Grafik der Woche – Bewertungen 2007 vs. 2014

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Quelle: SG Cross Asset Research/Thematics, Bloomberg

In den vergangenen Jahren war viel davon die Rede, wie günstig bewertet die europäischen Aktienmärkte doch sind. Allerdings gilt das wohl eher auf zyklisch angepasster Gewinnbasis. Dabei wird eine Rückkehr zu den früher üblichen Ergebnisniveaus unterstellt, was wegen dem durch die Schuldenkrise schwierigen Umfeld aber erst noch bewiesen werden muss.Auf Basis der aktuellen Gewinnschätzungen ergibt sich allerdings derzeit noch ein etwas anderes Bild. Zumindest dann, wenn man einem Schaubild Glauben schenkt, das die Analysten der Société Générale anhand der von Bloomberg genannten Bewertungsrelationen erstellt haben.

In der Grafik oben sind auf Branchenebene die Kurs-Gewinn-Verhältnisse sowie die Kurs-Buchwert-Verhältnisse für 2007 und für 2014 gegenübergestellt. Dabei zeigt sich: Die meisten Branchen haben ihr Bewertungsniveau vor der Krise bereits wieder erreicht. Der Technologiesektor handelt sogar etwas darüber und der Gesundheitssektor muss ebenfalls als relativ teuer eingestuft werden.

Weitere Abschläge, verglichen mit den Bewertungen im Jahr 2007, weisen dagegen die Branchen Energie, Telekom und Finanzen auf. Die Analysten der Société Générale trauen dabei vor allem den Finanzwerten Aufholpotenzial zu. Zumindest dann, falls die anstehenden Ergebnisse von Stresstest und Bilanzprüfung keine negativen Überraschungen bringen sollten.

Dennoch signalisiert die Grafik oben, wie wichtig für einen Fortbestand des mehr als fünf Jahre alten Bullenmarktes überzeugende Unternehmensergebnisse wären. Bis jetzt war der Kursaufschwung in Europa vor allem liquiditätsgetrieben.

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