Aktien Update – Mensch und Maschine Software SE

Der CAD/CAM-Spezialist Mensch und Maschine Software SE (akt. Kurs 5,43 EUR; WKN 658080) sieht sich vor deutlichen Gewinnsteigerungen in den kommenden Jahren. Die Neuausrichtung des Geschäftsmodells als Softwareentwickler und Systemhaus beginne jetzt Früchte zu tragen. Bis 2018 wolle man das Ergebnis pro Aktie auf 1 EUR steigern, lässt sich CEO Adi Drotleff per Pressemitteilung vernehmen. Entsprechend werde auch die Dividende von derzeit 20 Cent (steuerfrei) angehoben.

Die Zahlen für 2013 sehen folgendermaßen aus: Der Konzernumsatz 2013 lag bei EUR 125 Mio. EUR (Vj. 118,80 / +5,9%). Hierzu trug das Software-Segment 35 Mio. EUR und das Systemhaus-Segment 90 Mio. EUR bei. Der Rohertrag stieg leicht überproportional zum Umsatz um 7,1% auf 67 Mio. EUR (Vj. 62,97). Der Bereich Software habe dabei 32,5 Mio. EUR Rohertrag erzielt, gegenüber 35 Mio. EUR des Systemhauses. Das Nettoergebnis nach Anteilen Dritter betrug 2,62 Mio. EUR (Vj. 3,62) und somit 17 Cent (Vj. 24 unbereinigt) je Aktie.

Das Unternehmen bezeichnet sich als einer der führenden europäischen Anbieter von Computer Aided Design und Manufacturing (CAD/CAM) und Product Data Management (PDM) mit globaler Aufstellung. Das Angebotsspektrum umfasst CAD/CAM/PDM-Lösungen in verschiedenen Preis-/ Leistungsklassen für die wichtigsten Branchen wie etwa Maschinenbau, Elektrotechnik oder Architektur.

Für 2014 erwartet das MuM-Management einen Gewinnschub und eine Verdoppelung beim Ergebnis pro Aktie auf etwa 35 Cent. Das Geschäftsmodell sei nach Abgabe des Großhandelsgeschäfts zukunftsorientiert und margenstark. Man sei zuversichtlich, „das EPS bis 2015 auf 50 Cent und bis 2018 auf einen Euro steigern zu können. Dazu genügt uns ein organisches Umsatzwachstum von gut 10% pro Jahr, weil wir noch genügend operative Renditepotentiale in beiden Segmenten haben“ sagte Drotleff. Zudem entfielen Abschreibungen auf Akquisitionen, was das Ergebnis weiter verbessere.

Link zur Meldung

SI-Kommentar: Der Rahm für MuM wird eindeutig im eigenen Software-Geschäft abgeschöpft. Da das Unternehmen im Systembereich selber die Lösungen von Marktführer Autodesk vertreibt, gewinnt man optimale Einblicke, in welchen Bereichen Zusatz- oder Nischenprodukte benötigt werden oder wo es Raum für eigene Angebote gibt. Mit gemischten Gefühlen darf man die Behauptung zur Kenntnis nehmen, es gebe jede Menge Renditepotenziale zu heben. Ja, warum hat man sie denn noch nicht gehoben? Das ist natürlich rückwärtsgewandt, und weil an der Börse bekanntlich die Zukunft gehandelt wird, überwiegt die Aussicht auf Gewinnsteigerungen.

Sollte MuM das angestrebte Ergebnis von 35 Cent pro Aktie 2014 und die weiteren Steigerungen erreichen, ergibt sich ein aktuelles KGV von 15, 2015e von 10 und 2018e schließlich von 5. Da auch die Dividende steigen soll sind die Zahlen vielversprechend. Ungeachtet des weitreichenden Ausblicks bis 2018 eignet sich die Aktie nur für spekulativ orientierte Anleger, da die doch beträchtlichen Gewinnsteigerungen erst einmal verdient sein müssen und ein gewisses Enttäuschungspotenzial aufgebaut wird. Wer dem Forecast vertraut, für den heißt es: Manchmal muss es MuM sein. (spr)

Hinweis auf mögliche Interessenkonflikte:
Ein mit “*“ gekennzeichnetes Wertpapier wird zum Zeitpunkt der Erscheinung dieser Publikation von mindestens einem Mitarbeiter der Redaktion gehalten.