen. Johnson zeigt damit Macher- und Unternehmerqualitäten, die sich in aller Regel ebenfalls entscheiden müssen, ohne mit letzter Sicherheit alle Konsequenzen einer prinzipiell unsicheren Zukunft kennen zu können.