Grafik der Woche – Entkoppelt

Zentralbankbilanzen und Goldpreis

In den letzten Monaten scheint der Goldpreis immun gegen so manche Entwicklung zu sein. Nordkorea oder die neuen Spannungen mit dem Iran – jedwede geopolitische Krise scheint das Edelmetall unbeeindruckt zu lassen. Bedeutend waren in der Vergangenheit jedoch stets monetäre Impulse. So auch das gigantische geldpolitische Experiment in den USA, Europa und Japan, das wir in den letzten Jahren beobachten konnten.

Seit 2011 scheint die Börse jedoch auch dieses Thema auszublenden. Denn während Notenbanken rund um die Welt ihre Gelddruckmaschinen wie wild laufen ließen, musste das Edelmetall eine herbe Korrektur verkraften. Nach wie vor glauben offensichtlich nicht wenige Marktteilnehmer an eine Zinswende und ein Ende der unkonventionellen Geldpolitik. Ein Glaube, der zumindest bislang nicht durch die Realität bestätigt wird.

Wie der Chart der Lichtensteiner Incrementum AG zeigt, hat sich der Goldpreis vollkommen von der Ausweitung der Zentralbankbilanzen abgekoppelt. Nun handelt die Börse bekanntlich die Zukunft. Ob diese jedoch tatsächlich das Ende der laufenden Experimente bringt, darf stark bezweifelt werden.

Apropos Gold: Wie jedes Jahr finden Sie uns auch dieses Jahr auf der Internationale Edelmetall- & Rohstoffmesse in München. Diese findet heute und morgen im MVG Museum in der Ständlerstraße 20 statt. Besuchen Sie uns an unserem Stand auf der linken Seite des Eingangs.

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