Grafik der Woche – Noch nicht am Ende

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Quelle: The Green Papers, RealClearPolitics, Wikipedia

Die gestrige Debatte in den USA brachte das erwartete Ergebnis: Donald Trump wird übereinstimmend von den Medien zum Verlierer erklärt, seine Chancen auf das Weiße Haus seien nach nun drei klaren Niederlagen nahe Null. Nun mag es sein, dass er sich in den Duellen deutlich unter seinen Möglichkeiten verkauft hat, ihn deswegen ganz abzuschreiben ist jedoch zu diesem Zeitpunkt eindeutig zu früh.

So zeigen einige der Umfragen, die sich unter anderem auf dem Portal RealClearPolitics (Link hier) eher ein ausgewogenes Chancenverhältnis. Und dies trotz der vernichtenden Kritik an seinen „Locker-Room-Sprüchen“. Zum Skandal des Abends wurde übrigens das Zitat von Trump erklärt, dass er die Legitimität der Wahl seiner Konkurrentin nicht anerkennt, falls es Anzeichen auf eine Wahlfälschung geben würde. Klar, es macht ja auch total Sinn, die Legitimität einer Wahl anzuerkennen, bevor diese überhaupt stattgefunden hat!

Wie dem auch sei, das Duell war in Realität vermutlich erneut nicht das Aus für Trump, zu dem es im Nachhinein stilisiert wurde. Zwar sind Trumps Chancen wohl tatsächlich alles andere als gut, abschreiben sollte man den Republikaner allerdings dennoch nicht. Bei allem Medientrubel der vergangenen Tage sei vor allem an einen Punkt erinnert: Der Krawall-Kandidat hatte im Vorwahlkampf die meisten Stimmen bekommen, die je ein Republikaner einsammeln konnte (siehe Grafik). Was die Umfragewerte erklärt, die trotz der medialen Dauerkritik noch immer noch keinen KO des Kandidaten andeuten.

Die wirtschaftlichen Konsequenzen des Wahlausganges haben wir übrigens im gestrigen Weekly ausführlich thematisiert, den sie hier nachlesen können.

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