Aktien Spezial – Unternehmensbeispiele:

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Die „Buffetts“ dieser Welt

Zahlreiche Anleger stellen sich die Frage, ob es nicht kleinere und agilere Alternativen zu Berkshire Hathaway gibt, Unternehmen mit anderen Investmentstrategien oder die nach ähnlichen Prinzipien geführt werden, aber z.B. mit mehr Hang zu Technologie- und Wachstumswerten, zu Small Caps oder zu Europa und Asien. Weltweit finden sich wesentlich mehr Alternativen als gemeinhin ­bekannt.

Investment AB Latour
aus Göteborg, Schweden, hält über 20 Invest­mentbeteiligungen, darunter z.B. ASSA ABLOY und TOMRA. Das Unternehmen ist in zwei Segmenten aktiv: zum einen mit Indus­trie- und Handelsgeschäften in vollständigem oder Teilbesitz, zum anderen mit einem Portfolio von börsenno­tierten Investmentbeteiligungen. Von 2003 bis heute ­wurden über 85 Akquisitionen realisiert. Latours Strategie sind dabei werthaltige Langzeit­investments. Über 75% des aktuellen NAV stellen Beteiligungen dar, die seit über 20 Jahren im Portfolio gehalten werden. Seit dem Start 1985 liegt die Wertentwicklung der Aktie bei über 100.000% – das entspricht bei einer Anlage von 1.000 EUR einem Kapitalzuwachs von 1 Mio. EUR.

Naspers
aus Kapstadt, Südafrika, wurde vor über 100 Jahren gegründet und hält über 50 wachstums­orientierte Investmentbeteiligungen, ­darunter Tencent. Allein diese Beteiligung ist mehr wert als die aktuelle Marktkapitalisierung der Betei­li­gungsgesellschaft. 2019 erfolgten ­deswegen Spin-­offs der MultiChoice Group und der Internetbeteiligungen in Prosus, die an der Euronext in Amsterdam notiert und ­damit Europas größter Internetkonzern ist. Naspers’ Fokus liegt auf großen ­Veränderungen durch den Einsatz von künstlicher Intelli­genz, z.B. maschinellem Lernen. Als einer der weltweit größten ­Technologieinvestoren setzt Naspers in erster Linie auf Beteiligungen aus dem IT- und E-Commerce-Sektor, die in ihren jeweiligen Ländern ­bereits Marktführer sind oder zumindest das Potenzial zur Marktführerschaft haben.

Wheaton Precious Metals
aus ­Vancouver, Kanada, ist eines der ­größten Edelmetall-Streaming-Unternehmen der Welt. Es ­bietet Anlegern eine ­Hebelwirkung auf ­steigende Silber- und Goldpreise, eine nachhaltige Dividende sowie organische und akquisitorische Wachstumschancen. Das Unternehmen hat Vereinbarungen ­getroffen, um die Edelmetall- oder z.B. auch Kobaltproduktion ganz oder zum Teil aus hochwertigen ­Minen zu kaufen. Wheaton hat derzeit Streamingver­einbarungen für 19 Minen und neun Entwick­lungsprojekte sowie Investment­betei­li­gun­gen an di­versen börsennotierten Minen­unter­neh­men. Wheaton erzielte 2020 die höchs­ten Gesamt­umsätze in seiner ­Vergleichsgruppe „Royalty- and Streamingunternehmen“.

CK Hutchison Holdings
aus Hongkong, China, ist eine weltweit operierende Holdinggruppe, deren ­Ursprünge bis 1828 ­zurückgehen. Sie ­entstand durch eine Restruktu­rierung der Cheung Kong Holdings sowie aufgrund des Zusammenschlusses mit Hutchison Whampoa im ­Juni 2015. Zusammen mit den 27 Tochter­gesellschaften betreibt das Unternehmen sein Geschäft in den Segmenten: ­Häfen und damit zusam­menhängende Dienste; Immobilien und Hotels; Einzelhandel; Energie, Infra­struktur, Investments und Telekommu­nikation. Die Aktie notiert schon länger weit unter dem Buchwert, bietet aber eine Dividendenrendite um die 5%.

SoftBank Group
aus Minato, Japan, ist ein Technologie­kon­zern mit den Unternehmensbereichen Breitbandfernsehen, Telekommunikation, E-­Com­merce, Internet, Robotik, KI, Technolo­gieservice, Finan­zen, Medien sowie Ver­mark­tung und ­zudem der größte Techno­logiein­vestor der Welt. In den Vision Funds 1, 2 und dem ­Latin America Fund, dem größten Technologiefondsverbund, befinden sich ­bereits über 160, unter dem Dach der Holding tummeln sich insge­samt mittlerweile mehr als 1.000 Be­tei­li­gungen. Zu SoftBank gehört z.B. ARM, die an NVIDIA verkauft wird; größte Invest­mentbeteiligung der ­Gruppe ist Alibaba, die größte IT-Firmengruppe ­Chinas.

Sofina
aus Brüssel, Belgien, wurde bereits 1898 ­gegründet. Das Unternehmen war zunächst mit einer Reihe bedeutender inter­nationa­ler Beteiligungen und Konzessionen im Energie- und Transportsektor in Europa und Amerika tätig; seit den 1960er-Jahren ist es eine reine Holding­gesellschaft. Heute investiert sie ausschließ­lich in Minder­heitsbeteiligun­gen (hauptsächlich Aktien börsennotierter Unternehmen) in folgen­den Geschäftsfeldern: ­Konsumgüter und Einzelhandel, digitale Trans­formation, Bildung und Gesundheitswesen. Aktuell hält Sofina über 130 langfristig ausgelegte Minder­heitsbeteiligun­gen, darunter z.B. Anteile an bioMérieux und DANONE. Darüber hinaus ist Sofina ein renommierter Investor in Venture-Capital und Private-Equity-­Fonds.

Halma
aus London, UK, wurde bereits 1894 in Sri Lanka als The Nahalma Tea Estate Com­pany Limited gegründet. Da die ­Plantage später hauptsächlich Kautschuk produzierte, wurde die Firma 1937 in Nahalma Rubber Estate Company ­Limited umbenannt. Im Rahmen der Verstaat­lichung der ­Kautschukproduktion ging die Plantage in staatliche Verwaltung über und die ab 1956 Halma Investments ­Limited genannte Holding erschloss mittels Buy and Build neue Geschäftsfelder..Heute ist Halma eine Gruppe von über 35 Technologieunternehmen aus den Bereichen Ge­fahrenerkennung und Lebensschutz zur Verbesserung der Lebensqualität von Menschen weltweit. In den letzten 40 Jahren ­wurde die Dividende jedes Jahr um mindestens 5% ­gesteigert.

Koç Holding
aus Istanbul, Türkei, der führende Mischkonzern im Land, ist über seine Tochtergesellschaften in einer Reihe von Sektoren tätig und praktisch an allen wichtigen hiesigen Firmen beteiligt. Kaum ein Lebens- und Geschäftsbereich deckt das Konglo­merat nicht ab. Zu diesen gehören Automobile, Haushaltsgeräte, Unterhaltungs­elektronik, Lebensmittel, Finanzdienstleis­tun­gen, Energie, IT, Tourismus und Bau. Viele Marken und Produkte werden in Eigen­regie oder in Kooperation mit Konzernen wie z.B. Ford oder UniCredit angeboten. Aufgrund dieser breiten Bran­chendiversifi­kation stammen mittlerweile rund 10% der Exporte der Türkei von der Koç Holding.

Reliance Industries
aus Mumbai, Indien, ist einer der größten Mischkonzerne der Welt. ­Geschäftsführer Mukesh Ambani diversifizierte den ursprüng­lichen Textil- und Ölkonzern weiter, z.B. in die Bereiche Life Sciences und Telekommuni­kation. Die 2016 eingeführte digitale Sparte Jio wächst stark und ist mittlerweile die Cash Cow des Konzerns. Reliance verfügt damit über ­eine dominante Marktstellung und hat diese durch strategische Partnerschaften u.a. mit Facebook und Alphabet erweitert. Durch den Verkauf von rund 25% dieser Tochtergesellschaft und mit weiteren Kapital­maßnahmen im Jahr 2020 ist der Konzern netto schuldenfrei. Auch die Einzelhandelssparte wächst stark, vor allem der Lebensmittelhandel. Allein zwischen 2017 und 2019 haben täglich landesweit zehn neue Filialen eröffnet.

Alle vorgestellten Unternehmen sind auf ihre Weise seit vielen Jahren erfolgreich und bieten eine Bereicherung für jedes Depot oder eine attraktive Ergänzung bzw. sogar Alternative zu Berkshire Hathaway.

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