Max Otte Vermögens­bildungsfonds

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Analyse

Das Fondsmanagement des Max Otte Vermögensbildungsfonds um Prof. Dr. Max Otte und Florian König ist dem ­Reinheitsgebot der Geldanlage verpflichtet. Konkret bedeutet dies, dass „Long only“ in Aktien, Anleihen und andere Wertpapiere investiert wird. Bonds spielen im aktuellen Zinsumfeld mit einer Gewichtung von unter 2% keine nennenswerte Rolle, Derivate werden ­gemieden. Die Risikosteuerung erfolgt u.a. über das Halten von Cash (­aktu­elle Quote: 29,3%). Der Vorteil der liquiden Mittel für den value­orien­tierten Investmentansatz in Krisenzeiten ist klar. Das Fondsmanagement kann Kursrückgänge in Krisenzeiten zur Schnäpp­chen­jagd und Aufstockung attraktiver Portfoliopositionen nutzen. Zu­käufe werden mit Limits und in mehreren Tranchen ­vorgenommen.

Kaufen, wenn die Kanonen donnern
Die Turbulenzen der vergangenen zwölf Monate spiegeln wider, was Anleger erwarten können: einen Fonds, der sich per saldo in ruhigem Fahrwasser bewegt. Von der heftigen Marktkorrektur im März blieben zwar zunächst auch die Fondspositionen nicht verschont: Bei einigen Aktien ging es kurzfristig deutlich nach ­unten – so z.B. bei der italienischen Gruppo MutuiOnline. Der ­Betreiber von Online-Vergleichsportalen stand zwischen Februar und März zeitweise 45% im Minus. Dieses Tief hat die Aktie längst wieder hinter sich gelassen und im September ein neues Hoch erreicht. Ähnliches war auch bei anderen Titeln des Portfolios zu beobach­ten. Als die Märkte im März korrigiert haben, hatte das Fondsmanagement genügend „Munition“ für Zu- und Nachkäufe. Die zuvor aufgebauten Liquiditätsreserven wurden strategisch genutzt. Das Ergebnis: Seit dem Corona-Tief im März hat der Max Otte Vermögensbildungsfonds um knapp 40% zugelegt.

Fokus eigentümergeführte Unternehmen
Familienunternehmen haben am Aktienmarkt nachweislich das Potenzial für eine höhere Rendite. Zu ihrer DNA gehören unternehmerischer Weitblick, Innovationskraft, eine starke Tradition und eine langfristig ausgerichtete Wertschöpfung – ­Eigenschaften, die Prof. Dr. Otte und sein Team schätzen. Aus diesem Segment wurden beispielsweise Hermle und Sixt aufgestockt. Bei beiden Unternehmen tritt die Familie als dominanter Aktionär auf. Als Neupositionen wurden u.a. Booking und Fiverr, ein Online-Marktplatz für digitale Dienstleistungen aus Israel, in den Fonds aufgenommen.

Langfristige Rendite
Das Fondsmanagement konzentriert sich auf das langfristige ­Erzielen einer nachhaltigen Performance. Hier zeigt sich die Value-DNA des Fonds, die das Team geduldig und mit ruhiger Hand agieren lässt. Gerade in Zeiten von Corona macht es sich bezahlt, dass das Augenmerk auf solide Bilanzen gerichtet wird. Unternehmen mit starkem Fundament haben das Zeug zum Krisen­gewinner und können zulasten der Verlierer ihre Marktanteile ausbauen. Zum 30.6.2016 fanden organisatorische und personelle Anpassungen statt: Beispielsweise wurde das Fonds­team nach Deutschland umgesiedelt. Die kürzeren Wege zahlen sich aus. Darüber hinaus wurde der Investmentprozess modifiziert – dadurch hat die Qualität der Unternehmensbilanzen bei der Aktienauswahl eine höhere Gewichtung erhalten. Mittelfristig betrachtet – seit Strategieschwenk am 30.6.2016 – performte der Max Otte Vermögensbildungsfonds mit einem soliden Plus von 36,8%, was einer jährlichen Rendite von 7,6% entspricht. Damit konnte der Mischfonds den DAX (+31,8%) deutlich hinter sich lassen.

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