Seit Monaten in Hong Kong gestrandet und es ist erst Halbzeit

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Was für ein Jahr! Wer Anfang Januar dachte, dass der Ärger mit der Einführung der Bonpflicht für Bäckereien eigentlich ausreichen würde, den belehrte 2020 eines Besseren. Zu ihrem Neujahrsfest entdeckten die Chinesen ein angeblich einer Fledermaussuppe entfleuchtes Killervirus und sperrten ihren Laden darob erst einmal komplett zu. Weil die Europäer ihrerseits nicht vom Mantra der offenen Grenzen lassen wollten, schaute das Virus alsbald auch bei ihnen vorbei – und von dort ging’s in alle Welt. Nachdem man lange genug gewartet hatte, griffen die Herrschenden in Ost und West die Gelegenheit dann beim Schopf: Freiheitliche Grundrechte wurden überall eingeschränkt, wenn nicht sogar komplett aufgehoben und en passant die Realwirtschaft in den Orkus geschickt.

Wie hoch die Überlebensrate von kleinen und mittelständischen Unternehmen ebenso wie von Selbstständigen ist, wird sich erst gegen Jahresende einigermaßen abschätzen lassen. Aber bereits heute kann man sagen: Je mehr Menschen in einem EUR-Land verstarben, desto höher sind die TARGET2-Schulden des betreffenden Staats. Korrelation ist freilich keine Kausalität, und Solidarität bleibt in jedem Fall alternativlos, weshalb Röschen von der Leyen das Füllhorn auszuschütten gedenkt. In den USA wiederum starb es sich im demokratisch regierten New York besonders schnell und leicht, weshalb Donald Trump für das Desaster verantwortlich gemacht wurde. Angesichts der Meldungen, dass man sowohl in New York als auch in Mittelspanien und Norditalien „leichte“ COVID-Fälle in Altersheime einquartierte, kommen freilich nur böse Menschen auf böse Gedanken.

Dann wurde das Killervirus binnen weniger Stunden völlig irrelevant, denn ein krimineller Gewaltverbrecher und Junkie war durch eine Kombination aus Fentanyl im Blut, 75%iger Atherosklerose und Polizeigewalt dahingeschieden. Folgerichtig demonstrierten friedliche Aktivisten, indem sie weltweit Luxusshops plünderten. Die Staatsmacht, die zuvor noch Proteste gegen Corona-Maßnahmen mit der zu Gebote stehenden Härte niedergeschlagen hatte, schaute zu bzw. kniete nieder. Statuen von Bösewichten der Weltgeschichte, darunter Ghandi und Jefferson, werden nun enthauptet. In Seattle errichteten die roteingefärbten Bilderstürmer sogar eine „Freiheitszone“. Dieser gingen nach zwei Tagen die Lebensmittel aus, ein rappender Warlord riss die Macht an sich und schwerbewaffnete Gestalten verteidigen deren Grenzen gegen illegale Ein- und Auswanderung … Einmal mehr wurde die Chance zur richtigen Umsetzung des Sozialismus verpasst.

Wenn das so weitergeht, landen spätestens im September Außerirdische auf dem Piccadilly Circus und im Oktober tut sich dann der Kyffhäuser auf. Angesichts des Zustandes des heilig’n römischen Reichs ist allerdings nicht auszuschließen, dass sich der heraustretende Barbarossa lobesam sofort wieder in seinen Berg zurückflüchtet.

Die Börsen wiederum blieben vom Wahnsinn in der realen Welt weitestgehend unberührt bzw. leben ihren eigenen Wahnsinn aus: Die Nasdaq markierte gerade mal wieder ein Allzeithoch und Apple ist – trotz geplünderter Stores – mehr wert als alle DAX-Titel zusammen. Die Rettungsbillionen kommen eben in erster Linie den börsennotierten Großkonzernen zugute. Und so bleibt dann, allen Revoluzzern zum Trotz, doch Konstanz: Die ständigen, mit dem Deflationsdruck der Realwirtschaft begründeten Staatsinterventionen treiben auch in diesem Jahr die Inflation der Vermögens- werte.

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