Grafik der Woche – Inflationsdoktrin

UnbenanntQuelle: Incrementum AG

Die Geschichte von Währungssystemen ist idealerweise in einer langfristigen Perspektive zu sehen, genau wie es die Experten der Liechtensteinischen Incrementum AG getan haben. In einem Chart haben sie daher die jährliche Veränderung der Inflationsrate in den USA und die Entwicklung des CPI Baskets, eines Warenkorbes, der die Inflationsentwicklung misst, dargestellt.

Gleichzeitig wurde die komplette Geschichte des US-Dollars von 1776 bis heute abgebildet, mit seinen Phasen von teils höchst unterschiedlichen Währungsregimes. Auffallend ist dabei folgendes: Während in den Phasen von gold- und silbergedeckten Geldes in 43% der Jahre Deflation herrschte, gab es mit dem Start der Federal Reserve im Jahr 1913 nur noch in 12% der Jahren negative Inflationsraten.

Interessanterweise hat exakt in den Jahren davor der große Aufstieg der USA zu einer Industrie- und Wirtschaftsnation stattgefunden – trotz der ja angeblich so gefährlichen Deflationsgefahr. Spätestens mit der Aufkündigung der Golddeckung des US-Dollars durch Präsident Nixon in den Siebzigerjahren beschleunigte sich diese Entwicklung. Schließlich bedarf die ständig wachsende Schuldenmenge einer permanenten Inflation, um überhaupt noch bedient werden zu können.

Derzeit beobachtet Ronald-Peter Stöferle von der Incrementum AG jedoch etwas völlig anderes: Disinflation, den Rückgang der Inflationsraten. Ein Trend der sich angesichts der langfristigen Perspektive jedoch schnell wieder umkehren kann, ja sogar muss.

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