Aktienfonds für Beteiligungsunternehmen (AfB)

Ulrich Busch

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Analyse

Gastbeitrag von Ulrich Busch, Baumann & Partners S.A.

Unternehmerischer Ansatz
Die Idee ist so einfach wie erfolgreich: Diversi­fikation der Investitionen ist der Grundgedanke des Aktienfonds für Betei­ligungsunternehmen. Dabei bedient sich Gunter Burgbacher, der Fondsmanager des AfB, der Expertise von ­professionellen Investoren, die für sich und ihre Kunden in großem Stil unternehmerisch ausgerichtete Portfolios zusammenstellen. Börsennotierte Beteiligungsunternehmen nutzen dabei spezielle Kenntnisse über das ­Umfeld ihrer individuellen Zielinvestments, woraus unterschiedliche Investmentstrategien resultieren. Der unternehmerische Ansatz ist auch der wesentliche Unterschied zu Fondsmanagern, liegt hier doch das Interesse auf aktiver Einflussnahme auf die Unternehmenspolitik.

Vielfältige Ertragsmöglichkeiten
Aktive Beteiligungsunternehmen ­profitieren als Eigentümer im Unterschied zu Fonds von Insiderkenntnissen zu den Investments. Dabei sind die Ertragsmöglichkeiten vielfältig und nicht nur auf Kursgewinne und Dividenden beschränkt. In vielen Fällen kaufen Beteiligungsunternehmen mit tiefgreifenden Kenntnissen in Industrien und Branchen ihre Beteiligungen unter ihrem Substanzwert und sind in der Lage, aktiv an der Entwicklung der Unternehmens­poten­ziale mitzuarbeiten.

Bedingt durch die sehr breite ­Diversifikation kann dem Fonds kein spezieller Investment­fokus zugewiesen werden und auch die Investmentstrategien binden alle Strukturen ein. Entscheidend ist immer die Werthaltigkeit eines Investments, die sich durch Substanz- und Ertragswerte aber auch aus weiteren Potenzialen zusammensetzt. ­Diese atypischen Private-Equity-Investments sind oft antizyklisch und bieten daher die Möglichkeit, von Zusammenführungen oder Spin-offs zu profitieren.

Portfoliokonstruktion
Der Fonds definiert als erster sein Invest­ment­universum ausschließlich in den Berei­chen Mischkonzerne, Holdings sowie Betei­­ligungsgesellschaften und unterstellt ­dabei eine identische Interessenlage in diesen Struk­turen. Insgesamt umfasst das Anlage­universum 350 börsennotierte Unternehmen, die nach einem Bottom-up-Analyse­ansatz kontinuierlich ausgewertet werden, was zu einer engeren Auswahl von 100 Unternehmen führt. Das Fondsportfolio setzt sich dann aus mindestens 25 und maxi­mal 40 Unternehmen zusammen, wobei Burg­bacher aber auch eine aktive ­Kasseposition führt. Die Marktliquidität der Zielunterneh­men ist in der Portfoliokonstruktion von hoher Bedeutung, sodass lediglich Ideen mit einer Marktkapitalisierung von mehr als 50 Mio. EUR aufgenommen werden. Echte börsennotierte Private-Equity-Betei­­ligungsunternehmen sind in ihrer Gewichtung auf maximal 20% begrenzt. Zur Vermeidung von Clusterbildungen werden die Zielunternehmen im Portfolio gleichgewichtet. Jedes Zielinvestment durchläuft eine umfangreiche Due Diligence. Auch nach der Portfoliokonstruktion stellt ein lau­fender Abgleich der ­Bewertungskennzahlen und der Bilanz­qualität sicher, dass die Investmentziele erreicht werden. Ergänzend werden auch Daten aus der Marktentwicklung hinzugezogen. Die Basisanalyse ­jedes Investments schließt die Managementqualität, die Dauerhaftigkeit der Investments und die Wachstumstreiber des jeweiligen Portfolios ein. Zusätzlich werden die Unter­nehmen einem ESG-Screening ­unterzogen. Der AfB ist damit ein „­Allwetterinvestment“ mit erheblichem Ertragspotenzial, das sich nahezu selbstständig den Strömungen des Kapitalmarkts anpasst.

FONDS-SNAPSHOT
WKN: A2PE00
Fondsmanager: Gunter Burgbacher
Volumen: 13,9 Mio. EUR
Auflegungsdatum: 22.5.2019
Typ: Aktienfonds

Der Diplom-Ökonom Ulrich Busch leitet seit fünf Jahren die institutionelle Vermögens­verwaltung bei Baumann & Partners S.A. in Luxemburg. Er ist seit über 30 Jahren im Anlagegeschäft tätig. Seit 20 Jahren ist er verantwortlicher Manager für individuelle und fondsgebundene Vermögensverwal­tungsmandate. Baumann & Partners S.A. unterstützen den AfB seit seiner Auflage als Erstinvestor.

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