Grafik der Woche – Blasenwarnung

Yellen

 

Es scheint derzeit in Mode zu sein, vor allen möglichen Blasen an den Finanzmärkten zu warnen. Das hat damit zu tun, dass einige Bewertungskennziffern zu denken geben. So bewegt sich das Verhältnis von Marktkapitalisierung zur Wirtschaftsleistung in den USA laut der DZ Bank gemessen am Wilshire Total Market Index bei 122% und damit deutlich über dem Durchschnitt von 82,5%, der sich seit 1970 ergibt.

Vor diesem Hintergrund kam es nicht völlig überraschend, dass sich jüngst auch US-Notenbankpräsidentin Janet Yellen in den Kreis der Mahner eingereiht hat. Den US-Gesamtmarkt sieht sie demnach zwar noch nicht weit über dem historischen Durchschnitt notieren, aber in einigen Sektoren, wie etwa den soziale Medien und der Biotechnologie, seien die Bewertungen substanziell gedehnt. Warnungen dieser Art sind durchaus nachzuvollziehen, weisen doch etliche Vertreter aus den beiden erwähnten Branchen in der Tat sehr hohe Bewertungsrelationen auf.

Als Anleger nur deswegen schon jetzt zu verkaufen, ist aber womöglich trotzdem nicht der beste Rat. Denn Phasen der Überbewertung können sich bekanntlich länger hinziehen und erfahrungsgemäß kommt es vor einem Platzen der Blase auch erst noch einmal zu einer Kursbeschleunigung nach oben.