Schützen Sie Ihr Kapital … jetzt!

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… und handeln Sie, bevor sich auch die letzten Fenster schließen.

 

Massive Belastungen

Traditionell steht die November-Ausgabe des Smart Investor im Zeichen des Kapitalschutzes. Das Jahr 2020 hat uns ja bereits einiges an Ungemach beschert und es ist noch nicht zu Ende. Dabei ist es nicht nur Corona, vor dem sich die Anleger in Acht nehmen müssen. Gut möglich, dass die Maßnahmen der Regierungen und deren Spätwirkungen letztlich schlimmer sind als das Virus selbst. Denn ist klar, dass die Lockdown-Politik schon jetzt immense Schäden verursacht hat, von denen auch lange noch nicht alles bekannt sein dürfte. So ist für zahlungsunfähige Unternehmen die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht seit 1. Oktober wieder beendet, so dass aus dieser Ecke einiges an aufgestauten schlechten Nachrichten zu erwarten ist. Für überschuldete Unternehmen gibt es nach derzeitigem Stand noch eine bis zum 31. Dezember verlängerte Galgenfrist. Klar ist auch schon jetzt, dass die Sache so oder so teuer wird. Zudem liegen die Jahre der Rekordsteuereinnahmen für das Erste hinter uns. Weder der aktuelle Finanzminister noch sein Vorgänger nutzten diese, um Schulden zu reduzieren. Die „Schwarze Null“, die dem Publikum als Erfolg verkauft wurde, ist vor diesem Hintergrund ein beschämendes Ergebnis. Dies besonders, wenn man berücksichtigt, dass es die EZB und nicht etwa Sparbemühungen der Finanzminister waren, die den Haushalt durch ihre Nullzinspolitik massiv entlastete – auf Kosten der Sparer versteht sich.

 

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Weiterer Aderlass programmiert

Der Aderlass der Bürger wird also weitergehen, besonders jetzt, da trotz bereits rekordhoher Steuersätze die Steuereinnahmen wegbrechen. Damit wird jede künftige Steuerpolitik schon aus ganz praktischen Gründen noch stärker nach dem Grundsatz „Wer hat, dem wird genommen“ ausgerichtet werden. Damit sind Vermögensbesitzer automatisch im Visier des Steuerstaates. Neben dem Nullzins bei Nominalanlagen und den Blasenbildungen bei den Sachwerten gibt es mit der Steuer- und Abgabenpolitik ein weiteres Minenfeld, auf dem Anlegern das Leben schwergemacht werden wird. Dabei wird die Politik mit vorgeschobenen Gerechtigkeitsargumenten auch relativ leichtes Spiel haben, da sich viele – ob zu Recht oder zu Unrecht – erst einmal nicht betroffen sehen. Auch wird leicht übersehen, dass das gerne in diesem Zusammenhang genannte Anschwellen der Privatvermögen im Wesentlichen durch die staatliche Geldpolitik selbst verursacht wurde, den gestiegenen Nominalbeträgen also gar keine vergleichbare reale Vermögensmehrung entspricht. Schließlich lassen sich neue Steuern und Abgaben viel leichter rechtfertigen, wenn sie sich gegen Reiche und Krisenprofiteure richten, als wenn man zugeben müsste, dass sie über eine verstärkte Scheingewinnbesteuerung die Mittelschicht weiter auszehren werden.

Smart Investor 11/2020

Im großen Kapitalschutzreport beschäftigen wir uns intensiv mit Strategien zum Vermögensschutz in einer fast schon vermögensfeindlichen Zeit. Dabei setzen wir in diesem Jahr Schwerpunkte bei möglichen künftigen Abgaben und der regionalen Vermögensstreuung mit Hinweisen für Auslandskonten außerhalb der EU und die die Edelmetallverwahrung in Drittländern. Bei diesen Fragen spielen auch die Aussichten auf weitere Lockdowns, Kapitalverkehrskontrollen und der perspektivisch immer wahrscheinlicher werdende Große Reset eine wichtige Rolle. Allerdings ist der neue Smart Investor 11/2020 natürlich nicht nur Doom & Gloom. Wir stellen Ihnen auch wieder viele interessante Anlagemöglichkeiten vor, wie aussichtsreiche Edelmetallminen oder Internetkonzerne, die die bewährten CANSLIM-Kriterien erfüllen. Dies alles zum Wochenende in Ihrem Briefkasten bzw. auf www.smartinvestor.de.

Kippt der Steuerwahnsinn?

Apropos Steuern: Für den 1.1.2021 war eine Änderung des Einkommenssteuergesetzes geplant, die Derivate-Tradern die Schweißperlen auf die Stirn getrieben hatte. Die vom Bundesfinanzministerium ausgeheckte Regelung sieht vor, dass die Verrechnung von Gewinnen und Verlusten aus Termingeschäften wie CFDs, Futures und Optionen nur mit ebensolchen Geschäften erlaubt sein sollte. Hinzu kam eine Deckelung der Verrechnung von Verlusten auf maximal 10.000 EUR pro Jahr. Das desaströse Ergebnis: Der Fiskus könnte Anleger in bestimmten Fällen bei Gewinn-Trades zur Kasse bitten, auch wenn sie im Jahr per Saldo Verlust gemacht hätten. Absicherungsstrategien wären so in vielen Fällen unmöglich.
Der Finanzausschuss des Bundesrats hat nun vor wenigen Tagen die Streichung der Verlustverrechnungsbeschränkungen bei den Einkünften aus Kapitalvermögen befürwortet. „Wir begrüßen die Initiative des Bundesrats, folgt sie doch unserer Argumentation, dass die Beschränkung der steuerlichen Verlustverrechnung für CFDs rechtlich fragwürdig und inhaltlich wenig zielführend ist“, so Simona Stoytchkova, Deutschland-Chefin der IG Europe GmbH. Ein Schritt in die richtige Richtung, aber noch immer kein Grund zur Entwarnung. Die endgültige Entscheidung wird der Bundestag im November treffen.

 

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Oktoberüberraschungen, die Erste

Ein Thema, das in den nächsten beiden Wochen noch täglich beschäftigen wird, ist die US-Präsidentschaftswahl. Die Prognosen sprechen weiter eindeutig für Biden, die Wahlkampfauftritte dagegen klar für Trump. Auch die Wahlbörsen, die wir relativ hoch einschätzen, sprechen derzeit klar für Biden. Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass es bei der Wahl um die Kopfzahl geht, während an den Wahlbörsen die Summen entscheidend sind. Einzelne große Wetten können also das Ergebnis in Richtung dieser Wetten verzerren. Auch ist das Rennen noch nicht gelaufen, denn wir befinden uns inmitten der sogenannten „Oktoberüberraschungen“, über die wir zuletzt ausführlich berichtet haben. Mit der Laptop-Affäre um Hunter Biden, den Sohn des demokratischen Herausforderers Joe Biden, wurde die erste „Oktoberüberraschung“ auf den Markt geworfen. Während das Trump-Lager jubelte, versuchte man die Angelegenheit im Biden-Camp herunterzuspielen bzw. gänzlich zu ignorieren. Das dürfte aber kaum gelingen, denn Rudi Giuliani, legendärer früherer Bürgermeister von New York und heute ein enger juristischer Berater von Präsident Trump, kündigte auf Youtube bereits weitere Enthüllungen an. Die Frage bleibt, ob sich die Wähler dadurch beeinflussen lassen werden. Schließlich zielt das Timing der Veröffentlichung so offensichtlich auf den Wahltermin, dass sich manche Wähler nicht nur vom Inhalt der Festplatten sondern auch von den Absichten hinter der Veröffentlichung abgestoßen fühlen könnten.

 

 

Wer ist der Favorit der Märkte?

Wir reiten deshalb so auf der US-Wahl herum, weil der Ausgang eine deutliche Weichenstellung für die ganze Welt bedeutet. Nachdem Aktien ohnehin unser Metier sind, wollen wir auch dort nach Hinweisen für das Ergebnis suchen. Allerdings ist es schwierig, echte Trump-Aktien zu finden, da er insgesamt einen unternehmensfreundlichen Kurs mit weniger Regulierung und niedrigen Steuern gefahren hat, sind praktisch alle US-Aktien mehr oder weniger Trump-Aktien. Tatsächlich haben die US-Indizes über den letzten Monat weltweit an relativer Stärke gewonnen, allen voran die NASDAQ. Dies kann man durchaus so interpretieren, dass die Börsen eher auf einen Trump-Sieg setzen. Schließlich bedeutet ein Biden-Sieg das glatte Gegenteil: Höhere Steuern und weniger unternehmerische Freiheiten – und das ist eine Kombination, die Börsianer überhaupt nicht schätzen. Betrachtet man allerdings, welche Aktien derzeit besonders stark sind, dann fallen direkt die großen Solarwette ins Auge, und diese wiederum sind klassische Biden-Titel. Denn der Herausforderer steht dem Narrativ vom menschengemachten Klimawandel deutlich aufgeschlossener gegenüber als Amtsinhaber Trump. Abb. 1 zeigt zudem, dass die Werte erst jüngst einen besonders starken Aufwärtsschub hingelegt haben. Ebenfalls auffällig, Jinksolar (orange Linie) ist als chinesisches Unternehmen mit Hauptabsatzmarkt in den USA besonders vom Zustand der amerikanisch-chinesischen (Handels-)Beziehungen abhängig und Biden tritt gegenüber China deutlich moderater auf als Trump. Das Gesagte bedeutet nun nicht, dass Biden bereits der sichere Gewinner der Wahl ist, aber wer ein Gefühl dafür bekommen will, wie die Märkte die Wahl einschätzen, sollte sich in den nächsten Tagen die Relativbewegungen von Canadian Solar und insbesondere JinkoSolar Holding ansehen.

 

Zu den Märkten

Beim DAX entwickelte sich über die letzten Wochen und Tage ein geradezu lehrbuchmäßig bedrohliches Bild. Der Index verläuft seit der ersten steilen Aufholjagd in einer bearishen Keilformation knapp unterhalb der Vor-Corona-Allzeithochs (vgl. Abb. 2, blaue Linien). Innerhalb des Keils lässt sich inzwischen eine Schulter-Kopf-Schulter-Formation (SKS-Formation – Abb. 2, rote Bögen) und innerhalb der rechten Schulter dieser Formation eine weitere kleine SKS-Formation (vgl. Abb. 2, grüne Bögen) identifizieren. Beide Formationen werden – wie schon der Keil durch die untere blaue Linie begrenzt. Ein Durchbruch wäre charttechnisch entsprechend sehr negativ zu bewerten. Allerdings ist diese dreifache Negativformation fast zu lehrbuchmäßig, um funktionieren zu können – zumindest nicht direkt. Im heutigen Handelsverlauf tastete sich der Kurs bereits einmal unter das Niveau vor, schnappte aber sofort wieder nach oben zurück. Damit könnten sich einige allzu forsche Bären erst einmal einen Nasenstüber eingefangen haben. Falls die Bären sich allerdings aus dieser ersten Baisse-Spekulation zurückziehen, könnte es noch einmal richtig gefährlich werden.

 

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Musterdepots & wikifolio

In der Rubrik Musterdepots & wikifolio berichten wir heute über die Marktlage sowie über die Entwicklung bei unserem wikifolio „Smart Investor – Momentum“. Sie können sich dort durch einfaches Blättern einen schnellen Überblick über die Transaktionen der letzten Wochen verschaffen.

Veranstaltungshinweis I

Eine sehr mehrwertige Veranstaltung für professionelle Investoren, Vermögensverwalter und Anlageberater ist der 6. Fondskongress Trier, den das Kontor Stöwer Asset Managemant am 29. Oktober 2020 veranstaltet. Unter dem diesjährigen Motto „Mir wölle bleiwe wat mir sin“ geben mehr als ein Dutzend hochkarätige Experten Einblicke in aktuelle Chancen und Risiken der Branche. Es wird auch einen Livestream geben. Nähere Informationen unter www.ks-am.de

Veranstaltungshinweis II

Corona-bedingt musste der Börsentag kompakt in Nürnberg, der für den kommenden Samstag in der Meistersingerhalle geplant war, nun leider doch abgesagt werden. Die aktuelle Corona-Lage und die weiter verschärften Auflagen machten diesen Schritt erforderlich. Als kleinen Trost wird es am 31. Oktober einen Börsentag ONLINE geben – unter anderem mit Heiko Thieme.
Weitere Infos dazu unter www.boersentag.online.

 

Smart Investor 10/2020

Titelstory: Immobilien und Immobilienaktien – Gefahr am Horizont?

Value Investing: Perlen zu historischen Schnäppchenpreisen

Great Reset: Gedanken zum World Economic Forum 2021

Markus Krall: Ein Klardenker spricht Quertext

 

Fazit

In der Vorwoche sprachen wir an dieser Stelle von den anstehenden ruppigen Wochen. Im neuen Smart Investor 11/2020 präsentieren wir mit dem Kapitalschutzreport Lösungen, die weit über ein paar Wochen hinaus tragen.


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Die Charts wurden erstellt mit TradeSignal von www.tradesignal.de und Tai-Pan von Lenz+Partner. Diese Rubrik erscheint jeden Mittwochnachmittag.


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