Aktien Update – Deutsche Bank AG

Die Deutsche Bank hat neuen juristischen Ärger am Hals. So bestätigt das Geldhaus mit einer Ad-hoc-Mitteilung, dass sie Verhandlungen mit dem US-Justizministerium aufgenommen hat. Ziel der Bemühungen ist es, juristische Ansprüche beizulegen, die aufgrund der Emission und Platzierung von hypothekengedeckten Wertpapieren (MBS) gegen die Bank erhoben werden.

Schier unglaublich ist dabei die Summe: 14 Mrd. USD will die amerikanische Justiz von der Deutschen Bank eintreiben. Zumindest ist dies der erste Vergleichsvorschlag, der nun auf dem Tisch liegt. Die Bank sieht dies freilich völlig anders und „beabsichtigt auf keinen Fall, diese möglichen zivilrechtlichen Ansprüche in einer Höhe zu vergleichen, die auch nur annähernd der genannten Zahl entspricht.“

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SI-Kommentar: Die Tatsache, dass das größte deutsche Geldhaus in existenzbedrohenden Schwierigkeiten ist, dürfte Ihnen als Smart Investor-Leser schon lange bekannt sein. Bereits im Juni 2015, bei einem Kurs von 26,76 EUR (heute 11,60 EUR) warnten wir vor einem Lehman Brothers 2.0 (Smart Investor 07/2015, S. 62 oder unter http://smart-i.de/lehman).

Eine Summe, die die Bank ohne frisches Kapital aktuell vermutlich nicht bezahlen könnte. Die Erklärung der Bank wirkt daher fast naiv. Sollte es bei der nun kolportierten Summe bleiben, ist die wichtige Kernkapitalquote erneut unter Druck. Und an dieser Front hatte die Bank erst beim europäischen Stresstest Ende Juli eins auf die Mütze bekommen. Unsere vollständige Einschätzung dazu finden Sie im neuen Smart Investor, der am Samstag in Ihrem Briefkasten ist.

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