Anleihen- und Dividendenfonds

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Inside

Ausschüttungen und Kursgewinne als Renditequelle

Contrarian-Ansatz
Ziel des Fidelity Global Bond Fund (EUR) Hedged (WKN: A0NFF8) ist es, über einen antizyklischen Ansatz in allen Marktphasen ein kontinuierliches Alpha zu erzie­len. Ein wesentlicher Bestandteil der Anlagestrategie ist eine fundierte Makroanalyse. Das Portfolio ist grundsätzlich defen­siv ausgerichtet. Falls sich ­Opportunitäten bieten, werden taktisch mit einem Teil des Portfolios auch risikoreichere Positionen eingegangen. Investiert wird sowohl in Unternehmens- als auch in Staatsanleihen, die mit Stand Ende 2020 gut 55% ausmachen. Mit Blick auf die ­Emittentenbonität liegt ein Schwerpunkt auf Anleihen, die mit AAA geratet sind (ca. 51%). In den vergangenen drei Jahren erzielte der Fonds 11,6%, die Vergleichsgruppe* „Anleihen Global EUR-hedged“ 4,2%.

Monatliche Ausschüttung
Der FU Bonds Monthly Income (WKN: HAFX9M) weist mit seiner monatlichen Ausschüttung eine Besonderheit unter den Rentenfonds auf. Seit Auflegung im Juli 2019 wurde mehr als der monatlich ausge­schüttete Basisertrag in Höhe von 0,25 EUR erwirtschaftet. Die Fondsmanager investieren schwerpunktmäßig in europäische High Yields außerhalb des Bankensek­tors. Bei den Emittenten wird besonders auf starke Cashflows geach­tet. Zu den Top-Holdings zählt eine Anleihe des Contai­nerschifffahrtkonzerns CMA CGM. In Smart Investor 2/2021 erläutern die Portfoliomanager Gerhard Mayer und ­Norbert Schmidt von der Heemann Vermögensverwaltung AG auf S. 36 weitere Details ihrer Strategie.

Grüne Anleihen
Das Anlageuniversum der Green Bonds wächst rasant. 2020 lag die Summe der Neu­emissionen von grünen Anleihen, über die Maß­nahmen zum Klima- und Umweltschutz finanziert werden, bei rund 270 Mrd. USD. Für 2021 erwartet der Verband Climate Bonds Initiative eine deutliche Steigerung auf 400 Mrd. bis 450 Mrd. USD. ­Aufgrund fehlender verbindlicher Standards ist das Segment anfällig für „Greenwashing“, ­­also eine bloß „grüne“ Etikettierung. Im ­Ban­tleon Select Green Bonds (WKN: A2P9Y2; -0,3% seit Auflegung im Ok­tober 2020) wird ein hauseigenes Ana­lyseverfahren angewendet, das u.a. Green­washing-­Kan­didaten ausschließt. Hinzu kommt eine ESG-Analyse der Anleihen, die über die Umweltförderung hinaus auch die Kriterien Soziales und Unternehmensführung umfasst. Der Fonds legt weltweit an; der Schwerpunkt liegt auf in Euro deno­minierte Bonds. Das Anleihenportfolio wird in Abhängigkeit vom Konjunkturzyklus flexibel gesteuert.

Nachhaltig und nachrangig
Der Aramea Rendite Plus Nachhaltig (WKN: A2DTL7) bewegt sich im Bereich der Nachrang- und Hybridanleihen, die zudem ­­Nachhaltigkeitskriterien genügen müssen. Rückenwind erhält das Anlageuniversum durch die Verschärfung regulatorischer Vorgaben bei Banken und Versicherungen im Zusammenhang mit der Anrechnung von Nachranganleihen auf das Eigenkapital. Dies führt zu Rückkauf­angeboten durch die Emittenten mit entsprechenden Kursaufschlägen. Der regio­nale Schwerpunkt des von Sven Pfeil und Andreas Meyer gemanagten ­Portfolios liegt auf Nordamerika und Kerneuropa. In den letzten drei Jahren lag der Fonds mit 5,4% im Plus; die Fondsgruppe „EUR Nachrangige Anleihen“ kam auf 9,4%.

Qualität und Dividenden
Der Guinness Global Equity Income Fund (WKN: A1XFXB) blickt seit Ende des vergangenen Jahres auf einen zehnjähri­gen Track Record zurück. Beim Investment­ansatz hat die Identifikation von ­profitablen Qualitätsunternehmen mit exzellentem Management oberste Priorität. Eine der Voraussetzungen zur Aufnahme ins Portfolio ist die Erwirtschaftung einer jährlichen Kapitalrendite von mindestens 10% über einen Zeitraum von zehn Jahren. Mit Blick auf die Dividenden spielt das Wachstum der Ausschüttungen im Auswahlprozess eine entscheidende Rolle, weniger die absolute Höhe. Aktuell liegt die ­Dividendenrendite des Fonds bei 2,6%. Das von Ian ­Mortimer und Matthew Page gemanagte Portfolio hat sich im Corona-Crash als überaus widerstandsfähig erwiesen. In dem gleichgewich­teten, mit 35 Titeln sehr konzentrierten Aktienkorb gab es nur bei Imperial Brands eine Dividendenkürzung. Komplett gestri­chen wurde die Ausschüttung bei keinem Unternehmen. Der Fonds ­erwirtschaftete in drei Jahren 30,9% und schlug damit die Vergleichsgruppe „Aktien weltweit ­dividendenorientiert“ (+18,8%) deutlich.

Langer Track Record
Die deutliche Underperformance des ­LBBW Dividendenstrategie Euroland (WKN: 978041; -18,5% in drei Jahren) zeigt, dass der Fokus auf Unternehmensausschüttungen alles andere als ein Selbstläufer ist. Der Investmentansatz des bereits 1999 aufgelegten Fonds berücksichtigt u.a. eine möglichst hohe Dividendenrendite und die Ausschüttungskontinuität der Unternehmen. Überwiegend wird in Blue Chips aus Euro­land angelegt, aber auch in Nebenwerte kann investiert werden. Zu den Top-Holdings zählen aktuell der finnische Papierhersteller UPM-Kymmene sowie die ­DAX-Titel Siemens und RWE. Der von ­Thomas Schüßler gemanagte DWS Top ­Dividende (WKN: 984811) gehört ebenfalls zu den Pionieren der Dividendenfonds und ­wurde 2003 aufgelegt. Die Strategie ist eher defen­siv ausgerichtet – das hat im Corona-Crash Verluste begrenzt. Neben der Höhe der Ausschüttungen spielt die Zuverlässigkeit der Dividendenzahlungen eine wichtige Rolle. Darüber hinaus wird auf Fundamentaldaten wie Bilanzqualität und Verschuldungsgrad geachtet. Zu den Top-Holdings zählen die Unternehmen Taiwan Semi­conductor und NextEra Energy. Der Fonds erzielte in drei Jahren 14,7% und damit weniger als die Gruppe „­Aktien weltweit dividendenorientiert“.

Breit diversifiziert
Der Vanguard FTSE All World High Dividend Yield ETF (WKN: A1T8FV) bildet einen mit über 1.500 Titeln breit gestreuten Index ab. Berücksichtigt werden große und mittelgroße Unternehmen mit überdurchschnittlich hoher Divi­dendenrendite aus Schwellenländern und entwickelten Volkswirtschaften. Zu den am höchsten gewichteten Aktien zählen Taiwan Semiconductor, Johnson & Johnson sowie JP Morgan Chase. Kennzahlen, die Aussagen über die künftige Dividendenfähigkeit der Unternehmen zulassen, werden nicht berücksichtigt. Unter den Regionen sind die USA mit ca. 40% am stärksten gewichtet, mit deutlichem ­Abstand gefolgt von Japan (8,3%).

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