Grafik der Woche – Alles andere als knapp daneben

Trump over 95Quelle: Zero Hedge

Die Krise der Demoskopen lässt sich in einer Grafik zusammenfassen: Gaben die Experten der New York Times am Wahltag noch um 8:30 Uhr (New Yorker Zeit) dem Außenseiter eine Chance von rund 20%, mussten sie diese innerhalb von zwei Stunden auf mehr als 80% korrigieren. Was war also passiert: Sämtliche Prognosemodelle haben versagt, die Daten der Experten waren schlichtweg falsch.

Andererseits berichten Journalisten von Bloomberg davon, dass Trumps Wahlkampfmanagerin Kellyanne Conway bereits vergangene Woche mit einem breiten Lächeln verkündete, dass sie diese Wahl vermutlich gewinnen wird. Internen Zahlen zufolge lag jedoch in deren Berechnungsmodell die Chance auf einen Sieg noch Mitte Oktober bei unter 10%.

Allerdings hatten offensichtlich Trumps Daten-Spezialisten mit einer völlig andere Wählerbasis kalkuliert als viele Umfrageinstitute. Diese unterschätzten nach den Infos des Trump-Lagers vor allem die Demographie und die „Brexit-Mentalität“ der Wähler, also der Wunsch nach einem Denkzettel für die Etablierten.

All dies führte dazu, dass die Trump-Kampagne nun auch Pennsylvania, Wisconsin, und Michigan in den Fokus nahm. Orte, an denen ihm die typischen Prognosen keinerlei Chancen nachgesagt hätten. Am Ende gewann er alle drei.

Mehr zu einem langen Wahlabend und dem viel zu späten Umschwenken der Vorhersagen können Sie in unserem gestrigen Weekly („Too late to call“) nachlesen.

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