Marathon Stiftungsfonds

Dr. Marko Gränitz

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Analyse

Gastbeitrag von Dr. Marko Gränitz, MARKO MOMENTUM Kapitalmarktstudien

Rendite vs. Drawdown
Anlegern im Marathon Stiftungsfonds dürfte es weniger darum gehen, schnell reich zu werden, sondern eher darum, ihr Vermögen zu sichern. Die Ausrichtung des Fonds ist entsprechend konservativ. Vor allem soll vermieden werden, dass ­während eines Bärenmarkts größere Wert­verluste auftreten, denn genau solche vorübergehenden Drawdowns sind es, die Anleger bei anderen Fonds den Verkaufsknopf ­drücken lassen – nicht selten zum ungünstigsten Zeitpunkt, sodass sie sich selbst des langfristigen Anlageerfolgs berauben.

Gerade in den heftigen Corona-Turbulenzen hat sich das Fondskonzept bewährt: Der maximale Rückgang betrug nur 10,7%. Gleichzeitig wurde seit Auflage eine attrak­tive durchschnittliche Jahresrendite von 5,2% erzielt. Gerade die Relation dieser beiden Größen ist es, die den Fonds im Ver­gleich zu anderen Anbietern auszeichnet. Sowohl Morningstar als auch FWW Fund­Stars bewerteten die Strategie 2020 mit dem bestmöglichen Fünf-Sterne-Rating.

Regelbasierte Aktienauswahl
Passend zur konservativen Ausrichtung setzt der Fonds eine ausschüttungsstarke globale Anlagestrategie um. Anleihen liefern auf absehbare Zeit nur ertraglose ­Risiken. Den Kern des Investments bildet daher ein breit gestreutes, defensives Portfolio von Qualitätsaktien. Dieses macht 80% des Fonds aus und enthält derzeit 379 Titel aus aller Welt, die ­Fondsmanager Daniel Haase regelbasiert anhand von Krite­rien wie geringer Volatilität, vorteilhaftem Momentum und soliden Fundamental­daten auswählt. Die Methodik wurde im Jahr 2019 mit einem Award der Vereinigung Technischer Analysten Deutschlands (VTAD) ausgezeichnet. Jedes Quartal wird etwa ein Viertel des bestehenden ­Portfolios überprüft, wobei Umschichtungen meist ­sparsam vorgenommen werden. Der gedul­dige Ansatz zeigt sich auch daran, dass Positio­nen im Durchschnitt zwei bis drei Jahre lang ge­halten werden. Um die Vola­tilität des Portfolios weiter zu reduzieren, investiert der Fonds außerdem rund 10% in Gold und in kleinerem Umfang auch in Silber. Zudem werden rund 10% ­Kasse und ­kurzlaufende Schweizer ­Staatspapiere gehalten. Diese Liqui­ditätsreserve wird auch für die Umsetzung des Risikomanagements vorgehalten.

Der richtige Zeitpunkt
Ein Problem, mit dem sich viele Anleger herumschlagen, ist die Frage nach dem richtigen Zeitpunkt zum Investieren. Hier bietet der Fonds mit seinem aktiven Risiko­management eine Lösung, die ihn unabhängig von der gerade vorherrschenden Marktlage interessant macht: Anhand ­eines bewährten Systems wird darüber entschieden, wann Absicherungen gegen Kursverluste am Aktienmarkt vorzunehmen sind. Dazu nutzt Haase sein Pfadfindersystem, das auf kurz- und mittelfristigen Trenddaten beruht und schon 2009 mit einem VTAD Award ausgezeichnet ­wurde. Der Ansatz stellte sich besonders im ­Corona-Jahr 2020 unter Beweis: Hier ­wurde die Absicherung sowohl rechtzeitig im Februar aktiviert als auch im März frühzeitig mit Einsetzen der kräftigen Erho­lung wieder aufgelöst – ein exzellentes Beispiel dafür, dass gutes aktives ­(Risiko-)Management nach wie vor einen Mehrwert für Anleger darstellt.

FONDS-SNAPSHOT
WKN: A143AM
Fondsmanager: Daniel Haase
Volumen: 83,4 Mio. EUR
Auflegungsdatum: 30.12.2015
Typ: flexibler Mischfonds Welt

Dr. Marko Gränitz ist Finanzjournalist mit Fokus auf Themen der Kapitalmarkt­forschung. Auf seinem Blog veröffentlicht er Artikel über zentrale Erkenntnisse wissenschaftlicher Studien. www.marko-momentum.de

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