Aktien-Update – Atoss Software

Seit Jahren behält der Münchner Software-Anbieter Atoss (aktueller Kurs: 29,10 EUR, WKN 510440) ein verlässliches, nahezu konstantes Wachstumstempo im knapp zweistelligen Prozentbereich bei. Gemäß den ersten Eckdaten für 2013 scheint sich dieser Trend mit kleineren Einschränkungen auch im vergangenen Geschäftsjahr fortgesetzt zu haben. Demnach stiegen die Erlöse im Konzern gegenüber dem Vorjahr um 8% auf 35,5 Mio. EUR. Die Software-Lizenzen, die Basis von Atoss’ Geschäft, legten im selben Zeitraum um 9% zu. Insgesamt entfällt auf den Software-Bereich inzwischen ein Anteil von 62% am Gesamtumsatz, womit sich der Spezialist für Workforce Management voll auf Kurs sieht. Hinter diesem Anglizismus verbergen sich Lösungen zum Arbeitszeitmanagement und zur Personaleinsatzplanung, auf die viele bekannte Unternehmen wie die Deutsche Bahn, Edeka oder die Lufthansa vertrauen. Daneben bietet Atoss seinen Kunden auch Beratungsdienste an. Ebenfalls verbessert präsentierte sich das operative Ergebnis der Münchner. Mit einem EBIT-Zuwachs auf 8,4 Mio. EUR (Vj.: 7,6 Mio. EUR) und einer operative Marge von starken 24% konnte der Aufwärtstrend der Vorjahre bestätigt werden. Aufgrund von kursbedingten Abschreibungen auf den Goldbestand – Atoss hält ein Drittel seiner Liquidität in Form des Edelmetalls – fiel das Finanzergebnis jedoch deutlich negativ aus, so dass der Überschuss letztlich von 5,8 auf 3,0 Mio. EUR zurückging. Dennoch möchte der Vorstand die Basisdividende bei 72 Cent konstant halten. Obwohl im Vorjahr zusätzlich 2,90 EUR je Aktie an die Anteilseigner ausgeschüttet wurden, lag die Liquidität im Konzern zum 31. Dezember bei über 15 Mio. EUR und damit auf einem weiterhin komfortablen Niveau. Für 2014 stellt Atoss einen erneuten Rekordumsatz bei einer EBIT-Marge von „gesichert über 20%“ in Aussicht.

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SI-Kommentar: Klammert man den Sondereffekt im Finanzergebnis einmal aus, so hat sich die überaus solide Entwicklung im operativen Geschäft auch 2013 nahtlos fortgesetzt. Der zum Ende des vierten Quartals leicht rückläufige Auftragsbestand sollte nicht überbewertet werden, zeigt sich der Vorstand für den Verlauf nächsten Monate doch weiterhin optimistisch. Dass es sich hierbei keinesfalls um Zweckoptimismus handelt, hat Atoss in der Vergangenheit mehrfach bewiesen. Der Markt für intelligentes Personal- und Zeitmanagement bleibt überdies attraktiv und für Unternehmen ein wichtiger Faktor zur Optimierung ihrer Arbeitskosten. Auch das Bekenntnis zu einer weiterhin aktionärsfreundlichen Dividendenpolitik ist positiv zu werten. Mit Blick auf 2014 erreicht der Nebenwert ein vertretbares KGV von knapp 19 sowie eine Dividendenrendite von ca. 2,5%. Vor diesem Hintergrund ist für die kommenden Monate eine moderate bis stabile Kursentwicklung zu erwarten. Mit Atoss dürften folglich eher Investoren mit einem längerfristigen Anlagehorizont (2-3 Jahre) glücklich werden. Kurzfristige Rücksetzer als Folge möglicher Gesamtmarktturbulenzen eröffnen wiederum neue Einstiegschancen. (MW)

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