Aktien Update – EDAG Engineering Group AG

Die EDAG-Gruppe (WKN A143NB, akt. Kurs 16,79 EUR) hat 100% der Anteile der CKGP/PW & Associates Inc. mit Sitz in Troy, Michigan, USA, übernommen. Das Zielunternehmen ist als Engineering-Partner für Produktionsanlagen fest bei den nordamerikanischen Automobilherstellern etabliert und bietet umfassende Dienstleistungen in den Bereichen Fördertechnik-/Lackieranlagenplanung, Materialfluss- und Logistikplanung, sowie Fertigungs- und Verfahrenstechnik an.

EDAG ist ein unabhängiger Ingenieurdienstleister für die globale Automobilindustrie mit Sitz im schweizerischen Arbon. Das Unternehmen unterstützt Fahrzeughersteller sowie technologisch anspruchsvolle Automobilzulieferer mit einem globalen Netzwerk von rund 60 Standorten in bedeutenden Automobilzentren auf der ganzen Welt. Zudem betreibt das Unternehmen Kompetenzzentren für Zukunftstechnologien der Automobilbranche: Leichtbau, Elektromobilität, Car-IT, integrale Sicherheit sowie neue Produktionstechnologien.

EDAG stärke durch die Akquisition den Zugang zum US-amerikanischen Markt und erweitert das Kompetenzspektrum im Segment Production Solutions, insbesondere in den Industrie 4.0-relevanten Bereichen Produktionsplanung und Anlagenengineering, heißt es in einer Mitteilung. Die CKGP/PW & Associates Inc. erhält nach dem Kauf Zugang zu den weltweiten Kapazitäten der EDAG Gruppe und ihrem internationalen Kundenkreis. Im Gegenzug profitiert die EDAG Gruppe von den Kundenbeziehungen des amerikanischen Traditionsunternehmens im US-Markt.

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SI-Kommentar:

Der Ingenieursdienstleister mit Schwerpunkt Automotive kam 2015 zum Emissionspreis von 19 EUR an die Börse. Nach schwachen Zahlen unterhalb der Guidance rutschte der Kurs deutlich bis auf 14 EUR ab. Zuletzt erholte sich die Notierung etwas, nachdem die Umsatzerlöse anzogen.

Prinzipiell arbeitet EDAG in einem attraktiven Marktsegment, denn in vielen Bereichen werden in immer kürzeren Zeiten immer höhere Produktionskapazitäten aufgebaut, sei es bei Akkus, Fahrzeugen oder in der Telekommunikation. Gerade im Bereich Automotive ist durch die Tesla-Übernahme des Produktionsspezialisten Grohmann Engineering ein Wettbewerber vom Markt genommen. Damit einher gehen die Investitionen in die Vernetzung der Anlagen unter dem Schlagwort Industrie 4.0. Durch die Synergie- und Cross-Selling-Effekte der Übernahme sollte sich die Kostenstruktur und damit die Marge bei EDAG verbessern.

Mehrheitseigner ist die Beteiligungsgesellschaft ATON, praktisch das Family Office der Unternehmerfamilie Helmig, bekannt geworden als Eigner der Helios-Kliniken. ATON hat in der Kursschwäche nachgekauft. Zusammen mit der Aussicht auf dauerhafte Dividendenausschüttungen scheint der Kurs bei einem aktuellen KGV 2017e von 15 nach unten gut abgesichert, so dass nun zumindest der Emissionspreis wieder angepeilt werden kann.

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