Grafik der Woche – Widersprüchliche Signale

 

Ob Aktien, Cannabis, Lithium oder Bitcoin. Praktisch jeder konnte in den vergangenen Jahren viel Geld verdienen. Lediglich Goldanleger blickten in die Röhre. An dieser Stelle wollen wir nicht darüber philosophieren, warum ausgerechnet in Zeiten, in denen vieles außer Rand und Band gerät, der durch die Jahrtausende bewährte Stabilitätsanker beharrlich ignoriert wird. Viel interessanter ist die Frage, ob sich das wieder einmal ändern wird?

Historisch lässt sich diese Frage mit einem glasklaren „Ja“ beantworten. Je länger ein Markt vernachlässigt wird, je öfter er potentielle Investoren enttäuscht, desto kraftvoller wird letztlich das Comeback ausfallen. Angesichts der Turbulenzen am Aktienmarkt stellt sich die Frage, ob dieser Moment bereits gekommen ist?

Unsere Grafik der Woche liefert hierzu widersprüchliche Signale. Im oberen Teil ist der Goldpreis in USD zu sehen. Seit Jahren verläuft dieser in einem sich verengenden Dreieck. Die beiden letzten Ausbruchsversuche nach oben sind gescheitert (gelbe Markierungen). Im unteren Teil ist die Relativbewegung zum S&P 500 zu sehen. Hier ist zuletzt eine konstruktive relative Aufwärtsbewegung zu sehen (rechte blaue Markierung).

Allerdings gab es – wie die Anzahl solcher Markierungen zeigt – schon häufiger solche postiven Relativbewegungen, die sich letztlich als nicht nachhaltig erwiesen (vgl. Markierungen). Am weitesten trug in dieser Hinsicht noch der Aufschwung aus dem ersten Halbjahr 2016, der allerdings letztlich auch in sich zusammenfiel.

Für eine neue Goldhausse wollen wir einen absoluten Ausbruch und(!) relative Stärke des Edelmetalls gegenbüber dem Aktienmarkt sehen. Idealerweise sollte dies dann durch noch stärker steigende Silberpreise und ein Anziehen der Minenaktien auf breiter Front begleitet werden. Auch wenn man dann im Zweifelsfall etwas teurer einsteigt, vermeidet man auf diese Weise manches Fehlsignal.

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