Biotechnologie in Zeiten der Pandemie

Christian Sammet

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Kolumne

Gastbeitrag von Christian Sammet, WEALTHGATE GmbH

Biotechnologie wird den Medikamentenmarkt weiter revolutionieren und deutliche Fortschritte bringen. Bisher noch als unheilbare geltende Krankheiten werden sich behandeln lassen. Ein Vorgeschmack auf das, was Biotechnologie leisten kann, zeigt sich in der Corona-Pandemie. Noch nie wurden von so vielen Unternehmen in so kurzer Zeit potenzielle Medikamente und Impfstoffe entwickelt. Dies ist erst der Anfang und zeigt, wie leistungsfähig ­diese Branche mittlerweile ist. Konnten bisher vielfach nur Symptome einer Krankheit behandelt werden, lassen sich mit dem Wissen der Genom- und Proteomforscher inzwischen gezielt die Ursachen ­bekämpfen. So eröffnet die Biotechnologie ganz neue Optionen und verbessert zugleich die Einsatzmöglichkeiten für die klassische, mit chemischen Molekülen arbeitende Pharma­industrie. Bereits heute tragen biotechnologisch hergestellte Medikamente rund 30% des Gesamtumsatzes der Pharma­indus­trie in Deutschland bei.

Zielgerichtete Behandlung
Biotechnologie setzt typischerweise auf große Proteine. Die Herstellung basiert auf lebenden Zellen oder Organismen. Die Verabreichung erfolgt, wie beispielsweise bei den mRNA-Impfstoffen gegen COVID-19 von BioNTech oder ­Moderna, als Injektion. Im Gegensatz dazu werden Pharmaprodukte immer oral verabreicht. Es sind in der Regel relativ kleine, ­einfache Moleküle, die durch chemische Prozesse hergestellt werden. Damit haben Biotechmedikamente ganz unterschiedliche Vorteile. Durch die Verwendung von lebenden Zellen eröffnet die Biotechnologie neue Wege, um Krankheiten zu ­behandeln und zu heilen. Dabei sind die ­Medikamente oft in der Lage, Krankheiten genauer und zielgerichteter zu behandeln. Dadurch verur­sachen sie weniger unbeabsichtigte Nebenwirkungen. Zudem erforscht Biotech ­kleine und große Organismen, ­Pflanzen, Tiere und Menschen, aber auch kleinste Teile wie einzelne Zellen oder ­Moleküle.

Volkskrankheiten im Blick
Medizinischem Fortschritt zum Trotz sind vielzählige Krankheiten noch nicht ­heilbar. Gerade bei Volkskrankheiten wie Herz-Kreis­lauf-Erkrankungen, Diabetes oder Krebs haben Wissenschaftler auf der Basis neues­ter Erkenntnisse bereits zahlreiche neue An­sätze für eine noch effizientere Behandlung mit weniger Nebenwirkungen oder gar Heilung von Krankheiten entdeckt. Die Biotechnologie schafft hier zukünftig Lösungen, setzt damit einen wirklichen Megatrend und punktet zudem beim ­Thema Nachhaltigkeit. Die Entwicklung von Biochemikalien aus Enzymen und Mikro­organismen kann dabei helfen, konven­tio­nelle Kunststoffe zu ersetzen. Umweltfreundliche Produkte aus der Biotechnologie leisten somit einen wichtigen Beitrag zur Ernährung und Energieerzeugung oder zur Herstellung biobasierter Produkte und damit zu einer nachhaltigeren Welt.

Fazit
Biotechunternehmen heben sowohl für die Gesellschaft als auch für Kapitalanleger langfristig erhebliche Potenziale und ­bieten attraktive Chancen. Dieser Markt ist ­extrem vielschichtig und nahezu unüberschaubar. Aufgrund der oftmals zeitaufwendigen Entwicklung und Forschung ist der richtige Einstiegszeitpunkt bei den einzelnen Unternehmen umso entscheidender. Anle­gern, die von der Entwicklung in der Biotechnologie profitieren wollen, sei daher eine Fondslösung mit einem breit gestreuten Portfolio empfohlen.

Christian Sammet ist ausgebildeter Vermögensverwalter und Portfoliomanager (WSA). Als Geschäftsführer der WEALTHGATE GmbH zeichnet er für die Bereiche Port­foliomanagement und Vermögensplanung verantwortlich. Seine jahrzehntelange Erfah­rung im Biotechnologiebereich zur Diversifikation großer Familienvermögen setzte er in einem hoch spezialisierten Biotechnologie­fonds um. Der Wealthgate Biotech Aggressive Fund (WKN: A2PYP9 / A2PYP8) investiert in stark wachsende Biotechnologieunternehmen, die in der Forschung und Entwicklung sowie der Vermarktung von innovativen Medikamenten aktiv sind.

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