Viren, Panik und Freiheit

Bildnachweis: © Bildagentur PantherMedia / Eduard Goričev.

Wie unsere Welt durch Corona verformt wird

Dominantes Thema

Als Magazin für Börse, Wirtschaft und Politik sind medizinische Themen nicht unser Metier, schon gar nicht medizinische Spezialgebiete wie die Virologie. Dafür gibt es Experten – und zwar mehr als einen. Und dennoch beschäftigt und betrifft das Thema der COVID-19-Pandemie die Börsen, die Wirtschaft und die Politik. Lesen Sie hierzu die Gedanken von Smart-Investor-Chefredakteur Ralf Flierl, der in einem „Corona Spezial“ in Zeiten einer fast universellen Hysterie zu Vernunft und Augenmaß anregt.

Wehret den Anfängen

Wie auch immer man die Corona-Situation medizinisch bzw. statistisch beurteilt, eines sollten die Bürger ihren Regierungen mit aller Klarheit kommunizieren: Mit dem Abflauen der Pandemie entfällt jegliche Rechtfertigung für eine Aufrechterhaltung der aktuellen Notstandsmaßnahmen und Eingriffe in die bürgerlichen Freiheitsrechte. Es ist schlimm genug, dass nicht jede einzelne dieser Maßnahmen zwingend mit einem harten Verfallsdatum versehen wurde, an dem die Maßnahme entweder direkt ausläuft, oder aber erneut parlamentarisch zu beschließen wäre. Denn es ist schon auffällig, dass nun im Windschatten von Corona die Lieblingsprojekte der jeweiligen Parteien in Windeseile vorangetrieben werden und sich hier eine ganz andere Art von Gemeinwesen in eigener Machtvollkommenheit gerade selbst installiert: Als ultimative Lösung werden uns da wahlweise der autoritäre Staat, Totalüberwachung, eine noch weiter gehende Einschränkung der Meinungsfreiheit, die

 

 

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Entscheidungen in den Händen weniger

Nach dem ersten gigantischen Abwärtsschub an den Aktienmärkten kam es zu einer, in solchen Situationen nicht untypischen, primär technisch geprägten Gegenbewegung. Zum einen werden in dieser Phase bestehende Short-Positionen geschlossen, zum anderen kommt es bei besonders stark gefallenen Titeln zu einer echten Rückkaufsneigung, zumal viele Regierungen mit gigantischen Stimulierungsmaßnahmen in die Bresche gesprungen sind. Die führen zwar nur vielleicht zu einem neuen Aufschwung, ganz sicher aber werden sie die künftige Geldentwertung beschleunigen. Ordnungspolitisch sind diese Programme ohnehin eine Katastrophe. Das wesentliche Problem der Aktienmärkte dürfte im Moment sein, dass sie von den Entscheidungen nur einer Handvoll Menschen abhängig sind und niemand in die Köpfe dieser Entscheidungsträger blicken kann. Welchem Berater folgen sie, wie lange tun sie das und welche Ziele verfolgen sie sonst noch? Die Regierungsmaßnahmen, die die Börse im Moment viel stärker beeinflussen als das Virus selbst, könnten also durchaus auch noch einmal drastisch verschärft werden, bevor man sie dann hoffentlich wieder lockert.

Virus trifft Zombies

Auch dürften die Hauptopfer der Maßnahmen unter den kleinen und mittleren Gewerbetreibenden zu finden sein, besonders in Branchen wie der Gastronomie. Das sind in aller Regel keine börsennotierten Unternehmen, weshalb der realwirtschaftliche Effekt an den Märkten möglicherweise trotz Crash sogar unterzeichnet wird. Während sich die Großen vielleicht sogar insgeheim darüber freuen, dass mancher lästige Konkurrent auf der Strecke bleibt, kämpfen sie doch mit Problemen eigener Art. Denn die bereits heute durch eine fortschreitende Zombifizierung gekennzeichnete Wirtschaft verfügt nicht über die Widerstandskräfte, um eine weitere Großkrise in guter Verfassung zu überstehen. Dr. Markus Krall hat hinreichend auf diese Bedrohungslage und deren Konsequenzen, insbesondere für das europäische Bankensystem hingewiesen.

 

 

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Vor den nächsten Impulsen

Man sollte es sich also nicht so vorstellen, dass sich die Börse bereits wieder stabilisiert hätte. Vielmehr dürfte bislang lediglich die erste(?) Panikwelle weitgehend abgearbeitet worden sein, was den anhaltend nervösen Markt auf diesem Niveau aber wieder empfänglicher für frische externe Impulse bzw. Informationen macht. Diese können positiver oder negativer Natur sein. Zwar ist aktuell kaum vorstellbar, woher die guten Nachrichten eigentlich kommen könnten, aber genau das ist an sich schon eine kleine positive Nachricht. Denn in einer solchen Situation genügt manchmal schon, dass es nicht ganz so schlimm wie befürchtet kommt, um den Kursen Auftrieb zu verleihen. Eine Lockerung der Shutdown-Maßnahmen wäre ebenfalls positiv. Andererseits könnte alles auch noch wesentlich schlimmer kommen, etwa wenn schlechte Nachrichten bezüglich Arbeitslosenzahlen und Quartalsergebnissen den Markt dann tatsächlich treffen. Das eine oder andere Unternehmen wird versucht sein, selbst hausgemachte Probleme der Pandemie zuzuschreiben und deren Auswirkungen in einem ohnehin desolaten ersten Quartal zu verarbeiten. So wäre auch gleich eine niedrige Ausgangsbasis für die Folgequartale gelegt. Die Veröffentlichung solcher Quartalszahlen könnte durchaus eine zweite Abwärtswelle auslösen. Auf dem aktuellen Niveau steht der Markt also an einem wichtigen Entscheidungspunkt.

 

 

Zu den Märkten

Und der sieht, illustriert am S&P 500 (vgl. Abb.) in etwa so aus: Ob nach der bereits erfolgten Rally der letzten Tage im Moment noch rein technisch genügend Schubkraft für eine Rückeroberung des Ausbruchsniveaus vorhanden ist (blauer Aufwärtstrend), muss bezweifelt werden. Dagegen wäre ein Test der bisherigen Tiefpunkte in dieser Situation zumindest nicht ungewöhnlich. Sollte dieser Test versagen, wäre sogar der weitere Weg nach unten frei. Nur im günstigen Fall, für den man allerdings im Moment auch eine gute Portion Hoffnung braucht, würde der Index nach kurzer Verschnaufpause wieder durch den alten, oder aber durch einen etwas flacheren neuen Aufwärtstrend (gestrichelte Linie) bestimmt werden.

 

Musterdepot Aktien & Fonds

Im Musterdepot machen wir uns heute einige grundsätzliche Gedanken zu unserer Aktienquote. Sie können sich dort durch einfaches Blättern einen schnellen Überblick über die Transaktionen der letzten Wochen verschaffen.

 

Smart Investor 4/2020

In unserer brandneuen Ausgabe mit der Headline „Kernschmelze“ finden Sie wieder jede Menge Artikel zu den unterschiedlichsten relevanten Themen.  Natürlich beschäftigen wir uns darin ausführlich mit der schwelenden Corona-Krise und deren Auswirkungen auf die Märkte und Börsen. Zudem finden Sie darin einen Vergleich von Online-Brokern, eine spezielle Betrachtung der neuen Gesetzesvorhaben bezüglich der Besteuerung von Derivaten, einen Report über Russland als Auswanderungsland, über Metalle und Metallaktien, über Insider Trading und interessante Value-Aktien in Zeiten von Corona.

 

Smart Investor 4/2020

Titelstory: Kernschmelze

Corona-Aktien: An vorderster Front
gegen die Seuche

Venezuela: Über eine tote Idee,
die nicht sterben will

Metalle: Physische Power
in wackligen Zeiten

 

 

Fazit

Aktuell sollten die Bürger angesichts des täglichen medialen Trommelfeuers ein wachsames Auge darauf haben, dass ihr Gemeinwesen im Windschatten des Virus nicht dauerhaft und bis zur Unkenntlichkeit umgestaltet wird.

Ralf Flierl, Ralph Malisch

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