Aktien Update – Aurelius KGaA

Mit den Zahlen zum dritten Quartal kann die Münchener Sanierungsholding Aurelius ihre Aktionäre erfreuen. Der Umsatz unseres Musterdepotwertes (WKN A0JK2A, akt. Kurs 41,99 EUR) lag nach neun Monaten bei 1,44 Mrd. EUR (2014: 1,18 Mio. EUR), annualisiert sogar bei knapp 2,2 Mrd. EUR, ein Plus von 29%. Das EBITDA des Konzerns lag im selben Zeitraum bei 165,6 Mio. EUR – und dies vollkommen ohne die Effekte durchgeführter Unternehmensverkäufe. Mit den bereits angekündigten Verkäufen von Hotelimmobilien in München und Hannover wird sich dies jedoch im vierten Quartal noch einmal anders darstellen.

Das ausschließlich aus dem operativen Geschäft stammende EBITDA lag mit 95,4 Mio. EUR jedoch ebenfalls deutlich über dem Vorjahreszeitraum (+23%), im Gesamtjahr erwartet Aurelius ein neues Rekord-EBITDA von 120 Mio. EUR. Dazu kommen bei Aurelius traditionell die „Erträge aus der Auflösung negativer Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung“, der sogenannte „bargain purchase“. Aus den fünf neu erworbenen Beteiligungen wurden 101,4 Mio. EUR Buchgewinn erzielt, dem standen Restrukturierungs- und Einmalaufwendungen in Höhe von 31,2 Mio. EUR gegenüber. Der Net Asset Value der Konzernunternehmen lag nach Angaben von Aurelius bei 1.228,8 Mio. EUR, ein Plus von rund 6,8% zum Vorjahreszeitpunkt.

Der Aurelius-Vorstandsvorsitzende Dr. Dirk Markus zeigt sich zufrieden mit den Zahlen: „Wir sind mit der Entwicklung unserer Konzernunternehmen und unserer Transaktionspipeline sehr zufrieden. Sowohl auf der Umsatzseite wie auch beim operativen Ergebnis liegen wir nach neun Monaten über unserer ursprünglichen Planung.“ Für das Gesamtjahr 2015 rechnet er mit einem operativen Ergebnisbeitrag von über 120 Mio. EUR, ein neuer Rekordwert.

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SI-Kommentar: Die Zahlen von Aurelius weisen – wie so häufig – nach oben, erfreulicherweise auch die Zahlen aus dem operativen Geschäft. Trotz der mittlerweile erreichten Größe kann die Beteiligungsgesellschaft nach wie vor mit einer enormen Dynamik zulegen, was zeigt, dass das Geschäftsmodell nach wie vor intakt ist. Der NAV liegt mit den jüngsten Zahlen nun wieder fast gleichauf mit der Market Cap – die Aktie ist also sowohl aus Ertrags- als auch aus Substanzgesichtspunkten günstig bewertet.

Zu den operativen Ergebnissen kommen bei Aurelius üblicherweise die Erträge aus dem „bargain purchase“ sowie die Veräußerungserlöse, beides jedoch keine stetigen Ergebnisgrößen. Speziell in Jahren, in denen einige Veräußerungen und Neuerwerbe zustande kommen, resultiert hieraus jedoch der „Ertragskicker“. Ein Übertreffen der eigenen Prognose für das laufende Gesamtjahr würde uns daher nicht verwundern.

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