Grafik der Woche – Alles auf eine Karte

15.000, 16.000, 17.000 … die Bitcoin-Manie nimmt jeden Tag absurdere Züge an. Plus 10 oder 20% am Tag sind der Normalfall. Wie lange dies so weiter gehen kann weiß niemand. Zuletzt fällt jedoch vor allem eines auf: Während die weiteren 1.330 Kryptowährungen seit Tagen schwächeln, kennt der Bitcoin selbst kein Halten. Insgesamt bringt die Digitalwährung nun 277 Mrd. USD auf die Waage. Zum Vergleich: Dies ist in etwa halb so viel wie Amazon oder rund 40% des Börsenwerts von Alphabet, dem Mutterunternehmen von Google.

Alles konzentriert sich also auf den Kern der Kryto-Bewegung, das Urgestein Bitcoin. Bei einem Aktienindex würde man sagen, dass es dem Markt an Breite fehlt, wenn eine einzige Aktie den Leitindex zu immer neue Höchstständen führt. Es könnte das Indiz sein, dass wir gerade eine digitale Milchmädchen-Hausse erleben, die sich eben auf das konzentriert, was die Masse kennt – das unumstrittene Original. In einem Crack-Up-Boom, wie wir ihn im Smart Investor häufig beschrieben haben, fließt am Ende alles Geld ebenfalls in wenige Leuchtturmunternehmen. Kurz danach kollabiert der künstlich geschaffene Boom jedoch.

Exakt dies könnte dem Bitcoin nun ebenfalls drohen. Wenn alle gleichzeitig raus wollen, die zuletzt hektisch auf den fahrenden Zug aufgesprungen sind, wird sich beweisen müssen, ob das System eine solche Menge Transaktionen überhaupt bewältigen kann. Der Crash könnte also dramatischer kommen, als es so mancher Krypto-Börsen-Neuling erwarten dürfte.

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