Grafik der Woche – Bislang nur am kurzen Ende

Chart

Quelle: Bantleon Bank AG

Standhaft wider Erwarten

Die Fed bleibt ihrer Linie treu: Trotz eher schwacher Inflations- und Arbeitsmarktdaten haben die US-Notenbanker Mitte Juni eine weitere Zinserhöhung umgesetzt. Letztendlich waren die Währungshüter der USA damit wesentlich standhafter als von den Märkten antizipiert. Statt bei der Zinsnormalisierung zurück zu rudern stellte Janet Yellen nun sogar einen Plan vor, die überdimensionierte Bilanz der Notenbank zu reduzieren. Die dafür vorgesehenen Schritte sind gleichzeitig größer als bislang erwartet. Innerhalb von zwölf Monaten werden die Reinvestitionen aus getilgten Anleihebestände um 50 Mrd. USD pro Monat gekürzt.

Kurzfristige Falkin

Am Anleihemarkt hat dies bislang nur am kurzen Ende zu einer entsprechenden Reaktion geführt, wie die Experten von der Bantleon Bank meinen. Denn lediglich am kurzen Ende zogen die Renditen bei US-Staatsanleihen bislang an. Bei zehnjährigen Treasuries ist in den letzten Monaten sogar das Gegenteil zu beobachten gewesen. Zwar könnten diese auch in Folge der Trump-Wahl nach oben „überschossen“ haben, im Chart sieht die Entwicklung dennoch seltsam aus. Die Börsen scheinen in Janet Yellen damit kurzfristig durchaus eine geldpolitische „Falkin“ zu sehen, langfristig traut man ihr eine echte Zinswende jedoch noch immer nicht zu.

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