Prévoir Gestion Actions

Patrick Wittek

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Analyse

Gastbeitrag von Patrick Wittek, Fonds Laden GmbH

Über Internetdatenbanken lassen sich weit mehr als 500 europäische Aktienfonds ermitteln. Nach Begrenzung des ­Universums auf Europafonds ohne UK-Anteil, unter denen der Prévoir Gestion Actions (PGA) eingruppiert ist, ist die Auswahlmöglichkeit mit über 200 Produkten immer noch riesig. Bei diesem „Wettrennen“ führt Mana­ger Armin Zinser mit seinem Fonds regelmäßig die Ranglisten an.

Österreichische Schule
Wir begleiten Zinser mit den uns anvertrau­ten Kundengeldern seit rund zehn Jahren und sind besonders vom Anlagegrundsatz des Fonds überzeugt, der nach den Lehren der Österreichischen Schule ausgerichtet ist. Demnach sollte sich die Wirtschaftspolitik zur Erreichung des allgemeinen Wohlstands auf die Schaffung eines Ordnungsrahmens beschränken, in dem sich unternehmerisches Handeln frei entfalten kann und Preise durch Angebot und Nachfrage bestimmt werden. Offensichtlich weicht dieser Ordnungsrahmen immer ­stär­ker von besagtem Ideal ab, was etwa an den Niedrig- und Negativzinsen oder der expan­siven Geldpolitik der vergangenen Jahre abzulesen ist.

Zinsers Wohlstandsportfolio
Zunächst werden über einen ­quantitativen Filter und ein Scoringmodell von den mehr als 4.500 börsennotierten Unternehmen in Europa 10% der Firmen ermittelt, die für das Portfolio infrage kommen. Im Anschluss geht es ans Eingemachte. Gemäß der Investmentphilosophie Zinsers verwundert es nicht, dass der Fokus bei der Titelauswahl auf schöpferischem Unternehmertum basiert. Die Konzerne sollten nicht unter staatlichem Einfluss stehen. Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf der Qualität der Unternehmen. Innovationen und die Fähigkeit, weltweit zu ­exportieren, sind weitere Grundeigenschaften seiner Beteiligungen. Fündig wird man auch bei weniger liquiden Titeln, die vom Radar potenzieller Shortseller nicht erfasst werden. Das erklärt die strukturelle Über­ge­wichtung von Small- und Mid Caps. Rund 65 Aktien im Fonds sind das Resultat der umfangreichen Analyse.

Gewinne laufen lassen
Es gibt keine fixen Zielkurse, Gewinne werden laufen gelassen. Ein gutes Beispiel dafür ist die Aktie des Pharma- und Labor­zulieferers Sartorius, die sich seit über zehn Jahren im Fonds befindet. Dagegen werden Verluste rasch eliminiert. Soll heißen: Verkauf bei 8% hinter dem Vergleichsindex. Da stets auf solide Bilanzen geachtet wird, mussten im Zuge der Corona-Krise und der damit verbundenen drastischen Kurseinbrüche keine Notverkäufe getätigt werden – jedoch hat man sich von ­Aktien aus den Sektoren der Flugzeug­industrie oder der Reise- und Eventbranche getrennt und dafür den Bereich E-Commerce ausgebaut. Keine Panik vor Klumpenrisiken: Die starke Quote in IT-Werten kommt aufgrund des Trends zur Digitalisierung zustande und kann jederzeit flexibel geändert werden.

Fazit
Gegenüber seiner Benchmark glänzt der PGA mit einer beeindruckenden Performance: ein Jahr 60%, fünf Jahre 100%, zehn ­Jahre 250% (EURO STOXX NR 40%, 30%, 40%). Der Fonds war bisher eine „One-Man-Show“. Jüngst ist Vinzent Sperling als Fondsmanager mit an Bord ­gekommen, dessen persönliche Investmentphilosophie völlig mit Zinsers übereinstimmt. Stock Picking par excellence aus Paris – wir bleiben überzeugt vom PGA!

Patrick Wittek ist seit vielen Jahren im Finanzgeschäft tätig. Nach unterschied­lichen Stationen in der Vermögensberatung kam er 2002 zum Fonds Laden (www.fonds-laden.de). Der zertifizierte Fondsberater (EAFP) und Hedgefonds-Advisor (EBS/BAI) ist Geschäftsstellenleiter mit den Schwerpunkten Fondsanalyse und ­Kundenberatung.

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