Multi-Asset-Fonds

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Inside

Anlageklassenjongleure für jede Marktlage
Das erfolgreiche Aufsetzen von Multi-Asset-Portfolios wird nicht zu Unrecht als Königsdisziplin im Fondsmanagement bezeichnet. Es gibt hierbei allerdings keinen alleinigen Königsweg, der zum Erfolg führt. Eine krisenfeste Streuung, die auch bei harten Rückschlägen des Markts die Nerven der Anleger schont, ist jedenfalls unabdingbar. Die Lehren aus 2022 zeigen, dass ein simpler Mix aus Anleihen und Aktien im Ernstfall kein ausreichender Schutz vor starken Drawdowns ist. Im Jahr 2022, das drastische Verluste für Aktien (S&P 500: -19,4%) und Anleihen (Bloomberg Global Aggregate Bond Index: -16,3%) brachte, hätten Edelmetalle (Gold: -1,4%) als weitere Anlageklasse geholfen, die Verluste deutlich zu reduzieren (Performanceangaben in US-Dollar).

Defensiv und diversifiziert
Der KSAM Einkommen Aktiv (WKN: A113US; +3,4% in drei Jahren und damit mehr als die Peergroup) aus dem Hause Kontor Stöwer Asset Management (KSAM) ist defensiv ausgerichtet. Auf der Rentenseite kann eine breite Palette genutzt werden, die z.B. Staats-, Unternehmens- und Wandelanleihen umfasst. Im Aktiensegment sind sogenannte Value Builder zu etwa 25% im Portfolio vertreten. Diese Unternehmen sind u.a. gut mit Eigenkapital ausgestattet und in der Lage, hohe Margen zu erwirtschaften. Hinzu kommen Investments in Edelmetalle (maximal: 10%). Auf S. 32 lesen Sie ein Interview mit Dirk Stöwer von KSAM.

Sicherer Hafen am Matterhorn
Der Schmitz & Partner Global Defensiv (WKN: A0M1UL; +6,7% in drei Jahren und damit mehr als die Vergleichsgruppe) investiert in die Anlageklassen Aktien (aktuell: 42,0%), Edelmetalle (25,6%) sowie Renten inkl. Rentenfonds (13,3%). Der Cashanteil liegt derzeit bei 19,0%. Fondslenker Dr. Holger Schmitz, ein ausgewiesener Kritiker hoher Staatsverschuldung und der europäischen Gemeinschaftswährung, setzt im Fonds u.a. auf Minentitel wie Wheaton Precious Metals oder Schweizer Blue Chips wie Novartis und Bell. Schmitz sieht den Schweizer Franken weiter im Aufwärtstrend gegenüber den Weichwährungen Euro und US-Dollar. Der Fonds eignet sich gut als Diversifikationsmöglichkeit für eurozentrierte Portfolios.

Werterhalt und Innovation
Fondslenker Thomas Bartling kombiniert im CONCEPT Aurelia Global (WKN: A0Q8A0; -9,6% auf Sicht von drei Jahren und damit weniger als die Wettbewerber) Tech-Aktien, Minenwerte und Edelmetalle. Der Fonds hatte in den vergangenen Jahren eine herausfordernde Phase zu bewältigen. Der Tech-Hype konzentrierte sich stark auf die „Magnificent Seven“; andere Aktien des Sektors wurden durch die Zinswende belastet. Das Erwachen der Edelmetalle in den vergangenen Wochen und gute Quartalszahlen von Micron und Oracle sorgten im März für Rückenwind. Mit Stand Ende März 2024 liegt die physische Aktienquote bei 74,4% mit einer Aktien-Futures-Absicherung von -7,0%, der Edelmetallanteil bei 18,8% und die Cashquote beläuft sich auf 4,5%.

Regelbasierter Ansatz
Der HAC Quant STIFTUNGSFONDS flexibel global (WKN: A143AL; +5,9% und damit mehr als die Vergleichsgruppe) investiert mit Stand Ende März zu 82,4% (mögliche Quote: 51% bis 100%) in Aktien. Die Auswahl der Einzeltitel erfolgt über das regelbasierte, hauseigene Marathonmodell. Dieses berücksichtigt die fundamentale Bewertung; eine niedrige relative Volatilität und ein starkes Momentum sind weitere Auswahlkriterien. Gold ist mit über 10% gewichtet, Renten spielen mit 3,8% eine eher untergeordnete Rolle. Zusätzlich wird mit dem Pfadfindersystem eine Beurteilung der aktuellen Marktsituation vorgenommen. Damit erfolgt das Timing von Absicherungen und die Identifikation von antizyklischen Einstiegszeitpunkten.

Neuer Fonds mit bewährter Strategie
Dr. Uwe Rathausky und J. Henrik Muhle von GANÉ setzen seit Februar 2024 den Investmentansatz des ACATIS Value Event Fonds (WKN: A0X754) im Gané Value Event Fund (WKN: A3ERNQ) um. Der Grund: Acatis hat den beiden von außen wenig nachvollziehbar den Stuhl vor die Türe gestellt. Der neue Fonds wurde mit defensiver Ausrichtung als Gané Global Balanced Fund im Dezember 2023 gegründet, nach der Trennung von Acatis erfolgte die Anpassung an die offensivere Value-Event-Strategie. Die Idee, nämlich eine Kombination von werthaltig orientiertem Investieren in Unternehmen mit nachhaltig erfolgreichen Geschäftsmodellen sowie exzellentem Management und Eventorientierung, bleibt unverändert. Als Event gelten Ereignisse, die die Preis-Wert-Relationen eines Unternehmens verändern. Neben Aktien (51,2%) und Anleihen (44,6%) sind auch höhere Cashbestände (4,3%; jeweils Stand Ende März) möglich, die antizyklisch zum Einstieg genutzt werden können.

Aktien, Renten, Rohstoffe
Die Anfangsbuchstaben der Anlageklassen, in die er investiert, sind die Namensgeber des ARERO-Fonds (WKN: DWS0R4; +10,9% in drei Jahren und damit mehr als die Wettbewerber). Puristisch wie der Name ist auch die Umsetzung der Strategie. Der Ansatz basiert auf einem Konzept des Mannheimer Wirtschaftswissenschaftlers Prof. Dr. Martin Weber. Die ursprüngliche Gewichtung der Anlageklassen, konkret 60% Aktien, 25% Renten und 15% Rohstoffe, wird zweimal im Jahr wiederhergestellt. Auf Markttiming und das Picking von Aktien und Bonds wird verzichtet. Die Abbildung der Anlageklassen erfolgt über Indizes.

Burggraben gegen die Inflation
Der SOLIT Wertefonds (WKN: A2AQ95; +2,9% in drei Jahren und damit mehr als die Vergleichsgruppe) ist als lupenreiner Sachwertefonds angetreten, um die Kundengelder vor Teuerung zu schützen und einen attraktiven Wertzuwachs nach Inflation zu gewährleisten. Einen Schwerpunkt des Fondsportfolios bilden mit aktuell 32% physische Investments in Gold und Silber. Hinzu kommen Aktien von Gold-, Silber- und Uranminen mit zusammen 24%. Ergänzt wird das Portfolio mit Aktien aus Branchen außerhalb des Minensektors (35%). Das Fondskonzept ist hinsichtlich der Gewichtung der Anlageklassen flexibel. So kann beispielsweise die Cashquote theoretisch zwischen 0% und 100% (aktuell: 1%) variieren.

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