Aktien-Update: Volkswagen AG

Quelle: Volkswagen AG

Trotz des schwierigen Branchenumfeldes konnte sich der Volkswagen-Konzern (akt. Kurs Vorzugs-Aktie 177,38 EUR, WKN 766403) in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres gut behauptet. Die Umsätze stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 6,9% auf 186,6 (174,6) Mrd. EUR. Das operative Ergebnis vor Sondereinflüssen stieg um 11,2% auf 14,8 (13,3) Mrd. EUR. Ursächlich dafür waren vor allem Verbesserungen im Absatz-Mix sowie bei der Fair-Value-Bewertung auf Derivate. Die operative Umsatzrendite vor Sondereinflüssen lag bei 7,9% (7,6%). Die im Wesentlichen aus Rechtsrisiken im Zusammenhang mit dem Diesel-Skandal resultierenden Sondereinflüsse summierten sich nach neun Monaten auf -1,3 (-2,4) Mrd. EUR.

Obwohl die Wolfsburger zuletzt Marktanteile hinzugewonnen haben, rechnet das Unternehmen mit einer weiteren Abkühlung der Branchenkonjunktur. VW rechnet daher nun damit, dass die Auslieferungen an Kunden 2019 auf dem Niveau des Vorjahres liegen werden. Bislang war ein leichter Anstieg erwartet worden. Die Prognose für Umsatz und Ergebnis bestätigte der Konzern jedoch. Die Umsatzerlöse sollen um bis zu 5 Prozent über dem Vorjahr liegen. Für das operative Ergebnis vor Sondereinflüssen wird mit einer Rendite zwischen 6,5 und 7,5 Prozent gerechnet. Alle Anzeichen stehen daher auf ein Rekordjahr – wer hätte Volkswagen dies zugetraut!

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SI-Kommentar: Mit dem Produktionsstart des ID.3 in Zwickau beginnt der Volkswagen-Konzern eine neue Ära. Zum ersten Mal wird es einen Elektrowagen in Großserie von den Wolfsburgern geben. Der VW-Konzern möchte den Diesel-Skandal damit endgültig hinter sich lassen. Gleichzeitig geht demnächst mit dem Porsche Taycan ein Oberklassemodell mit Elektroantrieb in Produktion, angeblich sollen mehr als 30.000 Vorbestellungen für das Modell der VW-Tochter vorliegen.

Es dürfte nicht vermessen sein zu behaupten, dass es sich dabei wohl um das ausgefeilteste Elektroauto handelt, dass jemals gebaut wurde. Die Transformation des Konzerns ist also auf dem besten Weg. Nicht wenige Kritiker sehen VW dagegen auf dem Holzweg – schließlich setzt CEO Herbert Diess alles auf die Elektrokarte. Doch was für Alternativen hätte er? Da die Regierung in Peking Elektroautos zum Durchbruch verhelfen möchte, muss VW diese auch liefern, möchte man seine gute Marktposition im Reich der Mitte nicht verspielen.

Der große Vorteil des deutschen Branchenriesen: Im Unterschied zu einigen Konkurrenten besitzt VW die nötigen Cashflows, um diesen Wandel finanzieren zu können. Im Smart Investor 5/2019 haben wir Ihnen vorgerechnet, warum die cleverste Art auf Volkswagen zu setzen nicht die Volkswagen-Aktie selbst, sondern die Aktie der VW-Mutter Porsche SE* ist (akt. Kurs 68,50 EUR, WKN PAH003). Dies gilt auch nach dem jüngsten Kursplus unverändert!