Löcher in der Matrix – Für das Leben lernen wir

„Regierung kämpft an Schulen gegen die Euro-Skepsis“ (welt.de, 7.6.2013)

Immer wenn das Volk nicht so will wie die Regierung, liegt das bekanntlich an mangelnder Aufklärung – beim Volk, versteht sich. So auch in Sachen Euro-„Rettung“. Auf besonders fruchtbaren Boden fällt diese Form der „Aufklärung“ natürlich dort, wo Menschen noch formbar sind und politischen Autoritäten mit jenem Vertrauensvorschuss begegnen, der mit zunehmender Lebenserfahrung gegen null sinkt. Es ist daher konsequent, dass die Infotour „Stabiler Euro – Stabiles Europa“ die Schulen ebenso fest ins Visier genommen hat, wie die Kanzlerin die Hochwasseropfer. Da aber die U20-Generation bei den Ü60-Programmen des Staatsfernsehens eher selten vorbeischaut, soll es künftig also auch (Schul-)Hausbesuche geben, man kennt das ja von der GEZ – Motto: „Propaganda auf Rädern“. Und um das Format so richtig attraktiv zu machen, gibt es sogar ein Quiz mit einem attraktiven Hauptpreis: Ein Treffen mit Bundesfinanzminister Schäuble – da werden die kreischenden Teenies sicher reihenweise in Ohnmacht fallen.

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