Healthcarefonds

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Inside

Gesunde Gewinne mit Pharma, Biotech und Co.

Der globale Healthcaresektor mit einer Bewertung von 10 Bio. USD umfasst weit mehr als Pillenproduktion und Wirkstoffforschung. Innovative Segmente wie Digi­tal Health erweitern das Spektrum; daneben existieren weiterhin konservative und gut kalkulierbare Geschäftsmodelle wie die Herstellung von medizinischen Hilfsmitteln. Der Vorteil der ­Gesundheitsbranche für Investoren: Einzelne Subsektoren ­bieten völlig unterschiedliche Chance-Risiko-Profile und die Gelegenheit zur sinnvollen Diversifikation.

Nebenwerte im Fokus
Die Medical Strategy GmbH setzt mit dem MEDICAL BioHealth (WKN: 941135) vor allem auf Nebenwerte mit starkem Wachstumspotenzial, die an innovativen Wirkstoffen arbeiten. Bei der Aktienauswahl finden u.a. die Qualität des Manage­ments und die Finanzierungssituation der Unternehmen Berücksichtigung. Unter den bisher 18 neuen Wirkstoffzulassungen der US-Medikamentenbehörde FDA in ­diesem Jahr stammten zwei Wirkstoffe von den Firmen AnaptysBio und ADC Therapeutics, in die der Fonds investiert. Der Medi­cal BioHealth, der sich auch in unserem Musterdepot befindet, erzielte in drei ­Jahren 35,7% und damit geringfügig weni­ger als die Vergleichsgruppe der Branchenfonds Gesundheitswesen* mit 36,6%. Längerfristig sind seine ­Performanceergebnisse, die weniger von der Branchenentwicklung, sondern eher von den Erfolgen der ausgewählten Unternehmen bestimmt werden, dagegen überdurchschnittlich.

Healthcare ohne Medikamente
Der von Stefan Blum gemanagte Bellevue BB Adamant Medtech & Services (WKN: A0RP23) bewegt sich im ­Healthcaresektor in einem Segment, in dem Erfolge bei Wirk­stoffentwicklungen und der Laufzeit von Pillenpatenten keine Rolle spielen. Das Anlageuniversum umfasst den gesamten Gesundheitssektor mit Ausnahme des Medikamentenbereichs. Blum verfolgt einen Bottom-up-Ansatz, der u.a. den medizinischen Nutzen, das Einsparpotenzial im Gesundheitswesen und die Marktchancen fokussiert. Mit 21,8% sind aktuell Unternehmen aus dem Kosten- und Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen (Managed Care) und mit 20,7% Firmen aus dem kardiologischen Bereich am höchs­ten gewichtet. Zu den Top-Titeln zählen das Diagnostik- und Pharmaunternehmen Abbott Laboratories und der ­Mischkonzern Danaher, der die Healthcaresparte von Gene­ral Electric aufgekauft hat. Das Portfolio ist mit einem Anteil von 91% stark auf die USA fokussiert. In drei Jahren erzielte der Fonds, der sich ebenfalls in unserem Fondsmusterdepot befindet, eine Performance von 47,6%. Damit hat er die Vergleichsgruppe deutlich hinter sich gelassen.

Innovationskraft im Blick
Der L&G Healthcare Breakthrough ETF (WKN: A2PM51) setzt auf Unternehmen der Gesundheitstechnologie, die u.a. die Sub­sektoren Diagnose, Genforschung und Digi­tal Health abdecken. Der ETF bildet den ROBO Global Healthcare ­Technology and Innovation Index nach, der mit über 80 Titeln recht breit diversifiziert ist. Die Indexbestandteile, die sich durch Inno­vationskraft und entsprechendes Wachs­tums­potenzial auszeichnen, werden über ein ­Scoringmodell identifiziert. Zu den Top-Holdings zählt STAAR Surgical, ein Entwickler von implan­tierbaren Kontaktlinsen. Der ETF wurde im Juni 2019 aufgelegt und hat seither ­einen Wertzuwachs von 66% verbucht.

Marathonläufer
Der 1995 aufgelegte AB International Health Care Portfolio (WKN: 974522) blickt auf einen jahrelangen erfolgreichen Track Record zurück. Ein Bestandteil des Erfolgsrezepts: Fondsmanager Vinay ­Thapar achtet stark auf die Reduzierung zwischenzeitlicher Verluste. Sein Bottom-up-­Ansatz zielt auf Unternehmen mit langfristigem Wachstumspotenzial, starker Cashflowgenerierung und attraktiven Bewertungen ab. Rund 30% des Portfolios sind in Pharmatiteln investiert, jeweils rund 21% in Biotechs sowie den Sektor medizinische Ausstattung und Zubehör. Zu den am höchsten gewichteten Titeln zählen Blue Chips wie die UnitedHealth Group. Anle­ger verdienten in drei Jahren mit 44,9% besser als die Vergleichsgruppe.

Biotechportfolio
Mit Biotechunternehmen verbinden sich große Hoffnungen, u.a. bei der ­Bekämpfung von Krebs und neurologischen Erkrankun­gen wie multipler Sklerose und Parkinson. Mittlerweile machen biotechnologisch herge­stellte Medikamente 30% des Pharmaumsatzes in Deutschland aus. Der WEALTH­GATE Biotech Aggressive Fund (WKN: A2PYP9) investiert in Unternehmen unterschiedlicher Größe. Aus einem Anlage­universum von rund 500 Titeln wird ein Portfolio von ca. 100 Aktien zusammengestellt. Initiator und Portfoliomanager Christian Sammet legt bei der ­Titelauswahl Wert auf das richtige Timing. Für den Fonds interessant sind Unternehmen, ­deren Wirkstoffe kurz vor der Zulassung stehen. Zu den Top-Holdings des im April 2020 lancierten Produkts (+5,7% seit Auflegung) zählt der in der Bekämpfung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen tätige Biopharmakonzern Amarin. Eine Kolumne von Christian Sammet finden Sie auf S. 34.

Risikoaverses Portfolio
Die Grundidee des nova Steady HealthCare (WKN: A1145J) besteht darin, ein besonders risikoaverses Portfolio zu kons­truieren. Fondslenker Dr. Andreas Bischof verzichtet dabei komplett auf Biotechunternehmen und investiert nur in geringem Umfang in Pharmaaktien. Gesucht ­werden Titel mit niedriger Volatilität, die an den Börsen entwickelter Volkswirtschaften n­otiert sind. Im Fokus des Fonds stehen schwankungsarme Geschäftsmodelle, wie sie beispielsweise Zulieferer für ­Laborzubehör oder Gesundheitsdienstleister bieten. Das konzentrierte Portfolio besteht aus rund 30 Titeln, die aus einem Anlageuniversum von ca. 1.700 Aktien ausgesucht werden. In drei Jahren erreichte der Fonds auf ein Plus von 33,9% und damit etwas weniger als die Vergleichsgruppe.

Wachstumsmarkt Digital Health
Der apo Digital Health Aktienfonds (WKN: A2AQYW) konzentriert sich auf den Wachstumsmarkt Digitalisierung im Healthcaresektor. Das Anlageuniversum reicht von der Gesundheits-IT über den Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) bis zur Telemedizin. Experten prognos­tizieren für die KI-Nutzung in der Me­dizin in den kommenden fünf Jahren ­Umsatzsteigerungen von 45% p.a. Wesentliche Kriterien bei der Aktienaus­wahl sind der Innovationsstand, die Manag­ementqualität und die Bewertung der Unternehmen. Knapp 76% sind in den USA investiert. Der Fonds hat in drei Jahren herausragende 70,7% zuge­legt und die Peergroup damit deutlich ­geschlagen.

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