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SCHLAGWORTE: SI Weekly

SIW 29/2019: „Es ist die Deutsche“

Ein bisschen erinnert die Wahl der EU-Kommissionschefin an die Papstwahl. Auf den Hinterzimmercharakter des Brüsseler Demokratiemodells hatten wir ja bereits in unserer Ausgabe 27/2019 hingewiesen. Dennoch mühten sich die großen Medien gestern redlich ab, das Ganze als eine Art Wahlkrimi und Sternstunde des EU-Parlamentarismus darzustellen.

SIW 28/2019: Wer hat Angst…

Derweil kommen aus der deutschen Konjunktur zunehmend negative Signale. Für einiges Aufsehen sorgte die Veröffentlichung der ifo-Umfrage zur Kurzarbeit. Kurzarbeit ist ein deutliches Zeichen für eine zumindest vorübergehende Eintrübung der Konjunktur. Unternehmen greifen zu diesem Mittel, wenn sich die Auftragsbücher zwar geleert haben, dies aber (noch?) nicht als neuer Dauerzustand wahrgenommen wird.

SIW 27/2019: „Hinterzimmerdemokratie“

Nun, also Ursula von der Leyen. Die zuletzt von der Berateraffäre geschüttelte deutsche Verteidigungsministerin – und das war nur der vorläufige Höhepunkt in einer langen Serie von Pannen, Fehlleistungen und Affären – soll EU-Kommissionschefin werden. Wer noch das Peter-Prinzip des amerikanisch-kanadischen Soziologen Laurence J. Peter kennt, wird sich unmittelbar an dessen Kernthese erinnert fühlen, wonach jedes Mitglied einer ausreichend komplexen Hierarchie so lange befördert werde, bis es die Position erreicht habe, auf der es unfähig sei, seine Aufgabe zu erfüllen.

SIW 26/2019: Price is what you pay, value is what you…

Benjamin Graham gilt als Vater des wertorientierten Investierens. Um seine Bedeutung zu verstehen, muss man sich in die 20er Jahre zurückversetzen, in denen seine Graham-Newman Partnership gegründet wurde. Auch wenn dies heute kaum vorstellbar ist: Der Blick in Bilanzen und Geschäftsberichte war damals wenig verbreitet. Stattdessen dominierten Spekulanten die Kurse, die auf Trends und heiße Gerüchte setzten.

SIW 25/2019: Geldschleusen auf!

Mario Draghi verspricht und die Börsen folgen. So hat es sich gestern zumindest wieder einmal zugetragen. Falls sich der wirtschaftliche Ausblick in der Eurozone nicht verbessern sollte und die Inflation nicht anzieht, wird laut Draghi eine weitere Lockerung der Geldpolitik notwendig sein. Lockerung wovon, könnte man als unbedarfter Beobachter nun fragen?

SIW 24/2019: Gemischtes Doppel

Nicht selten kommt es an der Börse exakt anders als man denkt. So auch in der letzten Woche. Am Wochenende zuvor hatte US-Präsident-Trump die von ihm so geliebte Zoll-Waffe auch gegen den Nachbarn Mexiko angewandt – nicht etwa aus wirtschaftlichen Gründen, sondern um den Nachbarn zu einer strikteren Kontrolle seiner Grenze zu den USA zu animieren. Den Börsen schmeckte diese Nachricht überhaupt nicht, zu unberechenbar erschien die Trump‘sche Verhandlungstaktik.

SIW 23/2019: Technik, Technik, Technik

Untersuchungen des US-Justizministeriums über die Marktmacht von Alphabet* und Apple* sowie eine Überwachung der US-Federal Trade Commission über die Praktiken von Facebook* und Amazon haben in dieser Woche zu einem „schwarzen Montag“ für die Aktien der großen US-Tech-Konzerne geführt.

SIW 21/2019: Joker im Spiel

Dies ist der letzte SIW vor der EU-Wahl. Noch lässt sich also trefflich spekulieren, nächste Woche liegen dann die Fakten auf dem Tisch. Besonders spannend sind regelmäßig die letzten Tage vor dem Urnengang.

SIW 20/2019: „Kleine Zankerei“

Als letzte Woche der schon sicher geglaubte Handelsdeal zwischen den USA und China praktisch auf den letzten Metern der Zielgerade platzte, war die Aufregung an den Börsen groß. Die Highflyer der letzten Monate, insbesondere auch die US-Techwerte mussten empfindliche Einbußen hinnehmen. Angesichts der erreichten Kurshöhen ist ein(!) reinigendes Gewitter allerdings noch kein Beinbruch.

SIW 19/2019: „Lächerlich günstig“

Traditionell steht das erste Maiwochenende des Jahres ganz im Zeichen des „Woodstocks der Kapitalisten“ in Omaha, der Hauptversammlung von Warren Buffetts Holding Berkshire Hathaway. Neben einer mehrstündigen Frage & Antwort-Runde auf der Hauptversammlung gibt das „Orakel von Omaha“ traditionell dem US-Börsensender CNBC ein ausführliches Interview. Die interessanteste Aussage daraus:

SIW 18/2019: „Wunder“ gibt es immer wieder

Das US-BIP-Wachstum des ersten Quartals 2019 war mehr als solide, besonders für ein erstes Quartal. Denn üblicherweise gibt es im Schlussquartal des Vorjahres einige Vorzieheffekte unter denen der Jahresauftakt dann entsprechend leidet. So hatte dies eigentlich keiner der professionellen Konjunkturauguren vorausgesehen.

SIW 17/2019: Trendsetter und Mitläufer

Wenn es so etwas wie den wichtigsten Aktienmarkt mit den größten und erfolgreichsten Unternehmen der Welt gibt, dann ist es die NASDAQ. Noch immer verkörpert kein Land die Freiheit zum wirtschaftlichen Erfolg so sehr wie die USA. Ebendort ist allerdings auch die Freiheit zu scheitern ein wesentlicher Bestandteil dieses Spiels, weshalb lange nicht jedes NASDAQ-Unternehmen automatisch ein Erfolgsmodell ist.

SIW 16/2019: Besser als sein Ruf

Beim DAX zeigt sich aktuell ein gemischtes Bild mit positivem Grundton. Ein starkes Signal ist zweifelsohne die Rückeroberung der Marke von 12.000 Punkten (vgl. Abb.). In der gesamten Widerstandszone von 11.800 bis 12.000 Punkten hätte der deutsche Leitindex reichlich Gelegenheit gehabt, wieder nach Süden abzudrehen.

SIW 15/2019: American Dream

In der Politik sind Gefühle Fakten, sagte Bayerns ehemaliger Ministerpräsident Edmund Stoiber vor einigen Jahren. Zu beobachten ist dieses Phänomen gerade wieder in Berlin, wo das Gefühl eines großen Teiles der Bevölkerung ist, dass die Mieten langsam unbezahlbar geworden sind.

SIW 14/2019: Der Preis des Ruhms

Die „älteren“ Bitcoin-Enthusiasten werden sich noch an die letzte große Blase der Crypto Assets erinnern. Damals – wir sprechen vom Dezember 2017 – wurde der Bitcoin zu Spitzenpreisen jenseits von 19.000 USD gehandelt. Dann ging es in mehreren Schüben steil bergab, eine Bewegung die bei gut 3.000 USD ihren vorläufigen Boden gefunden hatte – ein Verlust von knapp 84%.