DNB Fund – Technology A EUR

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Analyse II

Gastbeitrag von Michael Bohn, Greiff capital management AG

 

Techexpertise aus dem hohen Norden
Bei DNB Asset Management handelt es sich um den drittgrößten Assetmanager in Skandinavien; in globalen Technologieaktien verwaltet das Unternehmen ca. 5 Mrd. EUR. Beim DNB Fund – Technology sind die Verantwortlichkeiten auf vier Paar Schultern verteilt: Anders Tandberg-Johansen, Sverre Bergland, Erling Thune und Erling Haugan Kise. Tandberg-Johansen kümmert sich um die Sektoren Hardware und Halbleiter und ist verantwortlich für das Risikobudget des Fonds, Bergland screent die Bereiche Software und Internet, Thune kümmert sich um Telekom- und Medientitel und Kise sucht in den Sektoren Online-Gaming und E-Travel attraktive Firmen. Jeder Portfoliomanager trifft innerhalb der genannten Verantwortlichkeiten eigene Entscheidungen. Das Eingehen größerer Positionen wird innerhalb des Teams besprochen.

Value + Tech
Das wichtigste Unterscheidungsmerkmal zu den Mitbewerbern besteht darin, dass das DNB-Technologieteam einen Valueund-Contrarian-Anlagestil verfolgt. Unternehmen, die zu den globalen thematischen Merkmalen des Fonds passen, werden zunächst hinsichtlich Marktgröße und Mindestanforderungen an die Liquidität überprüft. Im anschließenden Bottom-up-Prozess werden Themen wie Wertschöpfung, Bewertung und Momentum einbezogen. Beobachtet werden rund 600 Aktien aus dem globalen Technologieuniversum. Zu hohe Bewertungen will man nicht bezahlen – aus diesem Grund meidet man die am Markt beliebten „High-Valuation-“ bzw. „High-Growth-Aktien“. Bei einem positiven Analyseergebnis beginnt der jeweilige Portfoliomanager, sukzessive eine Position aufzubauen. Da DNB allerdings auch für „High-Conviction-Positionen“ bekannt ist (konzentriertes Portfolio, knapp 50% in den Top-Ten-Holdings), spielt beim Aufbau einer Top-Position die relative Bewertung eine große Rolle. Die Frage, ob ein Titel relativ zu allen anderen günstig ist, muss klar mit einem Ja beantwortet werden. Dann kann eine Position auch mal bis zu 9% des Volumens ausmachen. Wann wird verkauft? Es gibt keine Kursziele. Die traditionell etwas höhere Volatilität bei Technologieaktien wird genutzt, um Positionen zu vergrößern oder abzubauen. Tritt der erwartete Kursverlauf ein, so wird eine Position stetig abgebaut, bis die relative Unterbewertung ausgeglichen ist. Bei Kursrückgängen erfolgt in der Regel ein Zukauf.

Konsequente Umsetzung
In den letzten zwei bis drei Jahren hat die Nichtberücksichtigung hoch bewerteter Titel zwar dazu geführt, dass Mitbewerber eine bessere Performance aufweisen können. Doch die Manager bleiben ihrer Linie treu – und der Erfolg gibt ihnen recht: Das letzte Quartal 2018 zeigte, dass sich der Value-und-Contrarian-Ansatz insbesondere dann auszahlt, wenn die Märkte volatiler werden. Rückblickend ist es den Managern häufig gelungen, die Drawdowns klein zu halten und in volatilen Zeiten so wenig wie möglich zu verlieren. Der etwa 680 Mio. EUR große Fonds konnte über die letzten drei Jahre um rund 64% zulegen; über zehn Jahre steht bei einer – für einen Technologiefonds – eher niedrigen Volatilität von knapp 13% (drei Jahre) bzw. ca. 15% (zehn Jahre) ein Plus von fast 500% zu Buche. Wer also am Technologieboom partizipieren möchte, hohe Kursschwankungen jedoch nicht aushält, der sollte den Fonds der erfahrenen DNB-Experten mit dem Value-und-Contrarian-Anlagestil zumindest auf der Watchlist haben.

 

FONDS-SNAPSHOT
WKN: A0MWAN Name: DNB Fund – Technology EUR A
Fondsmanager: Anders Tandberg-Johansen, Sverre Bergland, Erling Haugan Thune, Erling Kise
Volumen: 680,4 Mio. EUR
Auflegungsdatum: 16.8.2007
Typ: Aktienfonds Technologie Welt

 

Über Michael Bohn
Michael Bohn leitet bei der Greiff capital management AG den Bereich „Fondsanalyse/-research“ und verfügt über 20 Jahre Investmenterfahrung, u.a. in der Bewertung von Investmentfonds. Mit Robert Habatsch bildet er das Redaktionsteam der 14-tägig erscheinenden Publikation „DER FONDS ANALYST“, außerdem unterstützt er seine Kollegen im Fondsmanagement der Greiff-Dachfonds. Vor seiner Tätigkeit bei Greiffbetreute er bei einer unabhängigen Vermögensverwaltung in Freiburg Privat- und Geschäftskunden. Er traf dort die strategischen Anlageentscheidungen innerhalb der Vermögensverwaltungs-mandate und war hauptverantwortlich für die Produktauswahl.

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