Aktien Spezial – Editorial

ARTIKEL TEILEN

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn
Share on email
Email

Unterrepräsentierte Anlageklasse mit hoher Substanzkraft

An Aktien führt kein Weg vorbei – sie sind langfristig allen anderen liquiden Anlageklassen überlegen. Trotz mancher Krisen und Crashs in den letzten 120 Jahren ­haben sie Anleihe- und Geldmarktpapiere weit hinter sich gelassen. Eine aktuelle Studie der Credit Suisse von 1900 bis 2020 belegt dies eindrucksvoll: „Über mehrere Jahrzehnte und Ländergrenzen hinweg gerech­net zeigt sich: Globale Aktien ­haben in dieser Zeit eine annualisierte, infla­tions­bereinigte Rendite von 5,3% erzielt – im Vergleich zu 2,1% für Anleihen und 0,8% für Schatzwechsel (beispielsweise Geldmarktpapiere oder kurzfristige Schuldverschreibungen der öffentlichen Hand)“. 1

Andererseits sind Investitionen in Einzeltitel riskant. Dies zeigt auch eine Studie des Flossbach von Storch Research Ins­titute zu 990 Aktien aus Deutschland. Weni­ger als die Hälfte aller Aktien entwickelte sich demnach wie erwartet – und jede fünfte erweist sich sogar als Totalverlust. In den 17 Jahren, die die Studie betrach­tet hat, verlor jede fünfte Aktie 90% oder sogar mehr an Wert. Nur 61% der Titel kamen in diesem Zeitraum überhaupt auf eine positive Rendite – und dies, obwohl das Analysehaus seine Untersuchung im Januar 2003 startete, also nachdem die Technologieblase bereits geplatzt und die Aktienkurse tief gefallen waren. Hätten sie im Januar 2000 begonnen, schreibt die Süddeutsche Zeitung (SZ), wären die Ergebnisse noch viel schlechter ausgefallen. 2

Welche Aktien sind also die richtigen? Genau diese Frage beschäftigt die Anleger auf der Suche nach sinnvollen Investments. Eine interessante Möglichkeit ist die noch deutlich unterrepräsentierte Anlageklasse der börsennotierten Beteiligungsunternehmen. Es handelt sich hierbei um Aktien von Beteiligungsgesellschaften, Holdings und Mischkonzernen. Diese ­Unternehmen verfolgen Diversifizierungsstrategien, um vor allem Wettbewerbsvorteile zu erzielen und nachhaltige Vermögenswerte zu schaffen. Ihre Geschäftsmodelle bestehen hauptsächlich darin, Beteiligungen an anderen eigenständigen Unternehmen zu erwerben oder Unternehmen zu kaufen. Diese können langfristig gehalten, entwickelt und integriert werden. Darüber hinaus ­können Unternehmen nach einiger Zeit mit Gewinn wieder veräußert werden. Zugleich erwirtschaften die meisten Beteiligungsunternehmen häufig durch ihr ­Kerngeschäft hohe operative Cashflows, halten ­ausreichend Cash für antizyklische Investments und ­bergen z.B. Spin-off-Potenziale. ­Außerdem bieten spezialisierte Beteiligungsunternehmen Investoren einen Zugang zu ­speziellen Themen, Branchen und Märkten. Viele dieser Unternehmen bestehen seit mehreren Jahrzehnten, einige von ihnen haben eine Historie von über 100 Jahren. Sie ­haben eine hohe Substanzkraft, ­zahlreiche Krisen überstanden und sich immer ­wieder neu erfunden, weiterentwickelt und verbessert. Beteiligungsunternehmen bauen die zukünftigen Gewinner!

In diesem „Aktien-Spezial“ werden die Potenziale dieser Anlageklasse aufgezeigt, die Investmentstrategien der Aktien börsen­notierter Beteiligungsunternehmen erläutert und anhand von Unternehmensbeispielen unterlegt. Diese werden am Ende des Beitrags in einer Tabelle zusammengeführt.

Eine aufschlussreiche, informative und gewinn­bringende Lektüre wünscht


Gunter Burgbacher von der Greiff capital management AG und der VVO Haberger AG ist der Portfoliomanager und einer der Initiatoren des Aktienfonds für Beteiligungsunternehmen (WKN: A2JQJC und A2PE00). Er ist seit 2003 Financial Consultant, zerti­fiziert nach: 34 c, d, f, i GewO und verfügt zusätzlich über eine langjährige Expertise im Anlagesegment für börsennotierte Beteiligungsunternehmen. Seit Januar 2019 ist er neben der VVO Haberger AG auch für die Greiff capital management AG tätig.

Der Aktienfonds für Beteiligungsunternehmen ist ein international anlegender Investment­fonds, der zum ersten Mal ausschließlich in Aktien von börsennotierten Beteiligungs­gesellschaften, Holdings und ­Mischkonzernen investiert. Das Fondsmanagement selektiert die besten Investmentideen, gewichtet diese gleich, achtet darauf, Redundanzen zu vermei­den, und hält eine Cashposition für chancen­reiche Investments. Mit einer Kombination von 25 bis 40 Beteiligungsunternehmen hat der Aktienfonds unter dem Aspekt der Diversifizierung institutionellen Charakter.

1 Quelle: FONDS professionell, 5.3.2021.
2 Quelle: FONDS professionell, 3.3.2021.

UNSERE EMPFEHLUNGEN