SOLIT Wertefonds

Quelle: onvista

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Analyse

Sachwerte im Fokus
Anleger sind oft nicht nur auf der Suche nach geeigneten Produkten, sondern nach Lösungen für ihre Anlageziele. Der ­SOLIT Wertefonds wurde im Januar 2017 als Lösung mit Blick auf exzessives Gelddrucken der Notenbanken und die Enteignung der Sparer durch Nullzinsen mit einem strikten Fokus auf Sachwerte aufgelegt. Die Berater und Buchautoren Marc Friedrich und Matthias Weik waren ursprünglich die Köpfe hinter dem Konzept; der Geburtsname des Fonds lautete Friedrich & Weik Wertefonds. Bis heute wird in physische Edelmetalle (0% bis 30%; akt. mit Stand vom 18.10.: 28%), Minenaktien (0% bis 20%; akt.: 26%), Aktien (0% bis 100%; akt. 21%), Real Assets (0% bis 20%; akt.: 15%) und Cash (0% bis 100%; akt. 11%) investiert. Die Limitierungen sind keine harten Grenzen, ­sondern entsprechen einem langfristig ­angestrebten Mittelwert. Real Assets umfassen momentan u.a. den Silber- und Platin-ETF der ZKB, aber auch Investments in Krypto­währungen. Bei steigendem Fonds­volu­men sind Investments in weitere ­Sachwerte wie Ackerland und Immobilien geplant. Demnächst werden Diamanten ins Portfolio aufgenommen. In die Edelsteine wird über eine Compartmentlösung investiert, also eine Verbriefung unter Ausschluss des Emittentenrisikos. Der Cashanteil, für den Strafzinsen anfallen, umfasst nicht nur Euro, sondern ist über unterschiedliche Währungen diversifiziert. Die Negativ­zin­sen sind der Preis, um mit der stra­tegischen Cashquote antizyklisch Posi­tionen aufbauen zu können. Das aktuelle Portfolio ist transparent und wöchentlich aktualisiert unter www.solit-fonds.de ­einsehbar.

Strategische Ausrichtung
Bei Auflegung verwaltete die Knoesel & Ronge Vermögensverwaltung den allgemei­nen Aktienanteil des Fonds, die übrigen Segmente wurden von der Plutos Vermögens­verwaltung AG gemanagt. Die ursprüngliche Aktienstrategie beschränkte sich auf den europäischen Markt mit einem Fokus auf Sondersituationen. Im Dezember 2020 wurde der Fonds umbenannt. Gleichzeitig übernahm die Plutos Vermögensverwaltung AG auch das Management des Aktienanteils außerhalb der Minentitel. Die neue Aktienstrategie ist global ausgerichtet und nutzt u.a. eine Trendfolge­systematik. Die Investmentleitlinien des Fonds berücksichtigen ethisch-moralische Kriterien. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um den Ausschluss bestimmter Ge­schäfts­modelle wie etwa der Produk­tion geächteter Waffen. Bei den Diamanten­investments wird über Zertifizierungen ausgeschlossen, dass der Abbau unter Verlet­zung von Menschenrechten stattfindet. Ein tiefgehendes Research, das alle ESG-Kriterien umfassend berücksichtigt, ist nicht vorgesehen.

Leistungsbilanz und Fazit
Von der Ratingagentur Morningstar wird der Fonds mit der Höchstwertung von fünf Sternen eingestuft. Auf Sicht von drei Jahren erzielte der Solit Wertefonds, der bei Morningstar in der Kategorie Mischfonds flexibel – Global einsortiert ist, 35,6%; die Peergroup kam auf 17,9%. Der maximale Verlust in diesem Zeitraum lag bei 20,6%. Die aktuellen Kosten befinden sich mit 1,81% im akzeptablen Bereich – allerdings können Anleger bei Überschreiten einer definierten Wertentwicklung mit einer erfolgsabhängigen Gebühr noch zusätzlich zur Kasse gebeten werden. Mit Blick auf die Performance handelt es sich um alles andere als einen „Harmagedon-Fonds“, der nur in Schockszenarien gut performt. Der klare Fokus auf Sachwerte, breite Diversifikation und die ausge­wiesene Expertise der Plutos Vermögensverwaltung AG machen den Fonds zu einem Bollwerk­baustein gegen Negativzinsen, Inflation und Sparerenteignung.

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