Editorial “15 Jahre”

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Am 12. März 2003 markierte der DAX nach der Horrorbaisse im Zuge des Platzens der vorangegangenen Hightechblase bei rund 2.200 Punkten seinen Tiefpunkt. Sechs Wochen später erschien mit der Heftnummer 5/2003 die erste Ausgabe von Smart Investor, in der wir einen neuen Bullenmarkt ausriefen („Pitbull-Market“). Dies ist nun 15 Jahre her.

Wer sich ein bisschen in der Börsenmedienszene auskennt, weiß, dass neue Publikationen in der Regel in der Nähe der Kursgipfel auf den Markt kommen. Aber es ist definitiv nicht normal, dass ein Investmentmagazin an einem Tiefpunkt herauskommt.

Es gab mehrere Gründe für unseren so ungewöhnlichen Erstpublikationstermin. Einer davon war ganz sicher, dass wir damit ein antizyklisches Zeichen setzen wollten. Vor zwei Monaten, mit dem Aufmacher „Der Sturm“ im Heft 3/2018, setzten wir übrigens ebenfalls ein Zeichen: nun allerdings für eine anstehende Baisse!

Von Anfang an haben wir uns also auf die Fahnen geschrieben, anders als die anderen zu sein. Ich denke, das ist uns auch gelungen. Ob das immer zu unserem oder Ihrem Vorteil war, sei mal dahingestellt. In jedem Falle stehen wir nicht inmitten des Finanzblätterwaldes. Wir transportieren teilweise Inhalte, die man sonst wohl nicht unbedingt in einer Finanzzeitschrift finden würde. Etwas analytischer könnte man das auch folgendermaßen ausdrücken:

„Smart Investor ist kein normales Finanzmagazin, sondern schafft als einziges (seiner Art) den Spagat zwischen Mainstream und alternativen Medien.“ Dies sagte mir der Medienunternehmer und Sportvermarkter Kolja Spöri nach dem Interview, das ich mit ihm für die Ausgabe 1/2017 führte. Spöri meint damit: Während die Alternativmedien in diesen wirren Zeiten oftmals näher an der Wahrheit zu sein scheinen, wird im Mainstream immer noch das Geld verdient, um damit z.B. die Redakteure anständig zu bezahlen.

Anlässlich unseres runden Jubiläums betreiben wir eine kleine Selbstschau und konzentrieren uns dabei aber auf die letzten fünf Jahre (S. 20). Ein Gespräch über die letzten 20 Jahre mit meinem früheren Chef Dr. Jens Ehrhardt, dem ich sehr viel Börsen-Know-how zu verdanken habe, finden Sie auf S. 24. Schließlich lassen wir ab S. 26 unsere Leser zu Wort kommen: Wir baten Sie in den letzten Monaten, uns Fragen oder Statements zukommen zu lassen, die Sie immer schon mal loswerden wollten. Wir präsentieren Ihnen eine Auswahl davon und unsere Antworten dazu. Wer uns schon des Längeren kennt, weiß, dass wir die bei uns abgedruckten Leserbriefe nicht „glattbügeln“. Also seien Sie gespannt!

Dass wir bisher den Spagat zwischen Mainstream und Alternativmedien schaffen, liegt natürlich an unseren Abonnenten und an unseren Anzeigenkunden. Ihnen allen möchte ich ein herzliches Dankeschön zurufen, dass Sie uns treu geblieben sind – auch wenn wir es Ihnen vermutlich nicht immer leicht gemacht haben.

Wer mit mir persönlich über die Vergangenheit und auch die Zukunft des Smart Investor plaudern möchte, der hat am 2. Juni die Chance dazu. Dann nämlich werde ich die 9. Hamburger Mark Banco Anlegertagung besuchen. Das diesjährige Motto lautet „Auf der Suche nach dem besseren Geld“. Themen werden der Niedergang des Euro, die Berg- und Talfahrt der Kryptowährungen und die Aussichten der Edelmetalle sein. Seien Sie doch mit dabei! SI-Abonnenten erhalten übrigens einen deutlichen Preisnachlass, mehr Infos dazu auf S. 61.

Herzliche Grüße

 

 

Ralf Flierl

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