Multi-Asset-Fonds

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Inside

Große Freiheiten, großer Erfolg?

Die Bandbreite von Multi-Asset-­Portfolios reicht von großen Freiheiten in der ­Auswahl der Anlageklassen je nach Marktlage bis hin zu vorgegebenen Quoten bei der Asset Allo­cation, die in allen Marktphasen eingehalten werden. Erfolgsgarantien gibt es keine – wohl aber Konzepte, die sich langfristig bewährt haben. Es gilt der Satz des legendären Fußballspielers Adi Preißler „Entscheidend is’ aufm Platz“. Die Konstrukte müssen also in der Praxis liefern, was der Ansatz in der Theorie verspricht.

Aktien, aber sicher
Der FU Multi Asset Fonds (WKN: A0Q5MD) aus dem Haus der Heemann Ver­mögensverwaltung AG investiert in ein Aktienportfolio, das bei Bedarf mit hoher Flexibi­li­­tät abgesichert werden kann. Stand ­Ende März lag die Brutto-Aktienquote bei 97%; vorgesehen ist eine Mindestaktienquote von 60%. In den vergangenen Wochen spürten Technologieaktien Gegenwind. Die Heemann-Experten gehen aber davon aus, dass Techs mit großer Marktmacht und nicht zu extremer Bewertung auch ­künftig den breiten Markt outperformen. In drei Jahren wurden mit dem Fonds, der sich auch in unserem Musterdepot befindet, 26,3% erzielt. Damit schlägt er die Vergleichsgruppe* „Mischfonds EUR aggressiv“, die 13,7% gewonnen hat, deutlich.

Defensiv und ertragreich
Eurokritiker und Fondslenker Holger Schmitz setzt im Schmitz & Partner ­Global Defensiv (WKN: A0M1UL) auf einen Mix aus Aktien (aktuell: 45%), Cash und Edelmetallen (aktuell: jeweils ca. 22%). Die Allokation in Renten spielt mit gut 11% eine eher untergeordnete Rolle. Die Aktienseite wird gegenwärtig durch Schwei­zer Blue Chips wie Nestlé und Novartis abgedeckt. Auch Edelmetallminen wie Wheaton Precious Metals finden sich ­unter den Top-Titeln. Das Portfolio eignet sich mit seiner Ausrichtung gut zur Diversifikation eurolastiger Investments. In den vergangenen drei Jahren erzielte der Fonds 18,3%, die Vergleichsgruppe „Mischfonds EUR defensiv“ kam auf 6,1%.

Multi Asset Income
Gerne werden Multi-Asset-Vehikel in der Zinswüste auch genutzt, um regelmäßige Einkommenszuflüsse zu generieren. Der BlackRock Global Multi Asset Income Fund (WKN: A1JZCH) verfolgt mit ­einer Aktienquote zwischen 30% und 50% (aktuell: ca. 40%) einen eher risikoaversen Ansatz. Fondsmanager Michael Fredericks setzt auf eine breite Streuung, die u.a. divi­den­denstarke Aktien und einen Mix unter­schiedlicher Anleihesegmente umfasst. Für Sicherheit sorgen hochwertige Bonds; Rendite kommt von Schwellenländeranleihen und aus dem High-Yield-Segment. Ergänzt wird der Ansatz durch eine Covered-Call-Stra­tegie. Der Fonds erzielte auf Sicht von drei Jahren einen Wertzuwachs von 20,4% und lag damit leicht unter der ­Vergleichsgruppe „Mischfonds USD ausgewogen“ mit 21%.

Konjunkturbasiertes Investieren
Der von Alexander Posthoff gelenkte Ban­tleon Global Multi Asset (WKN: A1JBVE) ist Anlegern noch unter dem ehemaligen Namen Family & Friends bekannt. Die Stra­tegie kann bis zu 75% in Anleihen, bis zu 40% in Aktien und bis zu 20% in Industrie­rohstoffe/Edelmetalle investieren. Die Asset Allocation wird über die Identifizierung konjunktureller Wendepunkte gesteuert. Aktuell sehen die BANTLEON-Experten durch die Impfkampagne positive Konjunk­tursignale in den USA und in der Eurozone. Kehrseite ist ein steigender Inflations­druck und steigende Renditen. Entsprechend wird das Anleihesegment ausgerichtet. Das beinhaltet u.a. eine verkürzte Duration sowie ein verstärktes Investment in ­Corporate Bonds und inflationsindexierte Anleihen. Auf der Aktienseite sehen die Strategen ­eine Rotation hin zu zyklischen Sektoren. Auf Sicht von drei Jahren erzielte der Fonds 10,7% und lag damit über der Peergroup „Mischfonds EUR defensiv – Global“, die auf 6,4% kam.

Fokus Sachwerte
Die Investmentstrategie des SOLIT Werte­fonds (WKN: A2AQ95) zielt auf den Vermögensschutz in Zeiten von Inflationsgefahr, Schuldenexzessen und Papiergeld. Der Fokus liegt klar auf Sachwerten. Das Portfolio besteht aus einem Mix aus Edelmetal­len, Minenaktien und ­Unternehmenstiteln unterschiedlicher Sektoren. Auch Bitcoin-Investments sind beigemischt. Der von der Plutos Vermögensverwaltung AG verantwortete Aktienanteil wird aktiv gesteuert. Mit der Cashquote (aktuell: 16%) können bei Rückschlägen antizyklisch Chancen genutzt werden. Perspektivisch sollen mit steigendem Fondsvolumen weitere Assetklassen wie Wald, Ackerland und Diamanten berücksichtigt werden. Auf Sicht von drei Jahren hat der Fonds 30,1% erzielt. Damit liegt er deutlich über der Vergleichsgruppe „Mischfonds EUR flexibel – Global“, die ein Plus von 10,2% erreicht hat.

Erfolgsrezept Tech und Gold
Der von Thomas Bartling gelenkte CONCEPT Aurelia Global (WKN: A0Q8A0) setzt auf eine Mischung von Innovation und Werterhalt. Im Portfolio wird dieser Ansatz mit einem Fokus auf Technologie- und Edelmetallaktien erfolgreich umgesetzt. Zur Risikominderung werden Absicherun­gen eingesetzt oder Cash aufgebaut. In den ver­gangenen Wochen wurde der Rückgang des Goldpreises antizyklisch für Zukäufe genutzt. In den vergangenen drei Jahren hat der Fonds 34,2% erzielt und damit deutlich mehr als die Peergroup „Mischfonds EUR flexibel – Global“.

Blick in den Maschinenraum
Gregor Nadlinger ist der Master Mind hin­ter der Strategie des Managed Profit Plus (WKN: A0MZM1). Das Renditeziel, nämlich der Ausgleich der Inflationsrate in der Eurozone plus 3% p.a., ist seit Auflegung 2007 deutlich übertroffen worden. Das Port­folio setzt sich aus Aktien (aktuell: ca. 67%), Anleihen (ca. 23%) und Cash (ca. 11%) zusammen, für die Steuerung der Drawdowns ist ein Risk Overlay vorgesehen. In den letzten drei Jahren erzielte der Fonds 30,7% und damit deutlich mehr als die Vergleichsgruppe „Mischfonds EUR ausge­wogen – Global“ mit 12,7%. Details zum Ansatz des Fonds lesen Sie im Interview auf S. 34.

Beim Investmentansatz des Plutos Multi Chance (WKN: A0NG24) kann Fondsma­nager Thomas Käsdorf grundsätzlich ­große Freiheiten nutzen. In der aktuellen Niedrigzinsphase verzichtet er auf Anleihen – dafür setzt er auf eine an fundamentalen und technischen Kriterien ausgerichtete Aktienauswahl. Zur Risikobegrenzung wird u.a. eine Stopp-Loss-Strategie eingesetzt. Details lesen Sie im Interview auf S. 60. Auf Sicht von drei Jahren wurden exzellente 71% erzielt und damit deutlich mehr als bei der Peergroup „Mischfonds EUR aggressiv – Global“ mit 21,4%.

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