Aktien-Update: Agrob Immobilien AG

Wer hätte das gedacht: Der globale Private Equity-Gigant Apollo Management interessiert sich für die kleine Agrob Immobilien (akt. Kurs Stamm-Aktie 32,00 EUR, WKN 501900) aus dem Münchner Vorort Ismaning. Laut Meldung vom vergangenen Mittwoch hat das US-Unternehmen mit einem verwalteten Vermögen von zuletzt 312 Mrd. USD (!) einer Tochter der UniCredit-Bank deren Mehrheitsbeteiligung (75% der Stammaktien und 20% der Vorzugsaktien) am Besitzer des Agrob-Medienparks abgekauft und wird den freien Aktionären nun ein Übernahmeangebot zu den gleiche Konditionen unterbreiten.

Geboten werden 32,00 EUR je Stammaktie und 28,00 EUR je Vorzugsaktie. Wir hatten erst im aktuellen Smart Investor, der am Samstag erschienen ist, über Agrob berichtet. Die nun im Raum stehende Übernahme wurde allerdings erst bekannt, als dieses Heft bereits im Druck war. Zwar werden die vollständigen Unterlagen zum Apollo-Angebot erst in einigen Wochen vorliegen. Aktionäre können sich dennoch bereits heute Gedanken dazu machen, ob sie ihre Aktien an Apollo verkaufen wollen oder nicht.

Link zur Meldung

SI-Kommentar: Es ist schon eine Ansage: Ein mehrere hundert Milliarden schwerer Investor aus den USA erkennt in Agrob offenbar so viel Potential, dass sich eine Übernahme zu 32 bzw. 28 EUR je Stamm- bzw. Vorzugsaktie rechnet. Die Amerikaner wandeln damit auf den Spuren vieler Nebenwerte-Investoren, die seit Jahren die enorme Substanz hinter dem Immobilienunternehmen aus dem Münchener Norden sehen. Nun also auch Apollo.

Für die Aktionäre könnte dies zunächst einmal eine positive Nachricht sein, sollten die Amerikaner Agrob an der Börse belassen. Denn dass ein erfolgreicher Private Equity-Investor nach der Mehrheitsübernahme etwas dynamischer ans Werk gehen könnte, als der vorherige Großaktionär UniCredit, ist völlig klar. Zuletzt plante Agrob einen Neubau auf seinem Gelände, der die Mieteinnahmen und den NAV auf ein deutlich höheres Niveau hieven könnte. Doch dabei muss es nicht bleiben. Der Medien- und Gewerbepark am Münchner Stadtrand bei Ismaning bietet weitere attraktive Entwicklungsmöglichkeiten, die Apollo in den kommenden Jahren nicht ungenutzt lassen dürfte. Auch auf der Fremdkapitalseite eine Refinanzierung anstehen, die die Zinskosten auf ein völlig neues Niveau senken könnte.

Agrob-Aktionäre können nun zunächst einmal abwarten und Tee trinken. In ein paar Wochen werden die Angebotsunterlagen veröffentlicht. Erst dann wird man mehr über die Absichten des Finanzinvestors wissen. Besonders aufmerksam sollten Investoren studieren, ob Apollo Strukturmaßnahmen plant oder nicht. Denn ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag ist alles andere als auszuschließen. Vorschnell seine Aktien abzugeben ist daher auf jeden Fall die falsche Taktik.

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