Grafik der Woche – Das Beste zum Schluss?

Durchschnittliche monatliche Veränderung beim S&P 500 Index bis zum 21. November 2014

1Quelle: S&P Capital IQ

 

Durchschnittliche Statistikwerte für den S&P 500 Index bis zum 21. November 2014

1Quelle: S&P Capital IQ

An der Börse gibt es etliche saisonal auffällige Kursmuster. Das wohl bekannteste führte zur Schaffung des Spruches „Sell in May and go away, but remember to come back in December“. Angespielt wird dabei auf die historische Erfahrung, wonach es an den Aktienmärkten im Sommerhalbjahr von Mai bis September im Schnitt deutlich schlechter läuft als im Winterhalbjahr von November bis April.

Mut machen jahreszeitlich betrachtet auch die historischen Performance-Daten zum Dezember. Denn wie Aktien-Stratege Sam Sovall von S&P Capital IQ ermittelt hat, bringt dieser Monat traditionell die besten Anlageergebnisse. Das Ergebnis ist dabei so konsistent, dass der Dezember als bester Monat unabhängig davon ausgewiesen wird, ob man als Startzeitpunkt für eine Berechnung Zeiträume ab 1990, 1970, 1945 oder gar 1900 nimmt. So reichte es beim S&P 500 Index im Schnitt seit 1900 zu einem durchschnittlichen Monatsplus von 1,36% und seit 1990 von 1,93%. Zum Vergleich: Der Durchschnittswert für alle Monate seit dem Jahr 1900 beträgt deutlich geringere 0,69% (siehe Tabellen oben).

Doch nicht nur das: Sehen lassen kann sich vielmehr auch die Häufigkeit, mit der es tatsächlich zu positiven Monatsergebnissen gekommen ist. Laut Stovall betrug die Erfolgsquote 83% seit 1990 und 70% seit 1900. Seit 1945 stiegen die Kurse im Dezember in 78% der Fälle und damit so häufig wie in keinem anderen Monat. Geschlagen geben musste sich der Dezember nur für den Zeitraum ab 1929, allerdings auch hier nur denkbar knapp. Denn während es der Juli als seitdem bester Monat auf ein Plus von im Schnitt 1,49% gebracht hat, kommt der Dezember hier auf einen Zuwachs von 1,48%.

Im Jahr 1991 verbuchte der Dezember außerdem mit plus 11,2% den viertgrößten Monatsanstieg überhaupt seit dem Ende des zweiten Weltkriegs. Die im Jahr 2002 eingefahrene schlechteste Dezember Monatsbilanz ist mit minus 6,0% der geringste Verlust im Vergleich mit den negativen Ausreißern bei den elf anderen Monaten.

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