Grafik der Woche – Ein Prosit der Gemütlichkeit!

Bier-Gold

München und das Bier, das ist eine Geschichte für sich. Eine große Liebe, die in der Vergangenheit auch schon zu Revolutionen geführt hat. So im Jahre 1844, als der bayerische König Ludwig per Erlass den Bierpreis um 1 Pfennig heraufsetzen ließ. Die Münchener gingen daraufhin auf die Barrikaden und stürmten die Brauereien. Das zur Hilfe gerufene Militär verweigerte dem König die Gefolgschaft, bis der König schließlich einlenken musste.

Der Bierpreis blieb zunächst stabil, im Herbst des gleichen Jahres gab es sogar eine Herabsetzung –
um dem arbeitenden Volke „einen gesunden und wohlfeilen Trunk“ zu ermöglichen. Insbesondere auf dem Oktoberfest genießen die Münchener bis heute diesen „Trunk“, der Preis der Maß Bier ist und bleibt noch immer ein Politikum. Nirgends sonst glauben viele Wiesn-Besucher die Inflation besser spüren zu können, als beim Ausflug auf das weltgrößte Volksfest.

Während die Maß im Jahr 1950 noch umgerechnet 0,82 EUR kostete, liegt der Preis in diesem Jahr in den meisten Zelten schon bei 10,30 EUR – was an sich nicht groß verwundern sollte, schließlich erfreut sich die Wiesn im Verlauf der Jahre immer größerer Beliebtheit. Grund genug für die Experten der Vermögensverwaltung Incrementum AG, den Bierpreis in Gold zu kalkulieren.

Mit einem erstaunlichen Resultat: Auch über viele Jahrzehnte zeigt sich das Bier in Gold ausgedrückt preisstabil. Gab es 1950 etwas weniger als 100 Maß für eine Unze Gold, ist dies im Jahr 2015 nicht viel anders. Sollte es in Zukunft also wieder revolutionäres Potential aufgrund der steigenden Bierpreise geben – es wird nicht von den Goldbesitzern ausgehen!

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