Grafik der Woche – Nachholbedarf

Es ist die typische Argumentation vieler Goldbugs, auf die steigenden Bilanzsummen der Zentralbanken zu verweisen, um die Unterbewertung von Gold zu verdeutlichen. Ein Zusammenhang der in den letzten Jahren jedoch offensichtlich nicht vorhanden war.

Schließlich befand sich das gelbe Metall in einer mehrjährigen Baisse – obwohl die Notenbanken weltweit ihre Druckerpresse weiter laufen ließen.

Der Blick der Marktteilnehmer ging vielmehr in Richtung USA und Federal Reserve Bank, die zuerst das Quantitative Easing reduzierte, später ganz einstellte und danach mit ersten Zinsanhebungen liebäugelte.

In den Augen vieler Börsianer war die Zeit der lockeren Geldpolitik damit bereits zu Ende. Doch weit gefehlt: Aus einem globalen Blickwinkel ist die US-Geldpolitik eben nur eine Komponente. Und während die Fed zumindest ansatzweise auf die geldpolitische Bremse trat, sprangen EZB und Bank of Japan ganz offensichtlich mehr als in die Bresche.

Es gibt also einiges an Nachholbedarf für die Edelmetalle, um alleine die fundamentale Diskrepanz aufzuholen…

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