Grafik der Woche – Quarantäne gelungen?

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Das Wort „Quarantäne“ dürfte bislang das Wort des noch jungen Jahres 2020 sein. Der Coronavirus hält die Welt und auch die Börsen in Atem. Auffallend ist jedoch, dass die Börsen in den letzten Tagen trotz der explodierenden Zahl an Infizierten und Opfern nicht (oder noch nicht) in den Panikmodus übergegangen ist. Denn um es klar zu sagen, die nackten Zahlen sind alles andere als beruhigend. Die Frage ist also, warum die Märkte trotz der ständigen Horrormeldungen bezüglich der Verbreitung der Virus-Epidemie zuletzt so euphorisch sind. Der in China lebende Blogger Dan Wang hat hierzu einen interessanten Gedanken formuliert: Entscheidend könnte am Ende die Zahl der Infizierten außerhalb des „Seuchen-Zentrums“ Wuhan und der Region Hubei sein.

Denn diese Zahl sagt letztlich aus, wie sich der Virus außerhalb der bereits isolierten Region verbreitet und ob man ihn dort in den Griff bekommen hat. Wir haben daher aus den Zahlen des John Hopkins Universität die Zahlen jener extrahiert, die sich außerhalb der unter Quarantäne stehenden Region Hubei infiziert haben. Zwar steigen diese ebenfalls rapide an, zuletzt jedoch mit einer abgeschwächten Wachstumsrate. Dies lässt die Hoffnung zu, dass der Höhepunkt der Pandemie möglicherweise kurz bevorsteht. Der Optimismus der Börsen könnte also nicht völlig unbegründet sein, sondern auch der richtigen Interpretation der Zahlen geschuldet sein.