Structured Solutions Next Generation Resources Fund

Michael Bohn

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Analyse II

Gastbeitrag von Michael Bohn, Greiff Research Institut GmbH

Potenzial durch E-Mobilität
Mit Themen- oder Branchenfonds ­versuchen risikofreudige Anleger, das Mehr an Rendite innerhalb ihres Portfolios herauszukit­zeln. Dazu zählt sicherlich seit jeher auch der Rohstoffsektor, wobei dieser mittlerweile dank der Elektromobilität mehr zu bieten hat als nur Öl, Edelmetalle oder Soft Commodities. Bereits 2009 erkannte Tobias Tret­­ter das enorme Potenzial, das sich hinter der E-Mobilität verbirgt. Er ist seit ­Auflage (2010) Investment Advisor des Structured Solutions – Lithium Index Strategie Fonds, der im März 2017 in Structured Solutions Next Generation Resources Fund umbenannt wurde. Zum Start bestand das Portfolio des Fonds, der als Indexfonds auf­gelegt wurde, zu 100% aus Aktien von Lithium­unternehmen. Seit der Umstellung investiert Tretter aktiv auch in an­dere (Batterie-)Metalle wie z.B. Kobalt, Nickel, Zink oder Grafit. Der Strategiewechsel hat sich bis dato bezahlt gemacht – so erhielt der Fonds immer wieder entsprechende Auszeichnungen mit Bestnote.

Stock Picking
Als Researchquellen nutzt Tretter neben den klassischen Researchreports der Broker oder der Unternehmen selbst auch ­Primary Research und Besuche der Minen vor Ort. Dadurch erhält er die Möglichkeit, sich über landestypische Gegebenheiten, geologische Befunde sowie die Situation der Minenarbeiter ein Bild zu machen. Darüber hinaus achtet Tretter bei der Unternehmensanalyse auf die Fundamental­daten und die Bewertung. Auch die ESG-Kriterien kommen beim indexunabhängigen Stock Picking nicht zu kurz. Nicht vernachlässigt werden ­dabei auch die Position im Minenzyklus (Junior, Major, Explorer) und natürlich die zu erwartende Rendite. Innerhalb des Minenzyklus sieht der Fondsadvisor das beste Chance-Risiko-Verhältnis bei den Juniors, und so ist es kein Wunder, dass diese Unternehmen rund die Hälfte des Portfolios ausmachen (Majors: ca. 36%; Explorer: ca. 12%). Hintergrund: Gerade in Produktion gegangene oder kurz da­vorstehende Juniors haben die größten ­Risiken hinter sich und sind oftmals ­begehrte Übernahmekandidaten für die großen Majors. Positionen werden z.B. dann verkauft, wenn sie ihr Ziel im Lebens­zyklus (einhergehend mit dem Kursziel) erreicht haben oder gegen die ESG-Kriterien verstoßen. Fremdwährungen können abgesichert werden.

Herausragende Performance
Lithium ist nach wie vor am stärksten gewich­tet (ca. 46%) – und das wird sich so schnell auch nicht ändern, ist es doch der wichtigste Rohstoff zur Herstellung der Batterien bei Elektrofahrzeugen. ­Neben den „Batteriemetallen“ sind auch Investitio­nen in Rohstofffirmen möglich, die „tradi­tionelle“ Rohstoffe wie Gold oder Silber abbauen. Das Fondsvolumen liegt bei ca. 114 Mio. EUR und die Performance ist mit +176,43% über zwölf Monate, +44,55% über die letzten drei Jahre und +301,63% über fünf Jahre mehr als überzeugend. Doch aufgepasst: Die Zahlen (alle per 26.2.2021) werden aufgrund der Speziali­sierung des Fonds auf ­Rohstoffsubsektoren mit teilweise hohen Schwankungen erzielt. So hat der Fonds beispielsweise im Kalender­jahr 2018 mit einem Minus von ca. 50% eine stärkere Kurskorrektur erfahren. Für eine Investition sprechen trotz der hohen Volatilität sicherlich die immensen Chancen, die hier nach wie vor stecken. Und wer an die langfristig orientierte Story der E-Mobilität glaubt, findet bei Commo­dity Capital die dafür notwendige Expertise und Experten in Sachen Rohstoffe bzw. Batteriemetalle.

FONDS-SNAPSHOT
WKN: HAFX4V
Fondsadvisor: Tobias Tretter
Volumen: 114,3 Mio. EUR
Auflegungsdatum: 12.1.2010
Typ: Aktienfonds Rohstoffe

Michael Bohn ist Geschäftsführer der Greiff Research Institut GmbH, leitet den Bereich „Fondsanalyse/-research“ und verfügt über 20 Jahre Investmenterfahrung, u.a. in der Bewertung von Investmentfonds. Die Ergeb­nisse und Erkenntnisse des Researchs finden sich beispielsweise in redaktionellen ­Beiträgen ­wieder. Er leitet das Redaktionsteam der 14-tägig erscheinenden Publikation „Der Fonds ­Analyst“. Vor seiner Tätigkeit bei der Greiff AG betreute Bohn bei einer unabhän­gigen Vermögensverwaltung in ­Freiburg Privat- und Geschäfts­kunden. Er traf dort die ­strategischen Anlage­ent­schei­dungen innerhalb der Vermögensverwaltungs­mandate und war hauptverantwortlich für die Produktauswahl.

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