Musterdepot & wikifolio – Update 44/2022

Titelbild: © Matthias Stolt – stock.adobe.com

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Musterdepot Aktien

Einen regelrechten Nackenschlag erlitt unser Musterdepotwert Amazon.com. Das Unternehmen schwächelte bei Umsatz und Ertrag, besonders im zukunftsträchtigen Cloud- und Server-Business. Nach Veröffentlichung der Zahlen notierte die Aktie außerbörslich bis zu 20% im Minus. Ganz so schlimm kam es zwar letztlich nicht aber am Freitag nach der Bekanntgabe eröffnete die Aktie mit einem riesigen Abwärts-Gap unter der symbolischen Marke von 100 USD/Aktie. Zwar konnte diese Marke im Verlauf der Sitzung wieder zurückerobert werden und es bleib bei einem vergleichsweise moderaten Minus von 6,8%, lange währte die Freude jedoch nicht. Denn in der gestrigen Sitzung fiel Amazon erneut unter die 100-USD-Marke. Damit verhält sich das Unternehmen, das vielen aufgrund seiner Marktstellung als regelrechtes Feindbild gilt, erstaunlich schwach. Auch gehört es nun nicht länger zum Kreis jener erlauchten Unternehmen, die es auf eine Marktkapitalisierung von mindestens einer Bio. USD bringen. Bei Amazon zeigt sich geradezu beispielhaft das Problem vieler Techwerte in dieser Situation. Angesichts hoher Bewertungen, die vor dem Hintergrund steigender Zinsen zunehmend hinterfragt werden, darf sich das Management keine Abweichung vom Wachstumspfad erlauben, ohne vom Markt abgestraft zu werden. Dennoch sehen wir Amazon nach dem Kursrutsch weiter als eine ordentliche Halteposition, da wir das Unternehmen – unabhängig von Quartalszahlen – aufgrund seiner Marktstellung für relativ krisenfest halten.

wikifolio „Smart Investor – Momentum“

Einen minimalen Zuwachs konnten wir mit unserem wikifolio „Smart Investor – Momentum“ in der Berichtswoche erzielen. Allerdings wurde dieser zum Redaktionsschluss dieser Ausgabe heute fast vollständig durch die erneute Schwäche der Edelmetallaktien aufgezehrt. Wir gehen davon aus, dass es hier vor allem die Zinserhöhungspolitik der Fed ist, die diesen Sektor belastet. Offenbar schätzen die Märkte im Moment die Chancen der US-Notenbank gut ein, dass die Inflationsraten schon bald rückläufig sein werden, was dann u.U. sogar wieder zu einer positiven Realverzinsung führen könnte, die dann tatsächlich Gift für Gold wäre. Allerdings teilen wir diese Auffassung nicht. Die Zinssätze, mit denen Paul Volcker die Inflation der 1970er Jahre brach, sind heute völlig illusorisch. Unsere Cash-Position bleibt weiter bei gut 51%. Die konkrete Kursentwicklung des wikifolios und die erfolgten Transaktionen können Sie unter dem angegebenen Link jederzeit in Echtzeit nachverfolgen..

Musterdepot Fonds

Keine Veränderungen

* Hinweis auf mögliche Interessenkonflikte (siehe ausführliche Erklärung)

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UNSERE EMPFEHLUNGEN