Aktien Update – Morphosys AG

Das finanziell erfolgreichste Jahr der Unternehmensgeschichte hat Morphosys (WKN 663200; akt. Kurs 71,93 EUR) in 2013 hingelegt: Der Konzernumsatz betrug 78 Mio. EUR und das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) erreichte 9,9 Mio. EUR. Der Konzernjahresüberschuss betrug 13,3 Mio. EUR, was einem Gewinn pro Aktie von 0,54 EUR entspricht. Am 31. Dezember 2013 verfügte das Unternehmen über liquide Mittel und marktgängige Wertpapiere wie auch andere finanzielle Vermögenswerte in Höhe von 390,7 Mio. EUR. Das bedeutet knapp 15 EUR Cash pro Aktie.

Nachdem nun auch das bereits vor zwei Jahren beschlossene Aktienrückkauf-Programm gestartet ist macht sich Morphosys weiter auf Richtung Norden. Von den Tiefstständen 2003 bei weniger als 2 EUR pro Aktie hat sich das Unternehmen meilenweit entfernt, am gestrigen Mittwoch erreichte das Papier ein 13-Jahres-Hoch. Bis zu den einstigen Höchstständen aus Neuer Markt-Zeiten ist es aber noch ein ziemlicher Weg, damals notiert die Aktie bei 135 Euro in der Spitze. Wichtiger als die Zahlen freilich ist die prall gefüllte Pipeline an Medikamenten-Kandidaten.

MorphoSys hat mit der HuCAL-Technologie eine der erfolgreichsten Antikörper-Bibliotheken der Pharma-Industrie entwickelt. Therapeutische Antikörper gelten als die am schnellsten wachsenden Medikamenten-Klassen der Humanmedizin. Gemeinsam mit seinen Pharma-Partnern hat MorphoSys eine therapeutische Pipeline mit mehr als 80 Antikörper-basierten Medikamenten-Kandidaten unter anderem zur Behandlung von Krebs, rheumatoider Arthritis und Alzheimer aufgebaut.

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SI-Kommentar: Wenn an der Börse wirklich Zukunft gehandelt wird, dann führt an Morphosys kaum ein Weg vorbei. Die Frage richtet sich also in erster Linie nach dem Wann. Die Zahlen für 2013 sind nett, aber nicht entscheidend, zumal 2014 wegen hoher Forschungsinvestitionen ein Verlust avisiert wird. Entscheidend sind vielmehr die umfassende eigene Pipeline und die große Zahl an Partnerprojekten, die in ihrer Fülle das Risiko senken und immense Einnahmepotenziale im Milliarden-Bereich eröffnen.

Die Zulassung eines therapeutischen Antikörpers auf eigene Rechnung wird erst in einigen Jahren erwartet. Dafür stehen klinische Daten (Phase II) aus Partnerprogrammen im laufenden Jahr auf dem Programm. Zudem wird es interessant sein, welche weiteren Partnerschaften und Forschungsprojekte starten werden. Die bisherigen Erfolge, z.B. die Kooperation mit Novartis, ist äußerst lukrativ.

Die Aktie kennt seit Mitte 2012 nur den Weg nach oben. Nach einer zweimonatigen Verschnaufpause ging es gestern unter hohen Umsätzen weiter nach oben. Damit dürfte die Aktie, welche auch im Musterdepot des Smart Investor ist, weiter nach oben tendieren. (spr)

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