Das Strohfeuer

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Warum die Corona-Hilfen der EU zwar kurzfristig ein Strohfeuer entfachen, langfristig aber höchst schädlich sind.

Linke-Tasche-/Rechte-Tasche-Operation

Es ist schon ein Zeichen für das fortschreitende ökonomische Unverständnis im Lande, dass die Ergebnisse des EU-Gipfels medial als Erfolg gefeiert werden. Erfolg für wen eigentlich? Auch das wohlfeile Eindreschen auf die „Sparsamen Vier“ entlarvt weniger diese letzten Oasen von Mäßigung und Vernunft, sondern jene, die beständig Druck auf sie ausgeübt haben. Nachdem sich alle Nebel des Verhandlungsmarathons gelichtet haben, bleibt eine gigantische Linke-Tasche-/Rechte-Tasche-Operation, die selbst dem Lügenbaron Münchhausen alle Ehre gemacht hätte. Aber auch die EU wird sich damit letztlich nicht am eigenen Schopf aus dem Sumpf ziehen können, da mag sie Kredite aufnehmen, umverteilen, Geld verschieben und Steuern erhöhen wie sie will. Das gilt nebenbei bemerkt auch für die Gelddruckerei der EZB. Nicht eine dieser Maßnahmen ist per Saldo produktiver Natur. Wären sie es, dann hätten die Verhandler in den letzten Tagen das Perpetuum Mobile erfunden, und das mag man nicht einmal der stets bestens beratenen Kommissionspräsidentin von der Leyen zutrauen.

 

 

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Fatale Anreizwirkung

Nein, die Corona-Hilfen setzen ganz grundsätzlich die falschen Anreize. Welche Wirkungen solche Transfers im Zeitablauf entfalten, kann man im Kleinen anhand des bundesdeutschen Länderfinanzausgleichs studieren, aber auch in der EU haben all die Hilfspakete seit der Finanzkrise nicht dazu geführt, dass sich die Situation strukturell und nachhaltig entspannt hätte. Wenn etwa die EZB den Zinssatz durch den Aufkauf von Staatsanleihen nach unten manipuliert, schließt der durchschnittliche Haushaltspolitiker messerscharf, dass er nun wieder einen größeren Verschuldungsspielraum hat. Solche Mechanismen und Verhaltensweisen könnte man auch für die Corona-Hilfen durchdeklinieren. Dazu kommt, dass das Geld, welches den Bürgern per Steuererhöhung (dazu gleich mehr) oder Kreditaufnahme (= spätere Steuererhöhungen) abgenommen wird, vom Brüsseler Apparat alleine nach dortigen Nützlichkeitserwägungen verteilt werden soll – nach Abzug der eigenen Verwaltungskosten versteht sich. Aktuell will man sich auf Klima, Digitalisierung und Gedöns konzentrieren. Insofern gehen die Corona-Hilfen weit über eine gewöhnliche Umverteilung hinaus: Räumlich erstreckt sich das Verfahren auf die ganze, nach dem Weggang Großbritanniens verbliebene Rest-EU, zeitlich werden noch die Enkelkinder etwas davon haben, was weniger positiv ist, als es sich anhört, und sachlich ist jede Erhöhung der Staatsquote ohnehin nur ein weiterer Schritt in Richtung Entmündigung der Bürger. Das Ganze wird – diese Prognose wagen wir – am Ende nicht mehr sein, als ein unfassbar teuer erkauftes Strohfeuer. Es ist ja nicht so, dass es mit solchen Konjunkturprogrammen nicht bereits reichlich Erfahrung gäbe.

Sündenfall EU-Steuern

Der eigentliche Sündenfall des Pakets sind aber weder dessen schiere Größe und Ineffizienz, sondern der Umstand, dass der Nichtstaat EU mit Plastiksteuer, Digitalsteuer und Grenzsteuer – ja, der Phantasie beim Abzocken sind keine Grenzen gesetzt – eigene Steuerquellen erhalten soll. Schon jetzt gilt – das hat das vergangene Wochenende gezeigt – Sparsamkeit als Schimpfwort in der EU. Schon bislang war Brüssel ein Symbol für mangelnde Ausgabendisziplin und Selbstbedienungsmentalität. Ist der Schritt zu eigenen Steuerquellen erst einmal vollzogen, wird genau dieses Verhalten dann auch noch alimentiert – über falsche Anreize sprachen wir ja bereits. Das Gegenteil wäre richtig: Ein solches Gebilde, in dem alle hoffen auf Kosten aller anderen zu leben, muss finanziell so knapp gehalten werden, dass derart freche Ideen gar nicht erst aufkommen. So aber wird sich der Apparat immer neue Aufgaben suchen und schon bald feststellen, dass er neue Steuerarten und höhere Steuersätze benötigt.

Besser als befürchtet?

Kommen wir zu etwas hoffentlich Erfreulicherem. In den USA ist die Quartals-Berichtssaison auf vollen Touren und man darf gespannt sein, ob die richtungsweisenden Schwergewichte, dem Markt weiter Unterstützung geben können. Heute nach Börsenschluss berichten beispielsweise Microsoft und Tesla. Nächste Woche sind dann unter anderem Apple, Alphabet und Facebook an der Reihe. Natürlich kann man aufgrund der weltweiten Lockdowns in der Breite keine Wunder erwarten. Allerdings dürften die Erwartungen an viele Zahlenwerke derart weit heruntergeschraubt sein, dass positive Überraschungen nicht auszuschließen sind. Für die FAANG-Aktien, denen wir uns auch in der Titelgeschichte „Growth“ des brandneuen Smart Investor 8/2020 intensiv widmen, sieht die Situation allerdings etwas anders aus: Hier galt es zuletzt unter den Marktteilnehmern als eine fast ausgemachte Sache, dass diese Unternehmen praktisch unverwundbar sind, komme was da wolle. Insofern dürfte hier die Markterwartung relativ wenig Spielraum für zusätzliche positive Überraschungen bieten. Besonders hoch ist die Erwartungskomponente in den Kursen immer kurz vor der Veröffentlichung der Zahlen. Statistisch ist auffällig, dass Kurse, die bis zum Veröffentlichungsdatum deutlich ansteigen, oft auch ziemliches Enttäuschungspotenzial beinhalten, während Kurse die im Hinblick auf die Veröffentlichung stagnieren oder leicht rückläufig sind, eher für positive Überraschungen gut sind.

Smart Investor 8/2020

Nachdem wir uns in unserer letzten Ausgabe eingehend mit Ansätzen des Value Investing befasst haben, steht der aktuelle Smart Investor 8/2020, der zum Wochenende erscheint, ganz im Zeichen von „Growth“. Zwangsläufig kommt man dabei schnell auf die sogenannten FAANG-Unternehmen – Facebook, Amazon, Netflix, Apple und Alphabet (vormals Google) –, deren Erfolgsstory kein Ende zu nehmen scheint. Dennoch, oder gerade deshalb, ist es vielleicht sinnvoll seine Investmentfühler auch auf andere Bereiche auszustrecken, um künftige Hightech- und Megatrends frühzeitig zu erkennen. Stichworte sind unter anderem Künstliche Intelligenz (KI), Big Data, Internet of Things, 5G oder Robotik. Zu diesen Themen haben wir interessante Einzelwerte und Fonds unter die Lupe genommen.
Unseren Branchenschwerpunkt haben wir diesmal auf das Thema „Wasser“ gelegt. Angesichts der Tatsache, dass mehr als ein Viertel der Weltbevölkerung von Wasserknappheit betroffen ist, scheint eine Verschärfung des weltweiten Verteilungskampfs um diese lebenswichtige Ressource vorprogrammiert. Wir stellen elementares Hintergrundwissen und internationale Akteure vor – das Spektrum reicht hier von der Versorgung mit Frischwasser über Abwasserdienstleister und Filtration bis hin zu Spezialchemie und Messtechnik. Wer lieber auf aktiv gemanagte Fonds in diesem Sektor zurückgreifen möchte, wird im Smart Investor 8/2020 ebenfalls fündig.

 

 

Zu den Märkten

Heute wollen wir Ihnen erneut den DAX-Chart der Vorwoche, allerdings in einer fortgeschriebenen Version präsentieren. Der Ausbruch aus dem Dreieck führte tatsächlich zu unmittelbar weiter ansteigenden Kursen. Dabei konnte auch die wichtige Marke von 13.000 Punkten überwunden werden. Allerdings ist dies keine einfache Linie, sondern ein ganzer Widerstandsbereich. Man darf also nicht erwarten, dass ein solcher Bereich in einem Zug überwunden wird, zumal die Kurse sich bereits in einem leicht übergekauften Zustand befunden haben. Korrekturbewegungen wie die heutige sind also durchaus konstruktiv. Das positive Bild würde sich allerdings ändern, falls der DAX die 13.000 Punkte wieder deutlich unterbietet.

 

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Musterdepot Aktien, Fonds und wikifolio

In der Rubrik Musterdepots & wikifolio berichten wir heute über zwei Verkäufe und unser wikifolio „Smart Investor – Momentum“. Sie können sich dort durch einfaches Blättern einen schnellen Überblick über die Transaktionen der letzten Wochen verschaffen.

 

 

Smart Investor 7/2020

Value – vor der Wiederentdeckung?!

Japan: Fernost lockt mit Wachstumswerten

Uran: Aus dem Kern kommt die Kraft

Compounder: Gewinnen mit dem Zinseszinseffekt

 

 

Fazit

Die EU befindet sich stramm auf Nanny-Kurs, noch mehr Staat, noch mehr Kredite, noch mehr Steuern. Das Ideal des mündigen Bürgers scheint ausgedient zu haben. Was an dieser Entwicklung positiv sein soll, erschließt sich uns nicht.

Ralf Flierl, Ralph Malisch, Marc Moschettini

 

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Diese Rubrik erscheint jeden Mittwochnachmittag.

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