Alles neu!

© Bildagentur PantherMedia / AndrewLozovyi

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Neue Welle

Das Jahr 2020 ist und bleibt das Jahr der großen Umwälzungen. Schon in der Titelstory der letzten Ausgabe des Smart Investor haben wir uns mit den beiden Großthemen eines vermutlich heißen (Börsen-)Herbstes beschäftigt – die zweite Corona-Welle und die US-Präsidentschaftswahl. Mittlerweile werden bereits wieder täglich neue Einschränkungen für das öffentliche und private Leben angekündigt bzw. in Kraft gesetzt. Für die schon durch den ersten Lockdown massiv vorgeschädigten Teile der Wirtschaft könnte ein erneuter Lockdown tatsächlich zum Gnadenstoß werden, zumal es ja im Wesentlichen wieder die gleichen Branchen sein werden, die besonders betroffen sind. Allerdings sind die Corona-Maßnahmen weniger als alleiniger Verursacher, sondern vielmehr als weiterer Verstärker einer wirtschaftlichen Malaise anzusehen, die als Zombifizierung der Wirtschaft bekannt wurde. Diese wiederum ist Folge der Nullzins- und Rettungspolitik, mit der seinerzeit die Finanzkrise des Jahres 2008 monetär und bilanziell abgefedert wurde. Aktuell ist es insbesondere die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht, die das Ausscheiden technisch bereits insolventer Unternehmen verhindert, damit aber auch zur Ansteckung weiterer Unternehmen führen wird. In diese Richtung argumentiert Bestsellerautor und Degussa-Chef Dr. Markus Krall, mit dem wir das vermutlich längste Smart-Investor-Interview überhaupt geführt haben. Klar, dass es da nicht nur um technische Fragen der Zombifizierung ging. Unter anderem befragten wir Krall auch zu seinem neuen Bestseller „Die bürgerliche Revolution“, in dem er auch Wege aus der gesellschaftlichen Krise und die Voraussetzungen für einen Neustart skizziert. All dies im neuen Smart Investor 10/2020, der zum kommenden Wochenende erscheint.

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Neues Heft

Mit einem Neustart der Wirtschaft nach Corona beschäftigt sich auch unser Gastautor Dr. Daniel Hoffmann in seinem Beitrag „Der „Great Reset“ der Weltwirtschaft“. Darin erläutert der Autor, wie weit entsprechende Planungen, wie sie auch auf dem World Economic Forum im Januar 2021 diskutiert werden sollen, bereits gediehen sind. Eine äußerst spannende Zusammenschau, in der auch die technologischen Durchbrüche und die zunehmende Digitalisierung der Welt eine Rolle spielen. Traditionell beschäftigen wir uns in der Oktober-Ausgabe mit den neuesten Entwicklungen rund um die Immobilie. Neben grundsätzlichen Markteinschätzungen interessieren uns als Anlegermagazin dabei vor allem die Strategien der börsennotierten Immobilienunternehmen. Wie sich diese Strategien auf die Kennzahlen auswirken, zeigen wir auch dieses Jahr wieder in einer großen Übersicht der wichtigsten Unternehmen. Von besonderem Interesse ist natürlich, wie es weitergehen wird. Bislang konnte nicht einmal der Lockdown den Immobilienpreisen etwas anhaben. Im Gegenteil: Die Massen an billigem Geld unterstützen den Markt weiter. Ob das allerdings so bleiben wird, da melden wir in unserer Titelstory durchaus Zweifel an, zumal Wohneigentum in Deutschland längst zum politischen Zankapfel geworden ist: „Immobilien und Immobilienaktien – Gefahr am Horizont?“ Das, und vieles mehr im neuen Smart Investor 10/2020.

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Neue Richterin?

Das andere Großthema ist die US-Präsidentschaftswahl, die in den letzten Tagen noch einmal deutlich an Dramatik gewonnen hat. Nach dem Tod der langjährigen Höchstrichterin Ruth Bader Ginsburg ist just in der Endphase des Wahlkampfs ein Sitz am Supreme Court vakant geworden. Für Trump bietet sich damit die Chance, den Supreme Court weit über die eigene Amtszeit hinaus mit einer stabilen konservativen Mehrheit zu besetzen. Entsprechend groß ist die Aufregung bei den Demokraten, die für diesen Fall sogar schon ein weiteres Impeachment-Verfahren gegen Trump angekündigt haben, das allerdings ohne Substanz wäre. Konnte man beim ersten Impeachment-Versuch noch Zweifel haben, in dieser Konstellation würde ein solches Verfahren offensichtlich parteipolitisch instrumentalisiert, was die Wähler wohl mehrheitlich nicht honorieren werden. Interessanterweise haben sich die Demokraten selbst in diese missliche Situation gebracht, als sie im Jahr 2013 die notwendige Stimmenmehrheit für die Bestätigung eines Richters am Supreme Court durch den Senat von 60 Stimmen auf eine einfache Mehrheit abgesenkt haben. Damit entfiel für sie die Notwendigkeit Kandidaten zu präsentieren, die auch bei den Republikanern ein paar Stimmen sammeln konnten. Dieses Spiel funktioniert allerdings auch andersherum. Auch der Vorwurf, es sei pietätlos, so kurz nach dem Tod von Bader Ginsburg und so knapp vor der Präsidentschaftswahl einen Richter, höchst wahrscheinlich eine Richterin, zu nominieren, zieht nicht: Der fleißige Twitterer @JohnWHuber rechnete am 19. September aus, dass seit dem Jahr 1789 ganze 70%(!) der Richter am Supreme Court in weniger als 46 Tagen vor der nächsten Präsidentschaftswahl nominiert und durch den Senat bestätigt wurden – auch Bader Ginsburg selbst! Ganze vier Richter wurden sogar erst am Tag der Präsidentschaftswahl nominiert und bestätigt. Warum dennoch so verbissen um die Besetzung gekämpft wird, sollte auch noch aus einem anderen Grund klar sein: Diese Wahl dürfte, so oder so, die Gerichte beschäftigen – und wird damit wohl letztlich vor dem Supreme Court landen.

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Neue Website

Seit vielen Monaten haben wir uns intensiv mit dem Facelift unserer Website www.smartinvestor.de beschäftigt. Immer wieder haben uns engagierte Leser auf Verfahren und Strukturen aufmerksam gemacht, die aus ihrer Sicht unübersichtlich oder unrund waren. Wir haben uns diese Anregungen sehr zu Herzen genommen und nun eine klare neue Struktur aufgesetzt, mit der das Navigieren und Lesen auf allen Endgeräten Spaß macht. Die Doppel-Log-Ins für Tablet oder Handy, die gelegentlich für Frustration gesorgt haben, entfallen somit. Auch wird es künftig keine eigene Epaper-Variante und keine eigenen App-Versionen mehr geben. Apps und Epaper wurden nur von einer Handvoll von Lesern genutzt, was den Aufwand für die Erstellung nicht länger vertretbar erscheinen lässt. Künftig sind alle Texte in modernem HTML-Design und damit auch auf Tablet oder Smartphone komfortabel nutzbar. Wir denken, dass wir mit dieser Reduzierung an Komplexität eine schnelle, anwenderfreundliche und auf Jahre hinaus zukunftssichere Website geschaffen haben. Seit heute sind wir mit der neuen Version online, weil wir Ihnen unbedingt diesen Weekly und gegen Ende der Woche auch das neue Heft bereits im neuen Design präsentieren wollten. Bitte haben Sie etwas Nachsicht mit uns, falls in den ersten Tagen noch etwas haken sollte. Für Anregungen und Feedback zum neuen Design sind wir Ihnen auch weiterhin sehr dankbar.

Neue Preise

Wenn Preise erhöht werden, dann wird üblicherweise in vornehmer Zurückhaltung von einer Preisanpassung gesprochen. Wir machen bei einer solchen Augenwischerei nicht mit. Der Preis für das Einzelheft und für die Abonnements wurde ab der kommenden Ausgabe erhöht – und zwar deutlich. Die gute Nachricht: Für unsere bisherigen Abonnenten/Probeabonnenten ändert sich nichts. Wer jetzt schon ein Probeabonnement hat und dieses als reguläres Abonnement weiterführen möchte, zahlt also nur den alten Preis. Die Preiserhöhung betrifft damit ausschließlich in Zukunft abgeschlossene Abonnements für die derzeit kein Probeabonnement besteht.

Seit Jahren steigen auch unsere Kosten und wir haben seit der Erstausgabe des Smart Investor vor mehr als 17 Jahren genau einmal die Preise erhöht – vor mehr als acht Jahren im April 2012. Mit der neuen Preisstruktur bewegen wir uns nun deutlicher in Richtung anderer Wirtschaftsmagazine, bieten aber weiterhin ein, wie wir denken, einzigartiges und mehrwertiges Paket zu einem auch künftig sehr fairen Gesamtpreis. Bedenken Sie bitte, dass wir weder von Zwangsgebühren leben, wie die Sender der GEZ-Medien, noch verdeckt von Anzeigen aus Ministerien finanziert werden oder am Tropf von Konzernen hängen. Unabhängiger Journalismus kostet Geld und er ist vielleicht heute wichtiger als in vielen anderen Phasen der vergangenen Jahrzehnte. Im Abonnement kostet der Smart Investor auch für unsere neuen Abonnenten künftig noch immer weniger als 10 EUR pro Monat (Print). Wir würden uns freuen, wenn wir auch in Zukunft viele Leser finden, denen wir geldwerte Vorteile bieten, die wir zum Nachdenken oder zum Schmunzeln bringen, oder die sich auch einmal von Herzen über uns ärgern. Und wie gesagt: Für unsere Altabonnenten ändert sich – als Dank für Ihre, zum Teil langjährige Treue – nichts.

Neue Kurse

Während wir den neuen Smart Investor 10/2020 am vergangenen Wochenende finalisierten, kündigte sich für die Märkte bereits jene kalte Dusche an, die wir schon im vorherigen Heft angekündigt hatten. Am Montag gab es dann erst einmal kein Halten mehr. Auch im letzten SIW 38/2020 hatten wir noch über die Implikationen des aufsteigenden Dreiecks und des bearishen Keils nachgedacht, wobei wir insbesondere für die Verletzung der unteren Kanten beider Formationen die Gefahr eines „größeren Abwärtsschubs“ gesehen hatten. Dieser Abwärtsschub hat den DAX am Montag tatsächlich ereilt (vgl. Abb.). Die Umsatzspitze vom vorangegangenen Freitag dürfte übrigens auf den dreifachen Verfallstermin von Terminkontrakten und Optionen zurückzuführen sein, der die Kurse selbst allerdings kaum bewegte. Seit dem verhagelten Wochenauftakt sehen wir eine eher unentschlossene technische Aufwärtsreaktion, und aus dieser technischen Sicht sollte idealerweise das Ausbruchsniveau in Form der unteren Begrenzungslinien der beiden Formationen noch einmal getestet werden. Nur eine zeitnahe Rückeroberung dieser Linien wird die Situation jetzt überzeugend heilen können. Ein Abprallen eröffnet entsprechend den Spielraum für noch einmal tiefere Kurse als am Montag.

Neue Musterdepots

In der Rubrik Musterdepots & wikifolio berichten wir heute über unsere Transaktionen, sowie über einen Rekord bei unserem wikifolio „Smart Investor – Momentum“. Sie können sich dort durch einfaches Blättern einen schnellen Überblick über die Transaktionen der letzten Wochen verschaffen.

 Smart Investor 9/2020

 Titelstory: Die zweite Welle und die Wahl

 Wasserstoff: Megatrend vs. Luftnummer?

 Nachhaltigkeit:

Über Sein, Schein & Bewertungen

 Edelmetalle: Zündet eine weitere Stufe?

Fazit

Der Minicrash vom Montag kam nicht vollkommen unerwartet. Die Kurse waren zuletzt ein wenig zu sorglos gestiegen. Auch das von uns weiter favorisierte Silber verlor – aus einer stark übergekauften Situation heraus – deutlich.

Hinweis auf mögliche Interessenkonflikte:
Ein mit “*“ gekennzeichnetes Wertpapier wird zum Zeitpunkt des Erscheinens dieser Publikation oder der Smart Investor Printausgabe von mindestens einem Mitarbeiter der Redaktion gehalten.

UNSERE EMPFEHLUNGEN