Aktien-Update: LPKF Laser & Electronics AG

Die LPKF Laser & Electronics AG (WKN 645000, aktueller Kurs 8,43 EUR) ist 2017 nach mehreren Verlustjahren wieder knapp in die Gewinnzone zurückgekehrt: Ein Umsatzplus von 12% auf 102 Mio. EUR bei einem EBIT in Höhe von 4 Mio. EUR stehen zu Buche. „Mit der erreichten EBIT-Marge von 3,9% ist der Vorstand des Lasermaschinenherstellers noch nicht zufrieden, sieht LPKF aber auf dem Weg zu einem profitablen Wachstumskurs“, lässt das Unternehmen wissen.

Alle vier Segmente des Unternehmens haben den Angaben zufolge zum Umsatzwachstum beigetragen. Stärkstes Wachstum verzeichnete das Geschäft mit Systemen für die Strukturierung von Dünnschichtsolarzellen mit einem Plus von 48%. Für 2018 rechnet der Vorstand bei einer stabilen Entwicklung der Weltkonjunktur mit einem Konzernumsatz zwischen 103 und 108 Mio. EUR, wobei die EBIT-Marge 6% betragen soll. Der Auftragsbestand hat sich gegenüber dem Vorjahr erhöht.

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SI-Kommentar: Das war ein hauchdünner Turnaround, denn nur dank des positiven Schlussquartals, das einen Gewinn von 7 Cent pro Aktie brachte, kann für das Gesamtjahr ein Gewinn von 5 Cent pro Aktie ausgewiesen werden. Vor allem Kosteneinsparungen haben zu dem Ergebnis beigetragen, was schon daraus zu ersehen ist, dass im Schlussquartal das Umsatzwachstum bei nur noch 2% gegenüber Vorjahr lag.

Der Umsatzanstieg 2017 speist sich zu einem Großteil aus Maschinen für Dünnschichtmodule, die gegenüber mono- oder polykristallinen PV-Modulen einen spürbar schlechteren Wirkungsgrad aufweisen und nur dort Marktanteile gewinnen können, wo genügend Platz für die vergleichsweise günstigen Anlagen zur Verfügung steht. Diese Umsätze dürften auf lange Sicht so nicht zu wiederholen sein, weswegen neue Entwicklungen notwendig sind, in die LPKF auch investiert hat. Welchen Markterfolg das Unternehmen damit erzielen kann, steht dahin.

Die geplante Ausweitung der Umsätze und die Verbesserung der EBIT-Marge laufen auf eine spürbare Gewinnsteigerung für das laufende Jahr hinaus, doch das muss erst einmal realisiert werden – und selbst dann ergibt sich ein KGV oberhalb von 50. Für einen Einstieg erscheint es angesichts mangelnder Visibilität noch zu früh, erst gilt es abzuwarten, wie neue Angebote vom Markt aufgenommen werden.

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