Musterdepot SIW 27/2019 am 03.07.2019

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Leider ist unsere letzte Order für weitere 1.000 ADRs von Gazprom* (akt. Kurs 6,89 EUR, WKN 903276) zu 6,20 EUR abermals nicht aufgegangen. Die Aktie machte Anfang dieser Woche erneut einen großen Satz nach oben. Der Kurs wurde von einer Reihe positiver Nachrichten beflügelt, die es auf der Hauptversammlung des Unternehmens gab. So betonte CEO Alexej Miller, dass er mit einem positiven Cashflow aus allen drei neuen Pipeline-Projekten – Nord Stream 2, Power of Siberia (nach China) und TurkStream – rechne. Die Nachfrage aus Europa wird sich in den nächsten Jahren ausweiten. Darüber hinaus entwickele sich die Nachfrage aus dem asiatischen Raum enorm positiv und übersteige die aktuellen Planungen. Gazprom überlege daher, die LNG-Produktion (Flüssiggas) im Osten des Landes anzukurbeln, um diesen Markt bedienen zu können.

Am 18.7. dürfte es einen größeren Dividendenabschlag geben. Gazprom hat erwartungsgemäß auf seiner Hauptversammlung in der letzten Woche die Ausschüttung einer Rekorddividende von 16,61 RUB je Aktie beschlossen. Je ADR (jeweils 2 Aktien) sind dies umgerechnet 0,53 USD, nach Abzug von einer Gebühr für die ADRs (0,02 USD) und der fälligen Quellensteuer (0,08 USD) fließen den Anlegern 0,43 USD zu. Die Ausschüttung entspricht rund 27% des Ergebnisses. Langfristig dürfte Gazprom nach unserer Einschätzung auf eine Ausschüttungsquote von 50% kommen, die der russische Staat von Unternehmen, an denen er beteiligt ist, einfordert. Es gibt also noch Luft nach oben! Bekommen werden die Dividende all jene Aktionäre, die die Aktie am 18.7. in ihrem Depot halten, wann genau die Ausschüttung fließen wird, ist dagegen noch nicht bekannt. Es könnte also gut sein, dass unser Limit nach Vollzug des Dividendenabschlages doch noch zum Zug kommt. Sollte dieses von der Bank automatisch gestrichen werden, setzen wir dieses erneut bei 6,20 EUR.

Auf erfreuliche Zulassungszahlen in den USA reagierte die Aktie von Fiat Chrysler* positiv. So meldete die amerikanische Sparte des Unternehmens (FCA US LLC) die besten Monatszahlen in einem Juni seit 14 Jahren. Statt wie von den Analysten erwartet zurückzugehen, konnte FCA ein Plus von 2% auf 206.083 Autos verzeichnen. Getrieben waren diese Zahlen vor allem von Pick-Up-Trucks der Marke Ram, die im Jahresvergleich sogar um mehr als 50% zulegen konnten. Nun wäre es verfrüht zu behaupten, dass der US-Autoabsatz seine Schwächephase beendet hätte. Es zeigt sich jedoch langsam, dass sich die Gewitterwolken der letzten Quartale verziehen. Angesichts der spottgünstigen Bewertung und der Möglichkeit einer Wiederaufnahme der Fusionsgespräche mit Renault bleiben wir investiert.

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Keine Veränderungen

* Hinweis auf mögliche Interessenkonflikte (siehe ausführliche Erklärung)

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