Schmitz & Partner Global ­Defensiv

Dr. Holger Schmitz, Fondsmanager des Schmitz & Partner Global Defensiv

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Analyse

Dr. Holger Schmitz blickt mittlerweile auf eine 33-jährige Expertise in der Vermögens­verwaltung zurück. In seiner Anfangszeit bei der FIDUKA-Depotverwaltung ­lernte er unter Börsenlegende André Kostolany das Investmentgeschäft von der Pike auf. Aktuell verantwortet der Anlageexperte den Schmitz & Partner Global Defensiv (WKN: A0M1UL) und den Schmitz & Part­ner Global Offensiv (WKN: A0MURD). Die Mischung der beiden vermögensverwaltenden Fonds, die keine Überschneidung im Portfolio aufweisen, ermöglicht die Abbildung unterschiedlichster individueller Risikoprofile.

Werthaltigkeit und Inflationsschutz
Auf der Aktienseite liegt der Fokus des Defensiv-Portfolios auf substanzhaltigen Unternehmen außerhalb des Euroraums, wie z.B. den Schweizer Blue Chips ­Nestlé, Novartis und Roche. Unter den Top-Holdings findet sich auch der kanadische Edelmetallkonzern Wheaton Precious Metals. US-Wachstumsaktien bewertet Dr. Schmitz als überteuert, im Fonds setzt er schwerpunktmäßig auf Value-Titel aus starken Volkswirtschaften. Die fünf am höchsten gewichteten Titel machen rund 34% des High-Conviction-Portfolios aus. Insgesamt liegt die Aktienquote bei ca. 46% (Stand: 9.6.2021) und damit leicht unterhalb der Höchstgrenze von 50%. Den Mix ergänzen mit rund 23% Gold- und Silber­investments, die u.a. dazu beitragen, das Portfolio gegen Krisen und Inflation zu immunisieren. Abgebildet werden die Edelmetalle über physisch besicherte Schuldverschreibungen. Eine Möglichkeit für Zukäu­fe auf ermäßigtem Niveau – wie während des Corona-Crashs – bietet der Cashanteil, der momentan bei etwa 20% liegt. Eine norwegische Staatsanleihe ­wurde ebenfalls antizyklisch gekauft, als die ­Krone gegenüber der Gemeinschaftswährung aufgrund des sinkenden Ölpreises Schwäche zeigte. Renten als Anlageklasse spielen mit ca. 11% im aktuellen Zinsumfeld ­allerdings eine untergeordnete Rolle.

Inflationsschutz im Blick
Aus Sicht des Fondslenkers ist der Schutz des Vermögens vor politisch gewollter In­fla­tion – die dazu beitragen soll, die stark in der Kreide stehenden Staaten real betrachtet zu entschulden – essenziell. Ein wesent­licher Fokus des Eurokritikers liegt auf der Diversifikation über den Euroraum ­hinaus. Die Cashreserven des Fonds werden hauptsächlich in starken Währun­gen wie dem Schweizer Franken und der norwegischen Krone gehalten. Durch das Aufwertungspotenzial gegenüber dem ­Euro bieten sich Anlegern Chancen auf Währungsgewinne.

Fazit
Die Wertentwicklung des Fonds zeigt, dass auch mit einer defensiven Ausrichtung attrak­tive Renditen erwirtschaftet werden ­können. In den vergangenen drei Jahren erzielte der Fonds annualisiert 7,3% bei einem vergleichsweise geringen Maximum Drawdown von 16,3%. Laut Fondsstatistik von FWW (Stand: 11.6.2021) liegt der Schmitz & Partner Global Defensiv über drei Jahre mit einem Wertzuwachs von 23,4% auf Rang 5 von über 600 Fonds in der Kategorie Mischfonds defensiv Welt. Anleger investieren in ein Portfolio, das die klare Haltung dessen Managers widerspiegelt. Mit seiner Ausrichtung auf Aktien außerhalb des Euroraums sowie Edelmetalle und ­einem aktuell hohen Cashanteil ­eignet sich der Fonds zur Diversifikation von Port­folios, die hauptsächlich in Ländern der Ge­meinschaftswährung investiert sind.

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