Krisenforschung für das Risikomanagement

Wer sich mit den Krisen von morgen beschäftigt, sollte die Prognostik von früher betrachten. Das schafft Denkweite und Gelassenheit. Zwischen 1970 und 2018 wurden 236 Währungskrisen, 75 Staatsschuldenkrisen und 151 Bankkrisen auf internationaler Ebene gezählt. Die meisten Finanzkrisen, in deren Verlauf feste Wechselkurse zusammenbrachen und massive Kapitalabflüsse stattfanden, breiteten sich in diesem Zeitraum in den Schwellenländern aus. Aber auch in den entwickelten Industrieländern gab es bereits vor 2008 Krisen mit erheblichen Folgen, so etwa in den 1990er-Jahren in Schweden, Norwegen und Japan.

Fonds – Kolumne

Anleihen-Ausfall Nachdem Argentinien in 2001 Anleihen in Höhe von ca. 100 Mrd. USD ausfallen ließ, mussten die Gläubiger entscheiden: Verzicht auf über 70% der Anlage oder den steinigen Weg der Rechtsdurchsetzung. Über 90% der Investoren scheuten den Klageweg – sei es aus regulatorischen Gründen oder in Ermangelung tiefer Taschen.

Fonds – Interview

Smart Investor: Gold profitiert gegenwärtig von der Krimkrise. Wie stellt sich aus Ihrer Sicht der mittelfristige Ausblick für Edelmetallminenaktien dar? Berlenbach: Mit dem Einsetzen der Krise haben wir zwar einen Anstieg des Goldpreises gesehen, aber wenn sich die Lage dort wieder beruhigen sollte, werden diese „safe haven“-Käufe auch schnell wieder aufhören. Ich halte die Entwicklung der Goldkäufe aus Asien und vor allem aus China als wesentlich wichtiger für die Entwicklung der Goldnachfrage.

Fonds – Analyse

Auffallend viele Aushängeschilder der europäischen Wirtschaft weisen einen privaten Großaktionär auf oder sind inhaberdominiert. Was liegt daher näher, gezielt nach diesen Unternehmen zu suchen und sie zum zentralen Element eines europäischen Aktienfonds zu machen? Einer, der dies bereits seit dem Jahre 2007 erfolgreich umsetzt, ist der H & A Unternehmerfonds Europa.

Why this time is (completely) different!

Gastbeitrag von Udo Sutterlüty, Sutterlüty Investment Management GmbH. Die Anlagewelt ändert sich aktuell dramatisch. Was uns heute gesellschaftlich, wirtschaftlich und finanziell bevorsteht, ist tendenziell eine tektonische Plattenverschiebung. Die Veränderungen, die sich nun vollziehen, sind seit dem Jahrtausendwechsel im Gange und dürften noch einige Jahrzehnte andauern, bis wir ein neues Niveau gefunden haben.

Fonds – Interview

Smart Investor: Herr Schröder, die australische Wirtschaft hängt aufgrund ihrer Fokussierung auf die Rohstoffproduktion massiv an der chinesischen Konjunktur. Durch politische Reformen will die kommunistische Partei dort nun die Privatwirtschaft fördern. Sehen Sie hier positive Effekte für die australische Börse? Schröder: Die Rohstoffpreise sagen mir, dass bei den Anlegern kurzfristig eher Skepsis überwiegt. Ohne geldpolitische Lockerung oder Konjunkturpakete scheint die Konjunktur dort derzeit weiter zu stottern. Für Australien bringt das natürlich Risiken mit sich.

Der Staat: ein Luftikus

Erinnern Sie sich an den früheren deutschen Finanzminister Hans Eichel? Dieser hat vor einigen Jahren die Lizenzen für die damalige Handy-Spitzentechnologie, UMTS (G4), versteigert. Diese Versteigerung spülte 100 Mrd. DM in den Staatssäckel. Seine damalige Interpretation von UMTS lautete: unerwartete Mehreinnahme zur Tilgung der Staatsschulden!

Analyse

Anleger in Fonds für Goldminenaktien brauchen derzeit vor allem zwei Dinge: viel Geduld und starke Nerven. Gleiches gilt natürlich auch für die Manager solcher Vehikel. Bei Walter Wehrli kann man das getrost unterstellen. Der Schweizer Manager des NESTOR Gold-Fonds verfügt über 30 Jahre Erfahrung an den internationalen Finanzmärkten und betreut den Fonds seit dessen Auflage im Jahr 2002. Unterstützt wird Wehrli seit April 2012 von Erich Meier, wie Wehrli ein Schweizer.

Fonds – Interview

Smart Investor: Die Medien reagieren teilweise euphorisch, weil Griechenland problemlos neue Anleihen platzieren konnte. Scheint nun wieder die Sonne über Hellas und anderen europäischen Peripheriestaaten? Dr. Schmitz: Für mich ist das unbegreiflich. Vor vier Jahren hat Griechenland die letzten Anleihen platziert. Danach gab es Schuldenschnitte der unterschiedlichsten Art. Die Neuemission zeigt das kurze Gedächtnis der Anleger. Denn eines ist klar: Eine Schuldentragfähigkeit Griechenlands ist gar nicht vorhanden. Daher wird sicher ein weiterer Schuldenschnitt kommen.

Fonds – Kolumne

Im Zuge des sich verändernden Kapitalmarktumfeldes mit sehr kurzen Zyklen, immer geringeren Risikoaufschlägen und deutlich ansteigender Volatilität hinterfragen immer mehr Anleger die Anforderungen an ihre Kapitalanlagen, um die Ertragsvorstellungen erreichen zu können. Nach wie vor sind viele Investoren stark in Rentenpapieren engagiert.

Kolumne

Gastbeitrag von Markus Kaiser, StarCapital AG Korrekturmodus Nach einer mehrjährigen Aufwärtsbewegung sind die Aktienmärkte weltweit in den Korrekturmodus übergegangen. Die anhaltenden Sorgen um Griechenland und die Stabilität in Europa sowie aufflammende Wachstumssorgen in China erwiesen sich als Giftmischung für die Aktienmärkte. Die Nervosität der Marktteilnehmer ist zurück, auch abzulesen am steilen Anstieg der Volatilitätsindizes.

Analyse

Das ursprünglich im institutionellen Anleihen-Management beheimatete Unternehmen BANTLEON verwaltet mittlerweile mehr als 9,5 Mrd. EUR in Publikums- und Spezialfonds. Dabei fokussiert sich BANTLEON seit...

Von Äpfeln, Birnen und Radieschen

Von Äpfeln, Birnen und Radieschen Wenn Sie durch eine Kleingartenanlage spazieren, werden Sie feststellen, dass die Gärtner neben Gemüsebeeten auch Obstbäume angepflanzt haben. Dies liegt nicht nur daran, dass eine Mischung auf dem Teller Freude macht. Auch die Risikodiversifizierung spielt eine Rolle – genau wie in Ihrem Aktienportfolio.

Kolumne

Das neue Jahr begann mit einem Börsenbeben in China, die Auswirkungen waren weltweit zu spüren. Bereits im Sommer des vergangenen Jahres wurden im Land der Mitte Börsenwerte in Höhe von mehreren Bio. USD vernichtet. Einer der Auslöser der aktuellen Marktturbulenzen war der zu Beginn des Jahres eingeführte Stopp-Mechanismus an den chinesischen Börsen mit Handelsaussetzungen bei Unterschreiten bestimmter Verlustmarken. Diese Regelung erwies sich allerdings als kontraproduktiv, sodass sie wieder aufgehoben wurde.

„Unser Investmentansatz ist wissenschaftlich, nicht »storygetrieben«“

Smart Investor im Gespräch mit Lutz Klaus, Tungsten Capital, über den Investmentansatz des Tungsten PARITON UI (WKN: A1W893) und warum Hebel nicht gleich Risiko ist